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Ein wichtiger Heimsieg zum Start

Aktualisiert: 23. Juli

Dem FC St.Gallen gelingt der Auftakt in die neue Saison auf begeisternde Art und Weise. Die Espen schlagen den FC Basel vor ausverkauftem Haus hochverdient mit 2:1.

Aufreger: Die Startphase der neuen Saison ist ausgeglichen. Zum ersten Mal gefährlich wird es als Witzig Basels Goalie Hitz mit einem satten Schuss aus 17 Metern prüft. Auf der Gegenseite schliesst Ndoye von der Strafraumgrenze ab. Sein Schuss wird an den Pfosten gelenkt. Mit zunehmender Spieldauer wird St.Galler stärker und gewinnt die Oberhand. Geubbels Abstauber zum 1:0 ist folgerichtig. Kurz vor der Pause kann Fabian Frei einen Freistoss von der Seite in den Strafraum treten. Von Moos springt aus der Zweimann-Mauer und fälscht unglücklich ab. Basel gleicht damit kurz vor der Pause aus. Die zweite Halbzeit der Espen ist dann richtig stark. St.Gallen macht Druck, lässt Basel kaum atmen und erspielt sich Chance um Chance. Bei der aussichtsreichsten spielen sich Zanotti und der eingewechselte Möller hervorragend durch die Basler Abwehr. Der Italiener drischt den Ball aber nur an die Latte. Kurz vor Schluss bringt Captain Lukas Görtler den kybunpark zum explodieren, als er in der 87. Minute den hochverdienten und spielentscheidenden Treffer zum 2:1 erzielt.

Makel: Nach dem Platzverweis gegen Basels Barry in der 69. Minute lassen es die St.Galler zu, dass das Spiel während mehrerer Minuten ziemlich zerfahren ist. Mit teils ungeschickten Fouls hemmen sie den eigenen Spielfluss und nehmen sich damit die Möglichkeit das Spiel früher zu entscheiden.


Schiedsrichter: Feday San pfeift in genau dieser Phase alles ab, was ihm die Basler als Foulmöglichkeit bieten. Das ist zuweilen etwas kleinlich und nicht nachvollziehbar. Die Partie hat er trotzdem zu jeder Zeit im Griff.


Mutmacher: Partien wie die heutige, gab es in der letzten Saison ebenfalls einige: Eine Führung wird unglücklich ausgeglichen, die gegnerische Mannschaft wird durch eine Rote Karte dezimiert, St.Gallen kann die Überzahl nicht wirklich ausnützen und spielt zu ungeduldig. Gewonnen hat man in der vergangenen Spielzeit solche Spiele nie. Heute läuft es anders. Die Espen erzwingen den Sieg überzeugend und begeisternd.

abseits: Was sich gleich bleibt, ist der Fanaufmarsch. Auch heute ist der kybunpark mit 19'200 Fans wieder restlos ausverkauft. Mitten in den Sommerferien!


Schweigeminute: Vor der Partie gedenkt der kybunpark dem Ende Mai verstorbenen Carlo Hidber. Er war zwischen 1989 und 1993 Präsident des FC St.Gallen 1879.



FCSG 1879 – FC Basel 1893

kybunpark – 19'200 Fans - SR Fedayi San.


Tore: 38. Geubbels (Quintillà) 1:0, 45. Frei 1:1, 87. Görtler (Quintillà) 2:1


St.Gallen: Zigi; Zanotti, Vallci, Diaby, Schmidt (71. Sutter); Görtler (Cap.), Fazliji (74. Karlen), Quintillà, Witzig; von Moos (62. Akolo), Geubbels (62. Möller).

Basel: Hitz; Calafiori, van Breemen, Comas (79. Djiga), Lopez (46. Lang); Burger, Frei (Cap.); Ndoye, Augustin (74. Schmid), Dubasin (52. Millar); Barry.


Verwarnungen: 14. Quintillà (Foul), 33. Barry (Foul), 71. Möller (Foul), 72. Akolo (Foul), 77. Sutter (Foul), 92. Vallci (Foul).


Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Janitzek, Sutter, Akolo, Karlen, Möller, van der Venne, Krasniqi, Stevanovic (Ersatzbank) und ohne Stergiou, Lüchinger (beide krank/verletzt), Dumrath, Nuhu, Schubert, Guidotti, Ndombasi (alle nicht im Aufgebot). Basel ohne Xhaka (gesperrt), Adjetey (krank/verletzt), de Mol, Essiam, Vogel, Kayombo, Junior Zé (alle nicht im Aufgebot). 6. Quintillà lenkt Schuss von Ndoye an den Pfosten. - 24. Hitz lenkt Schuss von Witzig an den Pfosten. - 64. Lattenschuss von Zanotti. - 69. Gelb-Rote Karte für Diaby (Foul). -



Der Beste


Einzelkritik


Zigi: Hat jederzeit alles im Griff und spielt eine souveräne Partie. Beim Tor reagiert er nicht, was auf der Medientribüne für Diskussionen sorgt. Wir sehen keinen Goalie-Fehler. Der abgefälschte Ball ist unhaltbar.


Zanotti: Zeigt ein starkes erstes Ligaspiel im Dress der Espen. Defensiv meist solid. Offensiv mit vielen guten Momenten. Beinahe gelingt ihm sogar das erste Goal. Leider landet sein Abschluss in der 64. Minute nur an der Latte.


Vallci: Bissig in den Zweikämpfen. Spielt mit Übersicht und ist zusammen mit Kollege Diaby in der Innenverteidigung stets Herr der Lage.


Diaby: Auch er überzeugt mit einem guten ersten Auftritt in der Super-League. Er gewinnt viele Zweikämpfe sowohl am Boden als auch in der Luft und spielt den einen oder anderen klugen langen Pass.


Schmidt: Zusammen mit Christian Witzig sorgt er für viele gefährliche Vorstösse auf der linken Seite. Quirlig, hellwach und mit viel Spielfreude. Weiter so!


Görtler: Der Beste.


Quintillà: Die Rückkehr von Betim Fazliji scheint dem Spanier gut zu tun. Organisiert weiterhin magistral das Spiel der Espen. Leitet mit einem perfiden Schuss das 1:0 ein und zeigt über 90 Minuten eine Topleistung.


Fazliji: Herzlich Willkommen zurück, lässt sich da nur sagen. Er spielt wie zuletzt gegen Villareal einen überzeugenden Part im zentralen Mittelfeld. Läuft viel, erobert Bälle, gewinnt Zweikämpfe, spielt kluge Pässe und zeigt sich äusserst ballsicher. Verlässt in der 74. Minute den Platz mit Krämpfen.


Witzig: Ist für den ersten gefährlichen Abschluss zuständig, bei dem Hitz den Ball an den Pfosten lenken kann und macht ein weiteres starkes Spiel. Er ist in topform und komplettiert ein in allen Belangen starkes St.Galler Mittelfeld.


von Moos: Spielt eine wichtige Rolle im St.Galler Pressing und ist dementsprechend viel unterwegs. Er gibt wie immer alles – manchmal sogar zuviel. Wäre er kurz vor der Pause in der Mauer stehen geblieben, statt aufzuspringen, hätte Basel wohl nicht ausgeglichen.


Geubbels: Trifft zum 1:0 weil er genau richtig steht, um den Abpraller von Hitz verwerten zu können. So machen das Goalgetter! Spielt immer wieder seine immense Geschwindigkeit aus und erreicht Bälle, an die sonst kaum jemand mehr glaubt. Beim Pfostenschuss von Ndoye verteidigt er zu nachlässig.


Akolo: Kommt in der 62. Minute für Julian von Moos aufs Feld und wirkt heiter und spielfreudig. Gut, wie er sich in die Mannschaft einfügt.


Möller: Auch er spielt ab der 62. Minute. Er ersetzt Geubbels und bereitet den Lattenknaller von Zanotti, willensstark und sehenswert vor. Erst Tempo und Durchsetzung, dann Weltklasse-Pass.


Sutter: Wird in der 71. Minute für Schmidt aufs Feld geschickt und zeigt grossen Einsatz. Ist bissig und lauffreudig. Zuweilen geht er zu ungestüm in Zweikämpfe, was zu unnötigen Basler Freistössen führt.


Karlen: Ersetzt in der 74. Minute Betim Fazliji. Auch für ihn gilt Peter Zeidlers Lob an der Medienkonferenz nach dem Spiel: «Ich war mit den Einwechselspielern heute sehr zufrieden.»



Stimmen zum Spiel


Der Neue

Direkt im Anschluss an das Heimspiel gegen Basel gibt der FC St.Gallen den schon länger erwarteten Zuzug eines Linksverteidigers bekannt. Chima Okoroji wechselt vom SV Sandhausen zu den Espen. Der 26-jährige Abwehrspieler unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2025. Okoroji wurde in den Nachwuchsabteilungen des FC Bayern sowie des FC Augsburg ausgebildet, bevor er im Sommer 2018 den Sprung ins Bundesligateam des SC Freiburg schaffte. Im Oktober 2018 debütierte Okoroji im Spiel gegen Herta BSC in der Bundesliga. Die Freiburger liehen den

Abwehrspieler danach während zwei Saisons an Jahn Regensburg und den SC Paderborn aus. Nach 49 Spielen für diese beiden Clubs in der zweiten Bundesliga schloss sich Chima Okoroji zur Saison 21/22 dem SV Sandhausen an, für die er weitere 52 Spiele in der zweiten Bundesliga absolvierte. Nun wechselt der Deutsche ablösefrei zum FC St.Gallen 1879 und wird bei den Espen mit der Nummer 36 auflaufen.

«Chima kann mit seiner Erfahrung aus über 100 Spielen in der zweiten Bundesliga unsere linke Abwehrseite optimal ergänzen. Wir freuen uns, Chima in unsere Mannschaft begrüssen zu dürfen», so Sportchef Alain Sutter. Ebenfalls voll des Lobes ist Tim Ecksteen vom millernton.de, dem Fanblog des FC St.Pauli. Tim ist ein profunder Kenner des Deutschen Fussballs und beschreibt Okoroji dem Espenblog als Spieler mit hohem Tempo, überzeugenden Defensivkünsten und richtig starken Standards.



Bilder zum Spiel

Bilder: Franz Schefer











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