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Und wieder ein Hand-Elfmeter, der am Anfang einer Niederlage steht

Der FCSG 1879 verliert gegen den BSC YB mit 0:2. Die Berner erspielen sich zwar kaum gefährliche Chancen, schlagen aber zweimal nach Standards zu.

Aufreger: Geubbels, Witzig, Görtler und von Moos kommen in der ersten Halbzeit zu Abschlussmöglichkeiten, die entweder knapp am Tor vorbeizischen, von einem Verteidiger geblockt oder vom Torhüter stark gehalten werden. YB ist einzig bei Eckbällen gefährlich. Zur Pause stehts 0:0. Peter Zeidler wechselt. Dajaku kommt für Geubbels und steht bald im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Einwurf läuft er rück- statt vorwärts, legt sich den Ball zu weit vor und verliert ihn deshalb an Monteiro. Zu allem Übel chippt ihm dieser das Spielgerät an die Hand. Weil das im Strafraum passiert, entscheidet Schiedsrichter Piccolo auf Penalty. Schon wieder ein Hand-Elfmeter. Unfassbar! Itten lässt Zigi keine Chance und bringt den Meister in Führung. Das 0:2 durch Nsame fällt kurz vor Schluss nach einem Eckball und entscheidet die Partie endgültig.


Makel: Was soll man den Espen heute vorwerfen? Sie halten gegen das mit Abstand beste Team der Liga mit, spielen meist auf Augenhöhe, kreieren in den ersten 45 Minuten die gefährlicheren Chancen und gehen trotzdem als Verlierer vom Platz. Zum Schluss bleibt das Fazit: Die Effizienz war zu gering, um gegen den neuen Meister auch resultatmässig zu bestehen.


Schiedsrichter: Luca Piccolo ist nicht spielentscheidend, auch wenn etliche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehbar sind. Die fragwürdigen Pfiffe sind auf beide Seiten gerecht verteilt.


bitter: Es schmerzt. Seit elf Spielen können die Espen nicht mehr gewinnen, erstmals seit rund eineinhalb Jahren erzielen sie in einem Heimspiel kein Tor, YB holt sich gegen den FCSG den ersten Auswärtssieg seit Januar und St.Gallens Vorsprung auf Platz zehn beträgt vier Runden vor Schluss noch sechs Punkte.

abseits: 18'779 Fans sind heute Abend im kybunpark und sorgen einmal mehr für eine hervorragende Atmosphäre. Abgesehen vom Gästesektor ist das Stadion ausverkauft. Auch in den verbleibenden zwei Heimspielen braucht der FC St.Gallen diese Unterstützung, um den Ligaerhalt zu sichern. Notfalls im letzten Spiel am 29. Mai, wenn mit dem FC Sion das aktuelle Schlusslicht seine Aufwartung in der Ostschweiz machen wird.


FCSG 1879 – BSC YB 0:2 (0:0)

kybunpark – 18'779 Fans (ausverkauft, ausser Gästesektor) - SR Luca Piccolo (VAR Esther Staubli).


Tore: 53. Itten (Pen.) 0:1, 83. Nsame (Ugrinic) 0:2


St.Gallen: Zigi; Sutter, Stergiou, Maglica, Kempter (71. Schmidt); Görtler (Cap.), Vallci (64. Quintillà), Witzig (80. Akolo); von Moos (80. Schubert), Geubbels (46. Dajaku), Guillemenot.

YB: Racioppi; Chaiwa (65. Blum), Amenda, Zesiger (Cap.), Garcia (86. Benito); Rrudhani (65. Elia), Lauper, Rieder, Ugrinic; Itten (75. Nsame), Monteiro (86. Niasse).


Verwarnungen: 42. Rieder (Unsportlichkeit), 42. von Moos (Unsportlichkeit), 47. Vallci (Foul), 58. Chaiwa (Foul), 70. Kempter (Foul).


Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Stillhart, Schubert, Quintillà, Akolo, Karlen, Schneider, Schmidt, Dajaku (Ersatzbank) und ohne Münst, Kräuchi, Guidotti (alle verletzt), Dumrath, Nuhu, LAtte Lath, Jacovic, Alves, Besio, Cavegn, Ndombasi (alle nicht im Aufgebot). YB ohne Fassnacht (gesperrt), von Ballmoos, Camara, Imeri (alle verletzt), Marzino, Zbinden (beide nicht im Aufgebot).



Das Beste





Einzelkritik


Zigi: In der ersten Halbzeit mit zwei kleinen Wacklern. Ansonsten ist er aber der gewohnt sichere Rückhalt. Bei den Gegentoren ist er machtlos.


Sutter: Spielt die nächste solide Partie. Kämpft, läuft sich die Lunge aus dem Leib und gewinnt etliche Zweikämpfe.


Stergiou: Einmal mehr eine starke Leistung. Macht vieles richtig. Beim 0:2 aber schleicht sich Nsame in seinem Rücken davon.


Maglica: Vergleicht man ihn heute Abend mit dem YB Innenverteidiger Zesiger, der im Sommer in die Bundesliga wechseln wird, denkt man sich: Maglica ist auch so stark. Logisch, dass Stuttgart darüber nachdenkt, ihn zurückzuholen.


Kempter: Knüpft an die Leistung von letzter Woche gegen Servette an. Bleibt fehlerfrei und trägt seinen Teil zu einer insgesamt überzeugenden Verteidigung bei. YB ist einzig durch Standards gefährlich.


Görtler: Ist viel unterwegs, lässt sich nichts gefallen und lanciert seine Mitspieler einige Male sehenswert. Schade, dass sein Abschluss in der ersten Halbzeit noch abgefälscht wird und deshalb nicht aufs Tor kommt.


Vallci: Ist bissig, stark in den Zweikämpfen und macht den Berner Mittelfeldspielern das Leben schwer. Seine Startelfnomination auf der Sechser-Position kann er rechtfertigen. Im Spiel nach vorne wünscht man sich noch präzisere Pässe in die gefährliche Zone.


Witzig: Auch ihm gelingt eine gutes Spiel, erobert etliche Bälle, ist immer wieder wirblig und schiesst in Halbzeit eins so aufs Tor, dass sich YB-Goalie Racioppi lang machen muss. Ein Torerfolg bleibt ihm heute verwehrt.


von Moos: Kommt in beiden Halbzeiten zu Möglichkeiten, aber nicht zum Torerfolg. Ist ansonsten giftig, gräbt viele Bälle aus und spult wie immer ein grosses Laufpensum ab, gespickt mit vielen Sprints.


Geubbels: Sein Auftritt wird zur Pause auf der Medientribüne kontrovers diskutiert. Uns gefällt er. Vor allem zu Beginn des Spiels. Er setzt sein Tempo gut ein, ist stark am Ball und dem Tor mehr als einmal nahe. Muss zur Pause Dajaku Platz machen.


Guillemenot: Wie er weite Zuspiele verarbeitet, ist mehr als einmal eine Augenweide. Zum elften Saisontreffer reicht es aber leider nicht.


Dajaku: Nein, die grosse Liebe zwischen ihm und dem FC St.Gallen wird das nicht mehr. Auch heute leistet er der Mannschaft einen Bärendienst. Nicht mit einem Platzverweis, sondern mit einem «hergeschenkten» Penalty.


Quintillà: Unter der Woche ist er Vater geworden. Herzliche Gratulation. In der 64. Minute kommt er für Vallci aufs Feld und zeigt gleich, dass er mit seiner Übersicht, seiner Ruhe am Ball und dem Verständnis für das Spiel nur schwer zu ersetzen ist.


Schmidt: Wird in der 71. Minute eingewechselt und absolviert solide 20 Minuten.


Schubert: Gibt sein Comeback!


Akolo: Auch er spielt noch rund zehn Minuten. Dabei gelingt ihm fast ein Treffer. Leider nur fast. Wie so vielen anderen auch.



Stimmen zum Spiel:








Bilder zum Spiel

Bilder: Manuel Nagel




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