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«Wir können mit dem Punkt leben»

  • gruenweiss.sg
  • vor 15 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten und ein Mann im Mittelpunkt: St.Gallen steigert sich nach schwacher erster Hälfte deutlich und kommt dank Doppelpacker Baldé zu einem verdienten Punkt in Luzern. Trainer Maassen ist d'accord mit dem Remis.

Halbzeit I: Zehn Sekunden. Mehr braucht er nicht, um zu einer ersten Chance zu kommen: Aliou Baldé lobt den Ball gefühlvoll über Loretz – leider nur ins Aussennetz. Keine frühe Führung: Stattdessen spielt danach nur noch eine Mannschaft: Luzern. Nach neun Minuten klingelt es bereits – Vasovic trifft, verdient. Die Innerschweizer treten präsenter in den Zweikämpfen auf, sichern sich die zweiten Bälle und erspielen sich Vorteile im Mittelfeld. Und St.Gallen? Komplett neben der Spur. Kein Zugriff. Keine Zweikämpfe. Keine zweiten Bälle. Weder defensiv noch im Mittelfeld gelingt es, Stabilität aufzubauen. Die Dreierkette wirkt in mehreren Situationen ungeordnet, das neu formierte Mittelfeld bleibt ohne die nötige Durchschlagskraft. Offensiv fehlen klare Aktionen, sodass Luzern bis zur Pause das Spielgeschehen bestimmt. Pause: In der Kabine wirds nicht taktisch – sondern emotional. Die Spieler gehen sich gegenseitig an. Wachrütteln statt Schönreden. Der Trainer bleibt ruhig und klar:„So reicht das nicht. Wer oben mitspielen will, muss sich anders behaupten.“ Halbzeit II: Der FCSG wie ausgewechselt. St.Gallen gewinnt plötzlich zweite Bälle. St.Gallen hat Intensität. St.Gallen ist da. Und vor allem: St.Gallen hat Aliou Baldé. Erstes Zeichen: ein Schlenzer an die Latte. Kein Tor – aber ein Statement. Dann der Moment: Stanic holt den Elfer raus. Baldé tritt an – und bleibt eiskalt. Ausgleich. Doch Luzern schlägt nochmal zurück. Villiger trifft. Wieder Rückstand. Typisch für dieses Spiel: Es lässt einen nie durchatmen. Aber Baldé? Der hat noch nicht fertig. Kurz vor Schluss: wieder er. Wieder drin. 2:2. Ein Spiel, das erst Luzern gehört, dann kippt, dann brennt und am Ende irgendwo logisch endet: ein gerechtes Unentschieden.


Schiedsrichter: Danke Luca Piccolo für den sehr streng gepfiffenen Penalty. Ansonsten leitet er die Partie ruhig und sicher. Skurril: Luzern spielte letzte Woche gegen Servette, als wäre die Saison schon durch.Und heute? Derby-Modus. Vollgas. Emotion. Kampf. Trainer Frick sagt danach:„Ich würde am liebsten jede Woche gegen St.Gallen spielen.“



FCL – FCSG 2:2 (1:0)

swissporarena: 13’779 Fans

Schiedsrichter: Piccolo


Tore: 9’ Vasovic 1:0, 73’ Baldé (P) 1:1, 77’ Villiger 2:1, 87’ Baldé 2:2.


L: Loretz; Dorn, Freimann, Bajrami, Dantas (74’ Ciganiks); Owusu; Kabwit (74’ Spadanuda), Abe (80’ Winkler); Di Giusto; Vasovic, Villiger (84’ Meyer).


SG: Zigi; Gaal, Stanic, Kleine-Bekel; Mih. Stevanovic; Vandermersch (46’ Besio), Konietzke (66’ Weibel), Boukhalfa, Okoroji (82’ Ouattara); Vogt, Baldé (89’ Fazliji).



Einzelkritik


Zigi: Solide Leistung. In der ersten Halbzeit der einzige Spieler auf St.Galler Seite mit Normalform.


Gaal: Durchzogener Auftritt. In der ersten Halbzeit Teil der unsicheren Dreierkette. Nach der Pause stabiler, beim Gegentor jedoch zu wenig konsequent gegen Villiger.


Stanic: Vor der Pause mit Problemen im Zweikampfverhalten und in der Abstimmung. Steigert sich deutlich, übernimmt Verantwortung und holt den entscheidenden Elfmeter heraus.


Kleine-Bekel: Zu Beginn mit Abstimmungsproblemen und fehlender Spielpraxis. In der zweiten Halbzeit klar verbessert und insgesamt solide.


Stevanovic: Defensiv aufmerksam und zuverlässig. Lässt bspw Di Giusto wenig Raum zur Entfaltung.



Vandermersch: Bleibt in der schwachen ersten Halbzeit ohne Einfluss auf das Spiel. Wird zur Pause ausgewechselt.


Konietzke: Zeigt gute technische Ansätze und einzelne gelungene Pässe, bleibt insgesamt jedoch zu wenig prägend. Kann die Rolle im zentralen Mittelfeld noch nicht voll ausfüllen.


Boukhalfa: Frühe Verwarnung hemmt zunächst sein Spiel. Nach der Pause deutlich präsenter, mit mehr Intensität und besserer Zweikampfführung.


Okoroji: Spielt mit Selbstvertrauen, trifft klare Entscheidungen und macht kaum Fehler.


Baldé: In der ersten Halbzeit kaum sichtbar. Steigert sich nach der Pause erheblich und entscheidet das Spiel mit zwei Treffern. Man of the match. Chapeau!


Vogt: Engagierter Auftritt mit viel Einsatz im Zweikampf und mehreren Abschlüssen. Bleibt jedoch ohne Torerfolg.


Weibel: Mit einem starken Teileinsatz nach seiner Einwechslung. Zweikampfstark, spielintelligent und technisch sauber.


Ouattara: Kurzer Einsatz in der Schlussphase ohne nennenswerte Aktionen.


Fazliji: Gibt sein Comeback nach dem zweiten Kreuzbandriss. Setzt mit einer Offensivaktion beinahe noch den Schlusspunkt. Positives Zeichen. Herzlich willkommen zurück.



Stimmen zum Spiel:





Bilder zum Spiel:


Bild: Patrick Magalhaes

Ton und Text: Marc Baumeler



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