Ohne Drama geht es nicht
- gruenweiss.sg
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 19 Stunden
Der FC St.Gallen ist Cupsieger. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal seit 1969. Und erstmals seit der Meisterschaft im Jahr 2000 gewinnt Grünweiss wieder einen grossen Titel. Im Berner Wankdorf schlägt der FCSG Stade Lausanne-Ouchy mit 3:0 — und schreibt damit eine dieser Geschichten, die in St.Gallen nie geradeaus verlaufen. Mit Umwegen, Abgründen, Nervenzusammenbrüchen, Ekstase und unbändigem Jubel. Selbst an diesem Tag bleibt das Drama nicht aus: auf dem Rasen mit der roten Karte kurz vor der Pause, im Hintergrund mit dem Ringen um die Zukunft des Clubs.

Das Finale: Der FC St.Gallen gewinnt dieses Cupfinal hochverdient. Natürlich nicht im Sinne eines Spiels, das 90 Minuten lang ruhig, überlegen und kontrolliert durchläuft — das wäre für diesen Club und auch diese Saison ja untypisch. Aber verdient im Sinne einer Mannschaft, die das Finale von Beginn weg annimmt, die besser startet, die mehr Wucht hat, mehr Klarheit, mehr Mut, mehr Qualität. St.Gallen ist sofort da. Keine Cupfinal-Lähmung, kein Abtasten, kein Zittern in den ersten Minuten. Sondern Druck, Präsenz, Glaube.
Nach acht Minuten fällt das 1:0. Tom Gaal steht richtig, schiebt ein, und plötzlich liegt dieser erste St.Galler Cupsieg seit 1969 nicht mehr irgendwo in der Ferne, sondern mitten auf dem Kunst-Rasen des Wankdorfs. Greifbar. Hell. Gefährlich nah. Die Entstehung läuft über Daschner, Görtler und Baldé. Am Schluss steht Tom Gaal goldrichtig und lässt die Espen in jene Strasse einbiegen, an der am Ender der Pokal wartet.
Und St.Gallen macht weiter. Die Mannschaft von Enrico Maassen wirkt in der ersten halben Stunde wie ein Team, das weiss: Heute wird uns keiner diesen Pokal wegnehmen. Der FCSG presst, gewinnt zweite Bälle, kommt zu Abschlüssen. Dieses 1:0 ist zur Pause eigentlich zu wenig. Es hätte höher stehen können, vielleicht sogar müssen. Stade Lausanne-Ouchy ist nicht chancenlos, aber der Favorit aus der Ostschweiz hat das Spiel im Griff.

Dann kommt die 44. Minute. Und mit ihr dieses typische St.Galler „Ja, aber…“. Lukas Watkowiak nimmt einen Rückpass an, leistet sich einen Aussetzer gegen Vasco Tritten, schiesst ihn aus nächster Nähe an. Trittens Hand wird dabei vom Ball getroffen. Der Ball rollt Richtung Tor. Watkowiak reisst Tritten zurück. Luca Cibelli zeigt Rot. Es ist eine Notbremse. Hart, bitter, aber berechtigt – mindestens auf den ersten Blick. Der Cupfinal, der eben noch nach Kontrolle roch, kippt plötzlich in Richtung Albtraum.
Kleiner Einschub mit Fragen an die «Regelkundigen»: Ein unabsichtliches Handspiel eines Angreifers vor einem Tor wird nach dem Regelwerk des International Football Associaton Board (IFAB) als Regelverstoss gewertet und das Tor zählt nicht. Weil also ein mögliches Tor irregulär gewesen wäre, kann bei Watkowiaks Foul gar nicht von einer Vereitelung einer regeltechnisch klaren Torchance ausgeganen werden. Die Notbremse und damit Rot wird also hinfällig! Gibt es etwas, das gegen diese Argumentation spricht?
In der Pause sehen sich die vielen grüngekleideten Menschen auf den Tribünen des Wankdorfs an. Man kann diese Blicke fast hören. Nicht schon wieder. Nicht wieder ein Final, in dem St.Gallen am Ende mit leeren Händen dasteht. Nicht das dritte verlorene Cupfinal in kurzer Zeit. Nicht wieder dieses grausame Drehbuch, das wir uns so gut ausdenken können und vor dem wir alle Angst haben. Lawrence Ati Zigi kommt für Alessandro Vogt ins Spiel. Ein brutaler Moment für Vogt, ein letzter Auftritt in Grün-Weiss, geopfert für die Statik des Spiels. Aber es ist nötig. Und genau da beginnt die eigentliche Reifeprüfung dieses Finals.
Die zweite Halbzeit beginnt schwierig. Lausanne-Ouchy spürt, dass hier etwas möglich ist. St.Gallen muss unten durch. Die Zuordnungen stimmen noch nicht, die Räume sind da, die Waadtländer kommen zu Chancen. Conus verzieht, Bah kommt gefährlich durch, Tritten trifft später den Pfosten. Es sind diese Minuten, in denen ein Cupfinal kippen kann. Nicht spektakulär, sondern schleichend. Ein verlorener Zweikampf hier, eine zu späte Bewegung dort, ein Ball, der plötzlich im Netz liegt — und alles wird schwer.
Doch St.Gallen übersteht diese Phase. Nicht elegant. Nicht locker. Sondern mit Arbeit. Mit Energie. Mit Glaube. Mit Überzeugung. Mit Zigi. Mit Stanic, der sich in alles wirft. Mit Okoroji, Vandermersch, Gaal, Görtler, Boukhalfa, Daschner — mit einer Mannschaft, die nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit langsam wieder begreift, was der Plan sein könnte.

Dann kommt die nächste grosse Szene. 59. Minute. Aliou Baldé im Strafraum. Zweikampf. Möglicherweise Fusskontakt, möglicherweise Ballkontakt, möglicherweise Handspiel. Alles gleichzeitig, alles unklar, alles maximal Cupfinal. Der VAR prüft minutenlang. Cibelli geht raus, schaut sich die Szene an. Es dauert. Zu lange, um eindeutig zu wirken. Zu lange, um nicht Fragen aufzuwerfen. Aber am Ende zeigt Cibelli auf den Punkt. Penalty für St.Gallen. Lukas Görtler nimmt den Ball.
Es gibt Momente, in den der Captain nicht nur eine Binde trägt, sondern ein Gewicht. Görtler hat mit St.Gallen zwei Finals verloren. Er weiss, was diese Region trägt, was sie hofft, was sie leidet. Und dann tritt er an und versenkt den Ball. 2:0. Die drei grünweissen Tribünen im Wankdorf explodieren.
Von da an wird dieses Spiel nicht mehr wirklich eng. Lausanne versucht es, klar. Aber St. Gallen hat nun eine andere Sicherheit. Der FCSG steht solide, grundsolide sogar. Die Mannschaft leidet nicht mehr, sie verwaltet nicht bloss, sie wächst in dieses Finale hinein. Der Pokal rückt näher. Minute für Minute. Zweikampf für Zweikampf. Befreiungsschlag für Befreiungsschlag. Und dann: Christian Witzig. In der Nachspielzeit kommt er rein, und mit seiner ersten Ballberührung trifft er zum 3:0. Ein Volley, ein Schlusspunkt, ein Ausrufezeichen, ein grüner Blitz über Bern. Dann ist es vorbei.
St.Gallen ist Cupsieger. Die Baumeister: So ein Titel fällt nicht vom Himmel. Auch wenn es im Moment des Jubels so aussieht, als hätte sich einfach alles entladen, was 26 Jahre lang in dieser Region gespeichert war. Ein Cupsieg ist nie nur ein Spiel. Er ist das Produkt von Entscheidungen, von Geduld, von Führung, von Rückschlägen, von Hindernissen, von Nachhaltigkeit und von Widerstand.
Ganz vorne steht Matthias Hüppi. Der Präsident, der diesen Club seit Jahren mit Haut und Haaren lebt. Ihm ist dieser Titel zu gönnen, weil er nicht einfach nur repräsentiert, sondern Verantwortung trägt. Weil er den FC St.Gallen nicht als Bühne versteht, sondern als Aufgabe. Seit 2018 ist Hüppi Präsident des FC St.Gallen; unter seiner Führung hat sich der Club wirtschaftlich und strukturell stabilisiert. Was Hüppi auszeichnet, ist nicht der laute Reflex. Nicht das Bedürfnis, jede Entscheidung öffentlich zu erklären, jeden Sturm mit Gegenlärm zu beantworten. Sondern diese Mischung aus Ruhe, Klarheit und Überzeugung. Er hat mit seinem Verwaltungsrat einen Weg eingeschlagen, der nicht immer bequem war, aber erkennbar. Ein unabhängiger, solider, menschlich glaubwürdiger FC St.Gallen. Einer, der sich nicht verbiegt, nur weil es mal laut wird und der an seinen Grundwerten festhält, auch wenn es schwierig ist – auch wenn sportlich die Erfolge fehlen.

Dann Roger Stilz. Als Sportchef hat er mitgeholfen, dieses Team so zusammenzustellen, dass es nicht nur funktioniert, sondern wächst. Die Mannschaft hat Achse, Erfahrung, Charakter — und dahinter junge Spieler, die nicht nur Prospekte sind, sondern echte Optionen. Stilz steht für einen sportlichen Weg, der nicht nach kurzfristigem Feuerwerk riecht, sondern nach Struktur. Nach einem Kader, der nicht zufällig zusammengewürfelt ist, sondern Rollen kennt. Und er hat ein Trainerteam verpflichtet, das den FCSG weiterentwickelt hat nach der langjährigen Ära Peter Zeidler.
Enrico Maassen und sein Trainerteam gehören genauso in diese Reihe. Maassen hat dieser Mannschaft eine Handschrift gegeben: mutig, intensiv, aktiv. Aber wichtiger noch: Er hat sie offenbar so stabil gemacht, dass sie an einem Rückschlag wie der roten Karte in einem Cupfinal nicht zerbricht. Genau das ist Trainerarbeit. Nicht nur Pressinghöhe und Passwinkel. Sondern Haltung, wenn der Puls in den Ohren hämmert. Dieses Finale zeigt, was eine Mannschaft ist, die vorbereitet ist. Nach der Pause braucht St.Gallen Zeit, ja. Aber dann greift der Plan. Die Mannschaft ordnet sich, akzeptiert die Unterzahl, verteidigt gemeinsam, bleibt gefährlich. Das ist kein Zufall. Das ist Training, Kommunikation, Vertrauen.

Und dann sind da die Spieler. Tom Gaal, der das 1:0 macht und defensiv arbeitet, als wäre jeder Zweikampf ein Versprechen. Lukas Daschner, der Qualität und Ruhe bringt. Jozo Stanić, der leidet und trotzdem weitermacht. Lawrence Ati Zigi, der plötzlich gebraucht wird und da ist. Lukas Görtler, der Captain, der diesen Moment tragen musste und getragen hat. Görtler ist dabei vielleicht das Gesicht dieses Triumphs. Nicht, weil er allein entscheidend wäre. Sondern weil er die Geschichte verkörpert. Die verlorenen Finals. Die Verantwortung. Die Region auf den Schultern. Den Penalty in der 65. Minute. Den Pokal in der Hand.
Dieser Cupsieg gehört aber nicht einer Person. Er gehört einem Konstrukt, das lange genug zusammengehalten hat, um am entscheidenden Tag nicht auseinanderzufallen. Die Region: Der Pfingstsonntag in Bern ist grünweiss. Nicht ein bisschen. Nicht symbolisch. Sondern richtig. Die Strassen, die Busse, die Bahnen, die Brücken, die Kurven, die Plätze: Ostschweiz überall. Das Wankdorf ist nicht einfach Austragungsort eines Cupfinals. Es ist für einen Nachmittag eine ausgelagerte Heimat der Espen. 30’671 Zuschauer sind offiziell im Stadion. Mehr als zwei Drittel stehen hinter dem FCSG.
Der FC St. Gallen ist eben mehr als ein Fussballclub aus einer Stadt. Er ist eine regionale Sammelstelle für Emotionen. Für Menschen aus St. Gallen, aus dem Rheintal, aus dem Thurgau, aus Appenzell, aus dem Toggenburg, aus Wil, aus Rorschach, aus Gossau, aus all diesen Orten, in denen grünweiss nicht Dekoration ist, sondern Zugehörigkeit.

Das sieht man heute in Bern. Und man sieht es in St.Gallen. Auf Plätzen, in Beizen, in Wohnzimmern, vor Leinwänden, in Gärten, überall dort, wo Menschen mit diesem Club mitleiden. Dieser Cupsieg bedeutet der Region wahnsinnig viel, weil er nach so langer Zeit kommt. 2000 war der letzte grosse Titel, die Meisterschaft, dieser goldene Sommer, der für viele fast schon Legende geworden ist. 1969 war der erste Cupsieg. Und nun 2026: wieder ein Pokal, wieder Bern, wieder grünweiss.
Man kann diesen Erfolg sportlich erklären. Man kann über Maassens System reden, über Stilz’ Kaderplanung, über Hüppis Führung. Alles richtig. Aber am Ende geht es auch um etwas, das nicht in Tabellen passt: um eine Bewegung. Matthias Hüppi und seine Crew haben mitgeholfen, dass rund um diesen Club eine grünweisse Bewegung entstanden ist. Keine künstliche Marketingwelt, kein Plastik-Pathos. Sondern ein Gefühl, das echt wirkt, manchmal rau, manchmal überdreht, manchmal zu emotional, aber eben lebendig. Dieser Club hat seine Leute. Und diese Leute haben heute ihren Lohn bekommen.
Es war friedlich. Es war laut. Es war ein Volksfest. Es war der Beweis, dass Fussball in der Ostschweiz nicht einfach Unterhaltung ist, sondern ein gemeinsamer Herzschlag.

SLO – FCSG 0:3 (0:1)
Wankdorf: 30’671 Fans.
Tore: 8. Gaal 0:1, 65. Görtler 0:2 Penalty, 92. Witzig 0:3.
SLO: Besson; N. Sutter, Malula, Barbet (72. P. Sutter); Kaloga, Lusuena, Conus, Nomel (82. Mendy); Tritten (89. Garcia), Sartoretti, Bah.
SG: Watkowiak; Gaal, Stanić (74. Kleine-Bekel), Okoroji; Daschner; Vandermersch (90. Ruiz), Görtler, Boukhalfa (90. Witzig), Mih. Stevanović; Vogt (44. Zigi), Baldé (74. Besio).
Rote Karte: 44. Watkowiak
REF: Luca Cibelli
VAR: Luigi Piccolo

Die Dramen: Und trotzdem: Ohne Drama geht es in St. Gallen nicht. Nicht einmal an diesem Tag.
Sportlich war die rote Karte gegen Watkowiak das grosse Drama des Finals. Ein Torhüter, der bis dahin ein Teil dieser Cupgeschichte war, bringt seine Mannschaft mit einem Aussetzer in eine fast unmögliche Lage. Kurz vor der Pause. In Führung. In einem Final, der endlich gewonnen werden soll. Es ist die Art Szene, die sich tief in die Nerven frisst. Nicht nur bei den Spielern, sondern bei allen, die diesen Club kennen. Denn St.Gallen kennt diese Geschichten. Gute Ausgangslagen, die plötzlich wackeln. Hoffnung, die zur Prüfung wird. Finals, die weh tun. Deshalb war diese rote Karte mehr als eine rote Karte. Sie war ein kollektiver Flashback.
Aber genau darum ist dieser Sieg so gross. Weil St. Gallen dieses Mal nicht zerbricht. Weil der FCSG nicht wieder in die alte Erzählung fällt. Weil aus dem Drama keine Tragödie wird, sondern ein Beweis.
Und doch läuft im Hintergrund ein anderes Drama. Im Moment des grössten sportlichen Erfolgs seit 26 Jahren gibt es Macht- und Ränkespiele um die Zukunft des Clubs. Bestrebungen, den Verwaltungsrat und damit den FC St.Gallen grundlegend umzubauen. Interessen, die nicht zwingend deckungsgleich sind mit dem Weg, der diesen Verein dorthin gebracht hat, wo er heute steht.
Das Bittere daran: Genau jetzt, wo dieser Club zeigt, was aus Geduld, Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und klarem Kurs entstehen kann, droht die Versuchung, aus dem Erfolg Kapital zu schlagen — finanziell, persönlich, machtpolitisch. Das wäre fatal.
Grossartig ist, dass die Fans das begriffen haben. Ihr Spruchband nach dem Spiel ist mehr als ein dekorativer Nachsatz zur Pokalübergabe. Es ist ein Signal. An das Aktionariat. Die Hauptäktionäre sind es, die den Verwaltungsrat wählen. Sie entscheiden, wer die finanziellen, die personellen, die sportlichen, die infrastrukturelle Verantwortung im Verein trägt. Der heutige Cupsieg zeigt, dass die Crew, die seit 2018 am Werk ist, das hervorragend gemacht hat. In der ganzen Schweiz und über die Grenzen hinaus, blicken viele Fans und Sachverständige mit grossem Respekt und teils auch einer Portion Neid nach St.Gallen. «Nenn mir einen besser geführten Verein», wird man da und dort rhetorisch gefragt.
Das heutige Signal der Fans ist klar und eindeutig. Niemand – egal wie viel Geld er dafür aufwirft – ist grösser als der FCSG. Dieser Cupsieg ist kein Argument für einen Kurswechsel. Er ist das stärkste Argument dafür, den eingeschlagenen Weg zu schützen.
Ein unabhängiger Verwaltungsrat.
Ein Club, der wirtschaftlich solid bleibt. Eine sportliche Führung, die langfristig denkt. Eine Mannschaft, die Identifikation schafft. Eine Region, die sich wiederfindet. Das alles ist nicht selbstverständlich. Und es darf nicht geopfert werden, nur weil ein Pokal plötzlich glänzt und Aufmerksamkeit anzieht wie Licht die Motten. St.Gallen hat heute einen Titel gewonnen. Aber vielleicht beginnt jetzt die noch grössere Prüfung. Der FC St. Gallen ist Cupsieger 2026. Der zweite Cupsieg der Vereinsgeschichte. Der erste Titel seit 2000.
Und natürlich geht es nicht ohne Drama.
Aber diesmal blieb das sportliche Drama nicht als Wunde zurück. Diesmal wurde es Teil des Triumphs. Bleibt zu hoffen, dass das Drama im Hintergrund nicht dazu führt, dass die Ostschweiz wieder 26 oder 57 Jahre bis zum nächsten Erfolg warten muss. Die Gefahr scheint real.
Bilder zum Spiel
Bild: Patrick Magalhaes
Text: Marc Baumeler

























































































































Hallo zämä
Als Schiedsrichter weise ich mich kurz als "Regelkundiger" aus.
Dazu möchte ich gerne aus den offiziellen (englischen, um die Sprachbarriere zu umgehen) Spielregeln die besagte Passage zitieren:
"It is an offense if the player:
(...)
• scores in the opponents’ goal:
(...)
• immediately after the ball has touched their hand/arm, even if accidental"
Da es nicht zu einem Tor gekommen ist zieht diese Regel also nicht!
Der Vollständigkeit halber erlaube ich es mir dennoch noch kurz die Regel zu erkkären:
Die Krux der Regel liegt bei "immediatly", also unmittelbar. Denn dies ist beim Vorfall in der ersten Halbzeit nicht der Fall!
Was meint das Regelwerk mit unmittelbar? Am einfachsten ist dies mit einem einfachen Beispiel zu erklären: Bei…