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Ein grosser Heimsieg

Aktualisiert: 1. Okt. 2023

Der FC St.Gallen gewinnt einen begeisternden Match gegen den Meister YB verdient mit 2:1. Schubert und Stevanovic treffen für die St.Galler. Auch gegen die Berner drehen die Espen eine Partie, in der sie in Rückstand geraten. Grossartig!

Aufreger: Es ist eine magische Nacht. Klar, eine Nummer kleiner als jene des FC Basel und der Berner Young Boys, die schon solche in der Champions League erlebt haben. Aber St.Gallen schlägt YB verdient mit 2:1 und beschert dem beinahe ausverkauften Stadion wunderbare Momente. Die Berner Zeitung schreibt vom grünen Wunder, das YB an diesem Abend im kybunpark erlebt. Korrekterweise würde es grünweisses Wunder heissen. Aber lassen wir das mal so stehen. St.Gallen beginnt stark, dominiert den Meister schon in der ersten Halbzeit und erspielt sich im Gegensatz zu den Bernern Chancen auf den Führungstreffer. Auch nach der Pause sind die Ostschweizer lange Zeit besser im Spiel. Dann folgen Wechsel, die im Verlaufe der Partie noch wichtig werden. Raphael Wicky bringt mit Itten (Nationalspieler), Ganvoula (Bundesligaerfahrung) und Garcia (einer der besten Aussenverteidiger der Liga) nochmals viel Qualität auf den Platz. Zeidler schickt mit Schubert und Stevanovic die späteren Torschützen aufs Feld. Zunächst gibts aber den Nackenschlag. Witzig hat die bis dahin grösste Chance, als er in bester Position direkt in die Hände von YB-Goalie von Ballmoos abschliesst. Im direkten Gegenzug drischt Elia den Ball aus rund zwanzig Metern unhaltbar ins Netz. Was für ein Sonntagsschuss! St.Gallen ist besser. YB erzielt das Tor. Nein – und das ist das Grossartigste am heutigen Abend – der Stecker wird dadurch nicht gezogen. Kurzfristig beim Publikum. Nicht aber bei der Mannschaft. Schubert trifft, wunderschön von Julian von Moos bedient, zum Ausgleich. Drei Minuten später tankt sich «il trattore» Zanotti auf der rechten Seite mit unbändigem Willen durch, trifft den Pfosten und Stevanovic staubt ab. Der 2:1 Heimsieg ist besiegelt. Später treffen wir im Treppenhaus des Stadions einen strahlenden Matthias Hüppi: «Das ist ein grosser Sieg!» Recht hat er!

Makel: Heute nicht.


Schiedsrichter: Lukas Fähndrich leitet die Partie hervorragend. Er lässt viel laufen, zieht, auch was die gelben Karten betrifft, eine glasklare Linie durch und ist stets Herr der Lage. Chapeau!


Geschichte zum Spiel: Vor genau 388 Tagen, am 04. September 2022 gewann St.Gallen gegen YB ebenfalls mit 2:1. Damals wurde die Freude durch die schwere Verletzung von Fabian Schubert mehr als nur getrübt. Mit dem heutigen Tor, seinem dritten in der laufenden Meisterschaft ist er endgültig zurück und beweist echte Gaolgetter-Qualitäten. Fabian: Chapeau!


Reaktion: Diese Leistung ist stark. Sie macht das enttäuschende Cup-Aus zwar nicht wett, weil dieser Bewerb für St.Gallen viel zu früh und endgültig vorbei ist. Aber sie macht die Niederlage in Delémont vergessen. Hätte sie Peter Zeidler nach dem Spiel nicht erwähnt, wir hätten heute Abend keine Sekunde mehr daran gedacht.



FCSG 1879 – BSC YB 2:1 (0:0)

kybunpark – 17'746 Fans – SR Lukas Fähndrich.


Tore: 69. Elia (Garcia) 0:1, 72. Schubert (von Moos) 1:1, 75. Stevanovic (Zanotti) 2:1.


St.Gallen: Zigi; Zanotti, Vallci, Diaby, Schmidt (84. Okoroji); Toma (61. Stevanovic), Quintillà (Cap.), Fazliji (84. Karlen); von Moos (80. Mambimbi), Geubbels (61. Schubert), Witzig.

Young Boys: von Ballmoos (Cap.); Janko, Amenda, Camara, Persson (61. Garcia); Lauper; Males (85. Rrhudani), Colley (61. Ganvoula); Ugrinic (81. Lakomy); Nsame (61. Itten), Elia.


Verwarnungen: 54. Zanotti (Reklamieren), 57. Toma (Foul), 80. Camara (Foul), 95. Stevanovic (Spielverzögerung).


Bemerkungen: St.Gallen mit Dumrath, Stanic, Sutter, Schubert, Akolo, Karlen, Mambimbi, Okoroji, Stevanovic (Ersatzbank) und ohne Watkowiak, Janitzek, Görtler, Guidotti (alle verletzt/krank), Nuhu, Möller, van der Venne, Lüchinger, Krasniqi (alle nicht im Aufgebot). Young Boys ohne Imeri, Benito, Blum, Monteiro (alle verletzt/krank), Marzino, Deme, Zbinden (alle nicht im Aufgebot). – 75. Pfostenschuss von Zanotti.






Einzelkritik


Zigi: Hat während neunzig Minuten kaum was zu tun. In der Nachspielzeit wird er gebraucht und da ist er zur Stelle.


Zanotti: Das zweite Tor gehört zur Hälfte ihm. Stark, wie er sich auf der Seite und an der Grundlinie durchsetzt und so den Siegtreffer vorbereitet. Auch sonst überzeugt der Italiener mit hervorragender Defensivarbeit, überragender Körpersprache und grosser Willensstärke.


Vallci: Die Abwehr ist heute ein Bollwerk. Weder Nsame noch Itten finden statt. Daran ist er entscheidend beteiligt. Stark!


Diaby: Der Beste!

Schmidt: Fällt wie so oft durch starke Vorstösse über die linke Seite auf. Dribblings, Tempo, Ballbehandlung. Alles richtig gut. Was heute noch fast mehr begeistert: Er ist auch defensiv eine Bank und vereitelt mehr als einmal Chancen im letzten Moment. Kompliment.


Fazliji: Glänzt mit Übersicht und Technik. Holt sich mit Drehungen und anderen Kabinettstückchen mehr als einen Szenenapplaus ab. Er gibt alles und muss von Krämpfen geplagt in der 84. Minute raus.


Quintillà: Dirigiert, tritt einen guten Freistoss, hat die Sache stets im Griff und geht als Captain voran. Ein Auftritt der gefällt.

Toma: Zeigt ein starkes erstes Spiel nach seiner Rückkehr zum FC St.Gallen. Ist bei zahlreichen guten Offensivaktionen mit von der Partie. Was fehlt, ist das Tor. Er hat mehr als einmal die Möglichkeit dazu.


Von Moos: Bereitet Fabian Schuberts Ausgleich mit einem feinen Aussenristpass vor und ist ein grosser Aktivposten im St.Galler Spiel. Die nächste richtig starke Leistung des Thurgauers. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf weitere Auftritte in grünweiss.


Geubbels: Ist aktiv, viel am Ball, gewinnt Kopfballduelle und spielt kurz vor der Pause seine Geschwindigkeit aus, als er an mehreren Bernern vorbeiziehen kann und eine herausragende Flanke ins Zentrum schlägt. Dort verpasst leider Toma den Führungstreffer. Diesen Assist hätten wir ihm natürlich gegönnt. In der Startphase hat er selbst die Chance auf ein Tor. Kann sie allerdings nicht nutzen.


Witzig: Schon wieder so ein Spiel, in dem er für so viele schön vorgetragene Angriffe mitverantwortlich ist. Starke Leistung auf der linken Seite. Für ihn gilt wie für Toma: Eine der Chancen, hätte er nützen sollen.

Schubert: Seine Formkurve zeigt steil nach oben. Er erzielt das wichtige 1:1 und bringt nach seiner Einwechslung wie schon in vergangenen Spielen viel Energie und Zuversicht auf den Platz.


Stevanovic: Kommt zusammen mit Fabian Schubert in die Partie, erzielt sein erstes Tor im Espendress und bringt den kybunpark damit zum Explodieren. Herzliche Gratulation!


Mambimbi, Karlen, Okoroji: Auch sie werden in der Schlussphase Akteure der magischen Nacht und helfen mit, den verdienten Heimsieg über die Zeit zu bringen.



Stimmen zum Spiel





Bilder zum Spiel

Fotos: Franz Schefer







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