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Lugano lange dominiert und zum Schluss verloren

Der FCSG 1879 muss im Cornaredo die erste Saisonniederlage hinnehmen. Das ist ärgerlich, weil man über lange Strecken des Spiels die bessere Mannschaft ist.

Aufreger: Der Start der St.Galler misslingt. Die ersten drei Minuten gehören Lugano, was in einem Eigentor von Isaac Schmidt gipfelt. Der VAR meldet sich. Das Tor zählt nicht, weil in der Entstehung des Treffers eine Abseitsposition vorliegt. Danach spielen bis zur Pause aber nur noch die Espen. Eindrücklich, wie sie Lugano in deren Platzhälfte einschnüren und sich Chance um Chance erspielen. Schmidt hämmert den Ball an die Latte. Witzig scheitert knapp. Von insgesamt 13 Abschlüssen kommen sechs aufs Tor. Saipi hat zwar manchmal Mühe, muss aber nie hinter sich greifen. Nach der Pause ist das Spiel ausgeglichener. Lugano findet ebenfalls statt. Besonders in der 70. Minute als Amoura auf der rechten Seite den Turbo zündet, an zwei St.Gallern vorbeizieht und den Ball in die Mitte bringt. Dort steht Celar goldrichtig, spitzelt den Ball ins Tor und besiegelt damit die unglückliche Auswärtsniederlage.


Makel: St.Gallen schafft es nicht, sich für eine sehr starke erste und eine ordentliche zweite Halbzeit zu belohnen. Nach dem Gegentreffer gelingen kaum mehr zusammenhängende Spielzüge. Nach einer solchen Leistung darf man die Rückreise eigentlich nicht punktelos antreten.

Schiedsrichter: Sven Wolfensberger leitet die Partie souverän, fehlerlos und unauffällig.


skurril: Auf der Hautptribüne des Cornaredos findet sich seit dieser Saison direkt über dem Spielereingang eine Loge, die an VIP-Zonen der katarischen WM-Stadien erinnert. Zwei Reihen mit je acht prunkvollen Sesseln, die einen an First-Class-Sitze in Grossraumflugzeugen denken lassen. Das Stadion ist fast ausverkauft. Die beiden Sitzreihen bleiben neunzig Minuten unbesetzt.


abseits: Nebst den «Qatar-Gedenk-Stühlen» ist auch sonst vieles neu im altehrwürdigen Tessiner Stadion. Die Gegentribüne ist geschlossen und zu grossen Teilen schon abgerissen. Dahinter entsteht die neue Heimstätte des FC Lugano. Bis zu deren Eröffnung 2025 stehen hinter den Toren provisorische Stahlrohrtribünen, die auf der Tartanbahn erstellt wurden. Der Stimmung im Stadion tut dies gut. Besonders, wenn so viele Gästefans wie heute dabei sind. Rund 1'500 Grünweisse machen die Partie gegen Lugano fast zu einem Heimspiel.



FC Lugano - FC St.Gallen 1879 1:0 (0:0)

Cornaredo – 4'902 Fans - SR Sven Wolfensberger.


Tor: 70. Celar 1:0.


Lugano: Saipi; Arigoni, Hajrizi (57. El Wafi), Hajdari, Valenzuela; Grgić (46. Bottani), Sabbatini; Espinoza (46. Amoura), Bislimi (67. Macek), Steffen; Celar (87. Vladi).


St.Gallen: Zigi; Zanotti (90. Krasniqi), Vallci, Diaby, Schmidt (80. van der Venne); Quintillà, Fazliji (80. Karlen); Görtler, Witzig; Geubbels (67. Akolo), von Moos (67. Möller).


Verwarnungen: 16. Quintillà (Foul), 28. Valenzuela (Foul), 52. Zanotti (Foul), 71. Hajdari (Foul), 75. Diaby (Foul), 89. van der Venne (Foul), 91. Bottani (Foul), 91. Kalen (Foul).


Bemerkungen: Lugano mit Deana, Bottani, Vladi, Cimignani, El Wafi, Marques, Babić, Amoura, Macek (Ersatz) sowie ohne Berbić, Mai, Mahou, Nkama, Abel, Belhadj, Aliseda, De Queiroz, Pizzagalli, Maslarov und Osigwe. St.Gallen mit Watkowiak, Stergiou, Sutter, Akolo, Karlen, Möller, van der Venne, Stevanovic und Krasniqi (Ersatz) sowie ohne Nuhu, Lüchinger (verletzt), Janitzek, Schubert, Guidotti, Dumrath, Okoroji und Ndombasi (n.i.A.). - 3. Tor von Lugano wegen Abseits aberkannt. - 23. Schuss von Schmidt ans Lattenkreuz. - 48. Tor von von Moos wegen Abseits aberkannt.



Der Beste



Einzelkritik


Zigi: Steht selten im Zentrum des Geschehens. Beim Gegentor ist er machtlos. Alle anderen Aufgaben löst er gewohnt sicher.


Zanotti: Macht ein solides Spiel. Kann in der Offensive wenig Akzente setzen, wird aber auch zu selten eingesetzt. Das Spiel der St.Galler läuft vor allem über die linke Seite.


Vallci: Unauffällige, fehlerfreie Leistung. Läuft immer wieder Steilzuspiele der Tessiner ab und strahlt Sicherheit aus.


Diaby: Amoura ist in der 70. Minute leider schneller. Ansonsten auch er mit einem fehlerfreien Part in der Innenverteidigung.


Schmidt: Nach seinem vermeintlichen Eigentor in der dritten Minute blüht er auf und spielt vor allem in der ersten Halbzeit gross auf. Hat Pech als er in der 23. Minute nur Aluminium trifft. Wird vor dem Gegentreffer von Amoura aber ebenfalls überlaufen.


Görtler: Der meistgefoulte Spieler. Muss auffällig viel einstecken. Daneben zeigt er kämpferisch wie immer eine starke Leistung. Seinem eigenen Anspruch, in der Offensive immer Entscheidendes zu kreieren, wird er heute nicht gerecht.


Quintillà: Wird früh verwarnt, was ihn zwingt, in den Zweikämpfen zurückhaltender zu agieren. In der ersten Halbzeit ist er die Schaltzentrale einer dominanten Mannschaft. In der zweiten Hälfte hat der das Spiel nicht mehr gleichermassen in den Händen.


Fazliji: Der Beste.


Witzig: Der nächste starke Auftritt des Mittelfeldspielers. Was fehlt: das Tor! Zeigt in der zweiten Halbzeit zudem, dass er polyvalent einsetzbar ist. Spielt auf insgesamt drei Positionen, was das Erzielen von Toren natürlich nicht vereinfacht.


von Moos: Ist noch nicht in Topform. Erzielt zwar ein Tor, das aber wegen Abseits annuliert wird. Trifft dann und wann falsche Entscheidungen. Zum Beispiel in Halbzeit eins, als er in der Mitte den besser stehenden Witzig übersieht und selber abschliesst.


Geubbels: Heute der beste Stürmer. Arbeitet gut gegen den Ball, gewinnt Kopfballduelle und setzt damit Mitspieler in Szene. Ein Torerfolg bleibt auch ihm verwehrt.


Akolo, Möller: Kommen in der 67. Minute aufs Feld. Beleben das St.Galler Spiel nicht in der gleichen Art wie noch gegen Basel, was aber auch daran liegen kann, dass der Spielaufbau der St.Galler zunehmend ungeduldiger und unpräziser wird.


van der Venne, Karlen, Krasniqi: Werden gegen Ende der Partie ebenfalls aufs Feld geschickt.


Stimmen zum Spiel


Bilder zum Spiel


Bilder: Franz Schefer











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