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Zwei verlorene Punkte

Der FC St.Gallen zeigt im Letzigrund gegen GC eine stark verbessertes Gesicht als vor Wochenfrist. Zum Sieg reicht es dennoch nicht, weil die Espen beim 1:1 zu viele Chancen liegen lassen und den Zürchern zehn Minuten vor Schluss den Ausgleich zugestehen müssen.



Aufreger: Zigi! Er bewahrt die St.Galler in der 36. Minute mit einer grossartigen Parade gegen de Carvalho vor einem Rückstand. Danach drehen die Ostschweizer auf, erspielen sich Chance um Chance. Sekunden vor dem Pausenpfiff nutzt Akolo einen haarsträubenden GC-Fehler zur verdienten Führung. Neun Minuten nach dem Wiederanpfiff muss er das vorentscheidende 2:0 machen. Er scheitert aber aus kurzer Distanz am starken Zürcher Torhüter. In der 80. Minuten kommt Bradley Fink zu einem Abschluss, der unglücklich abgefälscht wird und zum Ausgleich im Netz landet. Zigi bleibt machtlos. Auch danach haben die Espen nochmals Chancen auf einen zweiten Treffer. Die beste vergibt Julian von Moos, als er aus rund elf Metern abzieht. Wieder ist es Justin Hammel im GC-Tor der zur Stelle ist. Nicht nur auf St.Galler Seite ist der Goalie die prägende Figur.


Makel: Die mangelnde Chancenauswertung und das Gegentor. «Wenn dir das zweite Tor nicht gelingt, könntest du auch mal die Null halten», meint Peter Zeidler.


Schiedsrichter: Johannes von Mandach leitet die Partie unspektakulär und fehlerfrei.


skurril: Das Spiel zieht über 10'000 Zuschauer an. Für GC eine Wucht!


abseits I: Auf der Letzigrund-Haupttribüne tummeln sich auch bei GC-Spielen immer viele Prominente. Da ist zum Beispiel Remo Freuler, der sein Spiel mit Bologna bereits gestern absolvierte und vor der Nationalmannschaftspause bereits zugegen ist. Was sich so ein Legionär aus einer Top 5 Liga wohl denkt über das Gebotene?



abseits II: Und dann ist da auch noch Matthias Hüppi, unser Präsident. Blick-Journalist Stefan Kreis fragt Peter Zeidler nach der PK, ob Hüppi ihm seinen Ärger über das Spiel bereits mitgeteilt habe. Man habe auf TV-Bildern immer wieder einen sich ärgernden Präsidenten sehen können. Zeidler blockt den boulevardesken Spaltversuch souverän ab, indem er versichert, sie hätten sich bereits kurz ausgetauscht und er hätte nichts dergleichen vernommen.



GCZ – FCSG 1879 1:1 (0:1)

Letzigrund – 10'092 Zuschauer – SR Johannes von Mandach (VAR Lukas Fähndrich)


Tore: 45.+1 Akolo 0:1, 80. Fink (Meyer) 1:1.


Grasshoppers: Hammel; Paskotsi, Seko, Tobers; de Carvalho (57. Momoh), Ndenge (79.Meyer),

Abrashi (Cap.), Schürpf (66. Fink); Kameri (46. Hoxha), Abubakar, Batista Meier (79. Babunski).


St.Gallen: Zigi; Zanotti (83. Diaby), Stanic, Vallci, Schmidt; Görtler (Cap.), Stevanovic, Karlen (73. Ruiz); Akolo (60. von Moos), Geubbels (83. Schubert), Witzig.


Verwarnungen: 26. Schürpf (Foul), 31. Zanotti (Foul), 70. Hoxha (Foul), 74. Witzig (Foul), 76. Fink (Foul), 90.+2 Abrashi (Foul).


Bemerkungen: Grasshoppers ohne Laws (gesperrt), Abels, Kempter, Kuttin, Mabil, Morandi, Nigg, Shabani (alle verletzt). St.Gallen mit Watkowiak, Sutter, Schubert, von Moos, Diaby, Duus Möller, Toma, Ruiz, Okoroji (Ersatzbank) und ohne Quintillà, Mambimbi, Fazliji, Milosevic (alle verletzt), Dumrath, Nuhu, Janitzek, van der Venne, Krasniqi, Lymann, Konietzke (alle nicht im Aufgebot).





Einzelkritik


Zigi: Der Beste


Zanotti: Er hat viele starke Szenen, macht seine Sache insgesamt gut. Es gibt da aber diesen Moment in der 36. Minute, als er zusammen mit Schmidt (keiner sichert ab!) indirekt den möglichen GC-Führungstreffer ermöglicht. Rückt nun zur italienischen U21 ein.


Stanic: Solider Part in der Innenverteidigung. Gute Körpersprache, gewinnt viele Kopfballduelle.


Vallci: Wirkt wieder sicherer, steigert sich im Spiel. Scheint mit Stanic vertrauter als mit Diaby. Kein Aufgebot fürs österreichische Team.


Schmidt: Wie er mit dem Ball am Fuss loszieht, seinen Antritt zum Raumgewinn nutzt, ist für diese Mannschaft wichtig. Er gefällt auch im Zusammenspiel mit Witzig. Immer wieder spielt er ihn frei. Zu denken gibt einzig dieser schwache Verteidigungsmoment mit Zanotti.


Görtler: Und schon ist er wieder über die volle Distanz dabei. Macht das gut. Leistet bei der Führung einen artistisch-künstlerischen Beitrag, indem er den Ball aus der Luft mit der Hacke in die Gefahrenzone bringt. Die GC-Hintermänner Tobers und Hammel geraten dabei so sehr aus den Fugen, dass sie den Ball Akolo vorlegen. Nagelsmann hat noch nicht angerufen.


Stevanovic: Die Balleroberung mag er. Die kann er auch richtig gut. In diesem Spiel gelingen ihm auch mehrere öffnende Pässe. Kann seine Fehlpassquote niedrig halten. Jetzt gehts ab zur serbischen U21.


Karlen: Das war nun doch eine längere Verletzungspause. Karlen kommt ab Minute Eins gut ins Spiel. Auffällig seine körperliche Präsenz und seine Spielintelligenz. So ist er für das Team wichtig, das in den letzten Wochen vor allem im Mittelfeld Probleme hatte.


Witzig: Er ist ein Dauerbrenner. Immer wieder heckt er was aus. Wenn ihn Schmidt freispielt und er sein Tempo aufnimmt, stehen Sitzplatzbesucher auch gern mal auf. Oft jedoch ist das, was dann im oder um den Strafraum passiert noch zu harmlos. Noch!



Geubbels: Der junge Mann hat Selbstvertrauen. Das spürt man, wenn er den Ball an- oder

mitnimmt. Seine Freude am Zusammenspiel mit Akolo blitzt immer wieder auf.


Akolo: Wieder trifft er. Er profitiert von inferioren GC-Hintermännern. Eigentlich müsste er auch

in der zweiten Halbzeit einnetzen, als er zentral vor Hammel aus 10 Metern zum Abschluss kommt.


Von Moos: War zu Beginn der Woche krank und verpasste einige Trainingseinheiten. Greift nach einer Stunde für Akolo ein. Nach schönem Witzig-Pass in die Tiefe kommt er mit Tempo am letzten Gegenspieler vorbei und schliesst leider nicht ruhig und sachlich, sondern halbhoch und zentral ab. Das wärs gewesen!

 

Mit Diaby, Schubert und Ruiz greifen drei weitere Spieler ein.



Stimmen zum Spiel




Bilder zum Spiel


Bild: Manuel Nagel

Ton: Marc Baumeler

Text: James Wehrli, Marc Baumeler

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