Vogt schiesst den FCSG zum Sieg
- gruenweiss.sg
- vor 5 Tagen
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Der FC St.Gallen gewinnt in dieser Saison erstmals gegen den FC Zürich. Der eingewechselte Alessandro Vogt erzielt im ausverkauften kybunpark das spielentscheidende 2:1.

Spielverlauf: Die Espen dominieren die Partie zu Beginn nach Belieben. Sieben Eckbälle und zwei Topchancen erarbeiten sie sich in der Startviertelstunde. Aber sowohl Baldé als auch Boukhalfa scheitern, wobei Boukhalfa gefoult wird. Ein Elfmeter wäre angemessen. Der VAR hilft dann Minuten später und schickt Schiedsrichter Schnyder an den Bildschirm, wo dieser sieht, wie Besio im Strafraum umgerissen wird. Penalty. Görtler verwandelt nach 33 Minuten souverän. Nur wenig später nutzt der FC Zürich die einzige Chance in der ersten Spielhälfte zum Ausgleich. Pause. Auch in der zweiten Halbzeit ist St. Gallen die spielbestimmende Mannschaft. Dank Zigi, der die zweite Zürcher Chance mit einer Monsterparade zunichte macht, und dank dem eingewechselten Alessandro Vogt fahren die Espen den ersten Saisonsieg im dritten Spiel gegen die Zürcher ein.
Makel: Die Chancenauswertung und der Gegentreffer: Es sind Möglichkeiten für rund ein halbes Dutzend Tore da, und beim Zürcher Ausgleich stehen fünf St. Galler im eigenen Strafraum, die alle auf den Ball schauen und damit ihre Gegenspieler aus den Augen verlieren.
Schiedsrichter: Drei knifflige Szenen gibt es in der ersten Halbzeit zu beurteilen. Das Handspiel auf der Linie bei Baldés Abschluss in der Startphase. Der Arm des Verteidigers ist angelegt – der Entscheid damit korrekt. Boukhalfa wird bei seinem Abschluss allein vor Zürichs Torhüter Huber von Kamberi getroffen. Klarer Elfer. Keiner der Refs bemerkt es. Zum Schluss das Halten gegen Besio, das Schnyder nach VAR-Intervention sanktioniert. Auch das ist korrekt.
Serie: Zwölf Spiele ohne Niederlage. Das ist Vereinsrekord! Chapeau!
abseits: Der kybunpark ist ausverkauft und die Stimmung grossartig. Dazu trägt auch die Zürcher Südkurve ihren Teil bei. So macht Schweizer Fussbal richtig Spass.

FCSG – FCZ 2:1 (1:1)
Kybunpark, St. Gallen – 20’036 Fans
SR: Urs Schnyder
Tore:1:0 Görtler (33., Penalty), 1:1 Cavaleiro (36.), 2:1 Vogt (76.)
SG: Zigi; Gaal, Stanic, Okoroji; Daschner (90. Mihajlović); Vandermersch, Görtler, Boukhalfa, Witzig (46. Weibel); Besio (67. Vogt), Baldé (67. Efekele, 87. Konietzke).
Z: Huber; Kamberi, Hack, Sauter; Tsawa, Berisha (59. M. Reichmuth), Palacio, Walker (46. Kablan, 75. Hodza); Cavaleiro (82. Emmanuel); Keny, Reverson (82. Perea).

Einzelkritik
Zigi: Seine Parade kurz nach der Pause ist eine von einem anderen Stern. Chapeau. Auch sonst zeigt er eine souveräne und sichere Partie.
Gaal: Beim Gegentor wird er von Reverson vernascht und ausgespielt. Ansonsten aber zeigt er ein nächstes tadelloses Spiel.
Stanic: Happy Birthday. Wird vom gesamten Team an seinem 27. Geburtstag mit drei Punkten beschenkt und leistet seinen Teil ebenfalls. Starker Auftritt.
Okoroji: Auch er zeigt ein weiteres Mal eine solide Leistung in der Dreierkette und spielt dazu den richtig starken Steilpass, den Alessandro Vogt zum Siegtreffer verwertet.

Daschner: Dirigiert das Spiel aus dem defensiven zentralen Mittelfeld, übernimmt Verantwortung und führt eine feine Klinge. Wird wegen einer strengen gelben Karte gegen Luzern fehlen.
Vandermersch: Emsig, lauf- und kampfstark wie immer. Gegen Ende fehlt ihm ein-, zweimal das Ballglück, damit Offensivaktionen besser gelingen.
Boukhalfa: Auch er ist Teil des Mittelfelds, das heute den Zürchern deutlich überlegen ist und zur dominanten Spielweise über fast die gesamte Spieldauer führt. Torgefahr strahlt er heute nur wenig aus.
Görtler: Versenkt den Penalty souverän und zeigt auch sonst eine starke Leistung. Leider wird auch er gegen Luzern gesperrt fehlen.
Witzig: Muss zur Pause verletzt runter, weil er von Tsawa übel gelegt wird. Sieht nach einer Bänderverletzung aus. Gute Besserung.

Besio: Zeigt eine ordentliche Partie, nachdem er unter der Woche seinen Vertrag bis 2030 verlängert hat. Rackert viel, geht weite Wege und spielt mannschaftsdienlich.
Baldé: Aus den vielen guten Möglichkeiten muss er ein Tor erzielen. So bleiben die überhasteten Abschlüsse in Erinnerung.
Weibel: Ersetzt in der zweiten Halbzeit Christian Witzig auf der linken Schiene. Defensiv fehlerfrei und offensiv mit dem ein oder anderen Ausrufezeichen.
Malamine: Sein Auftritt dauert leider nur zwanzig Minuten. Muss kurz vor Schluss mit einer Muskelverletzung wieder raus. Auch ihm gute Besserung.
Vogt: Er ist wieder zurück. Und wie! Richtig starker Auftritt, den er mit dem Siegtreffer krönt. Chapeau!
Konietzke, Stevanovic: Auch sie kommen in der Schlussphase noch auf den Platz und helfen, den Dreier zu sichern.
Bilder zum Spiel
Bild: Patrick Magalhaes
Text: Marc Baumeler













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