Frühstarter und Last-Minute-Held
- gruenweiss.sg
- vor 23 Stunden
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Der FC St.Gallen schaltet den FC Basel in einem intensiven Cupfight mit 2:1 aus: Baldé sorgt für den Traumstart, Boukhalfa bringt in der 93. Minute den kybunpark zum kochen.

Aufreger: Anfang und Ende der Partie! In der ersten Minute bringt Baldé die Espen in Führung. In der 93. Minute macht Boukhalfa den Deckel drauf. Sieg. Halbfinalqualifikation. Dazu ein kybunpark, der St.Gallen über die gesamte Distanz nach vorne treibt. Wir haben was zu diskutieren in der Fünferkette. Morgen um 20:00 Uhr im Revierhotel Säntispark. Wir freuen uns auf Euch in der Foxhouse Bar. Kommt vorbei und diskutiert mit Wehrli & Baumeler, die Thomas Schifferle, Patricia Loher und Thomas Alder als Gäste begrüssen.
Makel: Einzig eine Viertelstunde lang in der zweiten Hälfte kommt Basel etwas besser ins Spiel. In dieser Phase trifft Koloto auch zum Ausgleich. Ansonsten gibts heute aus grünweisser Sicht wenig zu kritisieren. Der Sieg gegen den FC Basel ist verdient.
Schiedsrichter: Lukas Fähndrich ist stets Herr der Lage. Auch wenn er den Ostschweizern zwei Eckbälle raubt, zeigt er eine starke Leistung.
Skurril: Lange ist es her, seit der FCSG den FCB im Cup letztmals schlagen konnte. Ganze 81 Jahre!
Halbfinale: Einfach wird das nicht. Es kommt zur Neuauflage des Cup-Halbfinals aus dem Jahr 2022. Die Espen spielen auswärts gegen Yverdon Sport FC. In der Meisterschaft sind die Erinnerungen an das Stade Municipale grauenhaft. Das Cupspiel vor vier Jahren konnten die Espen aber erfolreich gestalten.

SG – FCB 2:1 (1:0)
kybunpark: 16'955 Fans
Tore: Balde 1:0, 65. Koloto 1:1, 93. Boukhalfa 2:1.
SG: Watkowiak; Gaal, Stanic, Okoroji; Vandermersch, Görtler, Daschner, Boukhalfa, Witzig; Vogt (64. Besio), Balde (95. Efekele).
B: Salvi; Rüegg, Daniliuc, Vouilloz, Schmid; Leroy (86. Koindredi), Bacanin (57. Kacuri); Duranville (77. Agbonifo), Shaqiri, Traore; Ajeti (46. Koloto).
REF: Lukas Fähndrich
VAR: Luca Cibelli

Einzelkritik
Watkowiak: Ganz zum Schluss, als Basel verzweifelt nochmals alles nach vorne wirft und zum letzten Eckball kommt, zirkelt Shaqiri den Ball in den Strafraum. Hektik? Chaos? Mitnichten! Wati steht wie ein Fels in der Brandung und pflückt den Ball traumwandlerisch sicher runter. Diese Szene steht sinnbildlich für seine gesamte Leistung.
Gaal: Heizt nach rund zwanzig Minuten die Gegentribüne an und feiert gewonnene Zweikämpfe. Zeigt ab der ersten Minute, dass er bereit ist für diese Partie. Sehr solide Leistung des Innenverteidigers.
Stanic: Er wirft alles rein, was er zur Verfügung hat. Das ist stark. Beim Gegentor hebt er das Abseits auf und aufgrund seiner Verwarnung wird er im Halbfinal gesperrt fehlen.
Okoroji: Heizt nach fünf Minuten den Espenblock an – ähnlich wie Tom Gaal. Auch er macht ein richtig gutes Spiel. Zum zweiten Mal in Folge in der Innenverteidigung.
Daschner: Umsichtig, präsent, griffig und immer wieder mit Ideen im Spiel nach vorne.
Vandermersch: Bereitet das erste Tor vor und fällt auch danach nicht ab.

Görtler: Der Captain führt die starke St.Galler Elf an. Er ist zweikampfstark und vor allem sehr ballsicher. Er bestimmt das Tempo und ist damit prägend für die Leistung des Teams.
Boukhalfa: Hatte einen schwierigen Start ins neue Jahr. Gegen Servette wirkungslos, gegen Luzern scheitert er vom Elfmeterpunkt und auch heute trifft er lange nicht. Aber dann kommt die 93. Minute und Carlo drischt den Ball mit voller Wucht ins weite Eck. Er schiesst die Espen damit ins Halbfinale und macht sich zum Matchwinner.
Witzig: Ist auf der linken Schine emsig und spult seine Kilometer ab. Offensiv kann er sich dort aber nicht wirklich in Szene setzen.
Vogt: Kann nicht ganz an die Glanzleistung vom Sonntag anknüpfen. Er hat aber trotzdem auch heute ein, zwei gute Szenen. In Erinnerung bleibt vor allem sein Volleyschuss ins Aussennetz aus Halbzeit eins. In der 64. Minute macht er Platz für Besio.
Baldé: Herausragend! Trifft eiskalt zur frühen Führung und ist auch danach stets quirlig und ein Aktivposten. Chapeau!
Besio: Kommt zu einem rund halbstündigen Teileinsatz und gefällt, weil er keinen Respekt zeigt und unbeschwert und frisch aufspielt.
Malamine: Wird von Enno Maassen in der Nachspielzeit auch noch aufs Feld geschickt.
Stimmen zum Spiel
Bilder zum Spiel
Bild: Patrik Magalhaes
Ton: James Wehrli
Text: Marc Baumeler






























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