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Eine starke Antwort gegeben

Der FC St.Gallen reagiert eindrücklich auf die Auswärtsniederlage in Zürich und schlägt Servette Genf mit 3:0. Görtler, Guillemenot und Geubbels treffen für die Espen vor 14'806 Fans.

Aufreger: Obwohl Servette gut in die Partie startet, gelingt den St.Gallern die erste wirklich gefährliche Aktion. Nach einem Eckball, den die Genfer beinahe klären können, setzt sich Albert Vallci an der Strafraumgrenze hervorragend durch, passt im Fallen nach rechts aussen zu Dajaku, der den Ball so scharf zur Mitte flankt, dass Torhüter Frick die Kugel nicht festhalten kann. Görtler staubt ab. Der FCSG führt mit 1:0. Nach rund einer halben Stunde erhält Stergiou den Ball im Anschluss an einen Genfer Corner aus kürzester Distanz an die Hand geköpft. Der VAR meldet sich. Schiedsrichter Wolfensberger schaut sich das Ganze am Bildschirm an und entscheidet auf Penalty. Strenger Entscheid! Kutesa läuft an. Zigi hält! Es ist eine spiel(mit)entscheidende Szene. Fünf Zeigerumdrehungen später gibts Penalty auf der anderen Seite, weil Torhüter Frick Jeremy Guillemenot im Strafraum foult. Klare Sache. Guillemenot schiesst und trifft zum 2:0 Pausenstand. Die zweite Halbzeit ist nicht mehr ganz so aufregend. St.Gallen macht das Spiel und ist mehrheitlich in Ballbesitz, ohne sich die ganz grossen Torchancen zu kreieren. Servette kontert. Besonders nach dem Platzverweis von Cespedes in der 64. Minute. Wenn die Genfer gefährlich vor dem Espentor auftauchen – was dann doch ein, zwei Mal zu oft vorkommt – steht dort Zigi, der an diesem Abend einfach alles abwehrt. Den Sack vollständig zumachen kann kurz vor Schluss der eingewechselte Geubbels, der bei seiner Heimpremiere sein erstes Tor erzielt. Sein Schuss aus rund 13 Metern wird von Clichy noch entscheidend abgelenkt. St.Gallen reagiert stark auf das schlechte Spiel vom letzten Sonntag. Chapeau!


Makel: Wollte man Kritik auf hohem Niveau anbrigen: St.Gallen bekommt die Rote Karte gegen den Gegner auch in diesem Spiel nicht sonderlich gut. Servette wird nach dem Platzverweis gefährlicher als zuvor.


Schiedsrichter: Sven Wolfensberger entscheidet meist richtig und leitet die spektakuläre und unterhaltsame Partie souverän.

skurril: Laut dem blue-Ticker vergibt Jordi Quintilla in der 28. Minute aus vier Metern Distanz die 2:0 Führung. Ja klar, wir alle wünschen uns wieder mal ein Tor des Spaniers. Aber als gesperrter Spieler von Tribüne aus zu treffen, ist dann doch zu viel verlangt.


abseits: Die Servette Fans bleiben heute vor dem Stadion. Grund: Nach heftigen Ausschreitungen beim letzten Gastspiel der Genfer im Oktober wurde ein St.Galler Polizist verletzt. Die Polizei reagiert mit einer umfassenden ID-Kontrolle vor dem Spiel. Die Genfer Fans verweigern den Eintritt ins Stadion. Aus Solidarität startet der Espenblock deshalb seinen Support erst nach 15 Minuten.



FCSG 1879 – Servette FC 3:0 (2:0)

kybunpark – 14'806 Zuschauer – SR Sven Wolfensberger (VAR Sascha Kever).


Tore: 8. Görtler (Dajaku) 1:0, 39. Guillemenot (Pen.) 2:0, 89. Geubbels (Akolo) 3:0.


St.Gallen: Zigi; Stillhart, Stergiou, Maglica, Kempter (80. Kräuchi); Görtler (Cap.), Vallci, Witzig (70. Guidotti); Alves (80. Karlen); Dajaku (57. Akolo), Guillemenot (70. Geubbels).

Servette: Frick (Cap.); Diallo (46. Magnin), Vouilloz, Severin, Clichy; Cognat (84. Valls), Cespedes, Pflücke (69. Antunes); Stevanovic, Bedia (69. Crivelli), Kutesa (46. Rodelin).


Verwarnungen: 26. Cespedes (Foul), 45. Kutesa (Foul), 45. Guillemenot (Trikotzerren), 60. Magnin (Handspiel), 76. Geubbels (Schwalbe).


Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Akolo, Münst, Karlen, Kräuchi, Sutter, Guidotti, Geubbels, Ndombasi (Ersatzbank) und ohne Quintillà (gesperrt), Nuhu, Schubert, von Moos, Latte Lath, Schneider, Schmidt (alle verletzt/krank), Dumrath, Besio, Jacovic, Cavegn (alle nicht im Aufgebot). Servette ohne Fofana (verletzt/krank), Deana, Souare, Behrami, Sawadogo, Camara, Bauer, Diba, Ndema (alle nicht im Aufgebot). – 33. Zigi hält Handelfmeter von Kutesa. – 33. Rote Karte gegen FCSG-Teammanager Pandji. – 45. Tor von Cognat wegen Abseits aberkannt. – 59. Zigi lenkt Kopfball von Vouilloz an die Latte. – 64. Gelb-rot für Cespedes (Foul).



Der Beste



Einzelkritik


Zigi: Schon wieder der Beste!


Stillhart: Macht ein gutes Spiel. Er hat sich festgebissen hinten rechts und zeigt auch heute weshalb ihn Zeidler in jedem Match dort aufstellt.


Stergiou: Sprintet, grätscht, gewinnt Zweikämpfe und ist Chef der Defensive. Er ist in einer beneidenswerten Form. Chapeau!


Maglica: Steht Stergiou in nichts nach und spielt eine starke, fast fehlerfreie Partie. Tritt zwei Freistösse aus aussichtsreicher Position. Einer fliegt weit übers Tor, der andere wird für Torhüter Frick zur komplizierten Aufgabe.


Kempter: Spielt in der ersten Halbzeit gut. Nach der Pause tut er sich zunehmend schwer auf der linken Abwehrseite. Hat in einigen Duellen kein Ballglück und verliert so den einen und anderen Zweikampf. In der 80. Minute kommt Kräuchi für ihn aufs Feld.


Vallci: Er hat die Aufgabe den gesperrten Quintillà zu ersetzen und macht dies herausragend. Bissig, aggressiv und mit gutem Auge für seine Mitspieler. Chapeau!


Görtler: Dass er in den vergangenen zwei Wochen wegen einer Fussgelenksverletzung kaum trainieren konnte, merkt man heute zu keiner Sekunde. Er geht voran, wird oft gefoult (Cespedes fliegt deshalb vom Platz), erzielt das 1:0 und glänzt mit einer bärenstarken Leistung.


Witzig: Besticht mit viel Ballsicherheit und grossartigem Pressingspiel. Gefühlt jede zweite Balleroberung geht auf seine Kappe. Fasst sich in der zweiten Halbzeit nach einem Sprint an den Oberschenkel (hoffentlich nichts Ernsthaftes).

Alves: Spielt zum dritten Mal nacheinander auf der Position hinter den Spitzen. So gut wie heute ist ihm das bis dato noch nie gelungen.

Dajaku: Nach den 57 Minuten von heute Abend, verstehen alle, weshalb man ihn für ein halbes Jahr vom AFC Sunderland ausleiht. Ihn zeichnen seine gute Technik, seine Schnelligkeit, hohe Laufbereitschaft und starke Abschlüsse aus. Das alles zeigt er bei seinem ersten Auftritt im kybunpark. Chapeau!


Guillemenot: Gegen Servette trifft er eigentlich immer. So auch heute. Holt den Penalty raus, den er anschliessend souverän verwandelt. Daneben ist er ein steter Unruheherd und versteht sich mit zunehmender Spieldauer stetig besser mit Sturmkollege Dajaku. Stark.


Akolo: Ersetzt rund eine halbe Stunde vor Schluss Dajaku. Fügt sich ordentlich ins Spiel der Espen ein und lässt sich beim 3:0 einen Assistpunkt gutschreiben.


Geubbels: Kommt nach 70 Minuten für Guillemenot aufs Feld. Wirkt zunächst in einigen Situationen etwas eigensinnig. Man merkt, er will unbedingt ein Tor erzielen. Das gelingt kurz vor Schluss auch. Insofern erfüllt er die Erwartungen an einen Stürmer.


Guidotti: Wird ebenfalls in der 70. Minute eingewechselt und spielt recht auffällig. Ist zweikampfstark und gräbt einige Bälle aus. Sein Auftritt gefällt.


Kräuchi, Karlen: Spielen die letzten zehn Minuten für Kempter und Alves.



Stimmen zum Spiel:







Bilder zum Spiel

Bilder: Manuel Nagel






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