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Verdient verloren!

Über 75 Minuten mit einem Mann mehr gespielt, kaum Chancen erarbeitet und zum Schluss verdient mit 0:1 verloren – so das Fazit nach dem Auswärtsspiel gegen den FC Zürich.

Aufreger: Überlegen und gefährlich gestaltet der FCZ den Start in die Partie. St.Gallen versucht sich ins Spiel zu kämpfen und die Zürcher helfen vermeintlich mit einem frühen Platzverweis (Krasniqi, 17. Minute). Danach haben die Espen zwar überwiegend den Ball, spielen mehrheitlich in der Zürcher Platzhälfte, kommen aber trotzdem kaum zu Torchancen. Die beste hat Guillemenot in der 28. Minute, als er alleine vor Brecher auftaucht. Sein Schuss gerät aber zu zentral. Der Zürcher Goalie kann gar nicht anders, als den Ball abzuwehren. Zur Pause denkt man sich, es sei eigentlich alles angerichtet für drei Punkte. Der FCZ steht nur noch hinten rein. Falsch gedacht. Aufreger gibts in Halbzeit Zwei lediglich noch vor Zigi. Er macht bis zur Schlussphase etliche Konterchancen zunichte. In der 88. Minute ist aber auch er machtlos, als Guillemenot einen Kopfball von Hornschuh statt zu klären unglücklich ins eigene Tor drischt.


Makel: Der FC St.Gallen ist über die gesamte Spieldauer die ungefährlichere Mannschaft und schafft es nicht, sich durch die Zürcher Hintermannschaft zu kombinieren. Die Leistung ist schlecht. «Sehr schlecht, sogar», erklärt Peter Zeidler nach dem Spiel.


Schiedsrichter: Luca Piccolo zeigt eine souveräne und gute Leistung. Zweimal liegt er falsch. Der VAR hilft und Piccolo korrigiert. In der 17. Minute zieht er die gelbe Karte gegen Krasniqi zurück und schickt ihn nach seinem Foul an Guillemenot frühzeitig unter die Dusche. In der Nachspielzeit nimmt er den Elfmeter für St.Gallen zurück.


skurril: Der Gästesektor im Letzigrund bleibt bis kurz vor der Pause sehr schlecht besucht. Grund dafür ist eine defekte Lokomotive, die den Extrazug mit Espenfans nach Zürich bringen sollte. Auch das passt perfekt zu diesem gebrauchten Sonntagnachmittag!


abseits: Dort stehen zurzeit einige St.Galler Spieler, weil sie von Verletzungen geplagt werden. Nuhu, Schubert, Latte Lath, Schneider, Sutter, Schmidt und von Moos sind deshalb nicht im Kader. Görtler und Guillemenot spielen gegen Zürich, aber auch sie konnten unter der Woche kaum trainieren. Alle zu ersetzen gelingt nicht.



FC Zürich – FC St.Gallen 1879 1:0 (0:0)

Letzigrund – 14'950 Zuschauer – SR Luca Piccolo (VAR Lionel Tschudi).

Tore: 88. Hornschuh 1:0.


Zürich: Brecher; Omeragic, Katic, Aliti; Boranijasevic, Conde, Guerrero (67. Kamberi); Okita (78. Rohner), Simic (20. Hornschuh), Tosin (78. Marchesano).

St.Gallen: Zigi; Stillhart (81. Vallci), Stergiou, Maglica, Kempter (81. Guidotti); Görtler (Cap.), Quintillà, Witzig (66. Geubbels); Alves (46. Ndombasi); Akolo (76. Dajaku), Guillemenot.


Verwarnungen: 19. Simic (Reklamieren), 45. Alves (Foul), 68. Boranijasevic (Foul), 86. Quintillà (Foul).


Bemerkungen: Zürich ohne Dzemaili (gesperrt), Guzzo, Santini, Selnaes (alle verletzt), Afriyie (Afrikameisterschaft). St.Gallen mit Watkowiak, Münst, Vallci, Karlen, Kräuchi, Guidotti, Geubbels, Dajaku, Ndombasi (Ersatzbank) und ohne Nuhu, Schubert, von Moos, Latte Lath, Schneider, Sutter (alle verletzt) und Dumrath, Jacovic, Besio, Cavegn (alle nicht im Aufgebot). – 16. VAR-Überprüfung Rote Karte. – 17. Rot für Krasniqi (Foul). – 93. VAR-Überprüfung Foulelfmeter. – 94. SR Piccolo nimmt den Elfmeter zurück.



Der Beste



Einzelkritik


Zigi: Der Beste.


Stillhart: Es ist letztlich zu wenig, was nach vorne kommt. Defensiv lässt er zwar wenig zu. Auf Flügelläufe und gefährliche Bälle in den Strafraum wartet man vergebens.


Stergiou: Erledigt seinen Job meist ohne Fehl und Tadel. In diesem Spiel bräuchte es aber vor allem zündende Ideen in der Offensive. Das ist nicht die Aufgabe eines Innenverteidigers.


Maglica: Steht beim einen oder andern Konter falsch. Zeigt aber ansonsten ein ordentliches Spiel. Auch für ihn gilt: Er ist Innenverteidiger. Auch die schiessen ab und zu ein Tor. Besonders nach Eckbällen. Dafür müssten aber Flanken erstens überhaupt und zweitens präziser in den Strafraum kommen.


Kempter: Auch ihm gelingt der überraschende und gefährliche letzte Pass nicht, obwohl er vor allem in der zweiten Hälfte immer wieder an der Zürcher Strafraumgrenze anzutreffen ist.


Quintillà: Nein. Auch sein Nachmittag ist es nicht. Es gelingt ihm zu keinem Zeitpunkt, das Spiel an sich zu reissen und bei seinen Pässen findet er die Lücken zwischen den Zürcher Beinen nicht.


Görtler: Wirkt weniger prägend und dominant wie sonst. Hat nach dem Spiel gegen den FC Basel nur einmal trainiert und spielt angeschlagen (Sprunggelenk). Das merkt man.


Witzig: Er ist an vielen Aktionen beteiligt und spielt einen engagierten Part. Er ist einer der wenigen, die zwischendurch positiv auffallen.


Alves: Kommt nie in der Partie an und hat zur Pause Feierabend. Ohne ihn wirds aber nicht besser, sondern eher schlechter.


Akolo: Hat einen Abschluss kurz vor der Pause, den Brecher parieren kann. Ein zweites Mal fällt er auf, als er Guillemenot beim Torschuss in der 28. Minute irritiert.


Guillemenot: Pechvogel des Tages. Vergibt die wenigen St.Galler Chancen allesamt und lenkt kurz vor Schluss Hornschuhs Kopfball so ab, dass Zigi – der zur Stelle gewesen wäre – nicht mehr eingreifen kann.


Ndombasi: Spielt in der zweiten Halbzeit für Alves, ist sehr engagiert, viel unterwegs ohne Torgefahr kreieren zu können.


Goebbels, Dajaku, Vallci, Guidott: Werden von Peter Zeidler im Verlaufe der zweiten Halbzeit aufs Feld geschickt. Das Spiel verändert sich dadurch nicht.



Stimmen zum Spiel:


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