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Ein befreiender Heimsieg

Der FCSG 1879 kann also doch noch siegen. Mit 5:1 schicken die Espen Yverdon Sport nachhause. Spielt YB morgen mit, ist die Qualifikation für die Championship Group geschafft.



Aufreger: Mattia Zanotti, il Trattore und Victor Ruiz! Grossartig wie die beiden heute Abend aufspielen und den FCSG mit ihren Treffern zum 1:1 und zum 2:1 entscheidend auf die Siegesstrasse bringen. Zanotti ist in der ersten Halbzeit der Spieler, der sich vom Druck überhaupt nicht beeindrucken lässt und die frühe Führung der Waadtländer ausgleicht. Ruiz bringt St.Gallen in der zweiten Halbzeit mit einem Bilderbuch-Tor in Führung. Akolo macht in der 56. Minute sein zwölftes Saisongoal. Danach kontrollieren die St.Galler das Spiel, lassen nichts mehr zu und stehen sicher. Zum Schluss treffen auch noch Toma und via Elfmeter Witzig. 5:1 ist auf der Anzeigetafel zu lesen und der kybunpark liegt sich in den Armen. Ein rundum grandioser Abend.



Makel: Der Druck ist gross. Der frühe Rückstand macht ihn nicht kleiner und das merkt man dem einen oder andern Spieler in grünweiss an. Trotzdem spricht das Resultat zum Schluss für sich. Chapeau FC St.Gallen! Wermutstropfen: Innerhalb von vier Minuten werden Witzig, Vallci und Schmidt verwarnt. Alle drei werden gegen den FCZ nächsten Sonntag gesperrt fehlen.



Schiedsrichter: Nein. Luca Piccolo und der Espenblog werden auch heute Abend keine Freunde. Der Tessiner zeigt zwar eine bessere Leistung als zuletzt in Lausanne. Gut ist sie trotzdem nicht. Eine zu zögerliche Körpersprache und wiederum zu viele fragwürdige Entscheidungen. Diesen Eindruck bestätigt ein Schiedsrichter-Kollege beim Bier nach dem Spiel (er trinkt selbstverständlich Wasser, weil er morgen ein Spiel zu pfeifen hat) auf der Plattform hinter dem Espenblock.


Qualifikation: Winterthur spielt morgen auf der Pontaise gegen Lausanne Ouchy und der FC Luzern trifft im ausverkauften Wankdorf auf die Young Boys. Noch ist vieles möglich. Sollte Winterthur nicht gewinnen, dafür Luzern den Meister besiegen, kann es für alle Strichkämpfer, selbst für Zürich nochmals eng werden. Gelingt YB ein Heimsieg, spielt St.Gallen definitiv in der Championship Group und damit um einen Europa-Quali-Platz. Morgen zwischen halb fünf und viertel nach sechs sind wir alle ein bisschen Berner.



FCSG 1879 – Yverdon Sport FC 5:1 (1:1)

kybunpark – 17'747 Zuschauer – SR Luca Piccolo (VAR Sandro Schärer).


Tore: 4. Liziero (Rodrigues) 0:1, 17. Zanotti (Akolo) 1:1, 49. Ruiz (Zanotti) 2:1, 56. Akolo 3:1, 84. Toma (Milosevic) 4:1, 90. Witzig (Pen.) 5:1.


St.Gallen: Zigi; Zanotti, Stanic, Vallci (88. Diaby), Schmidt (88. Okoroji); Görtler (Cap.), Quintillà, Witzig; Ruiz (79. Toma); Geubbels (69. Milosevic), Akolo (69. von Moos).


Yverdon: Bernardoni; Alves, Gunnarson, Del Fabro, Tijani (74. Lusuena), Kamenovic; Rodrigues, Céspedes (Cap., 74. Le Pogam), Liziero; Lungoyi (62. Olesen), Mahious.


Verwarnungen: 19. Witzig (Foul), 21. Schmidt (Foul), 23. Vallci (Foul), 73. Alves (Foul).


Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Schubert, von Moos, Karlen, Diaby, Toma, Okoroji, Stevanovic, Milosevic (Ersatzbank) und ohne Nuhu, Mambimbi, Duus Möller, Fazliji, van der Venne (alle verletzt), Dumrath, Janitzek, Sutter, Krasniqi, Konietzke (alle nicht im Aufgebot). Yverdon ohne Aké, Corness, Kury, Jaquenoud, Silva, Tasar, Thaci, Sauthier, Grodem, Maurin (alle verletzt), Farques, Cotter, Klepac, Mazzeo (alle nicht im Aufgebot). – 18. VAR bestätigt Tor von Zanotti. – 30. VAR annuliert Tor von Geubbels wegen Abseits.




Einzelkritik


Zigi: Strahlt Ruhe und Sicherheit aus. Wie hat er es gestern an der Medienkonferenz erklärt? «Es ist alles easy. Wir werden alles raushauen.»


Zanotti: Der Beste!


Stanic: Spielt einen bestechenden Part in der Innenverteidigung. Ist stabil in den Zweikämpfen, klar im Passspiel und holt kurz vor Schluss sogar noch den Penalty raus. Grossartig.


Vallci: Zu Beginn der Partie mit einigen Wacklern. Ihm ist die Nervosität anzumerken. Steigert sich dann im Verlauf des Abends und gewinnt in der zweiten Halbzeit etliche wichtige Kopfballduelle.


Schmidt: Während der englischen Woche war er der konstanteste St.Galler. Heute ist das nicht der Fall. Möglicherweise auch, weil er früh einen Schlag auf den Fuss erhält.


Quintillà: Nicht so auffällig und überragend wie gegen Lausanne und YB. Trotzdem ist er auch heute wieder der unumstrittene Regisseur des Ostschweizer Spiels.


Görtler: In der ersten Halbzeit mit wenig Wirkung. Nach der Pause ist er besser im Spiel, was der Mannschaft gut tut.



Witzig: Auch er hat zu Beginn des Spiels Mühe. Besonders im Abschluss oder beim letzten Pass wirkt er teils fahrig. Wie er zum Schluss den Penalty ins hohe Eck versenkt, ist dann aber richtig stark.


Ruiz: Auch der Beste!


Akolo: Trifft auch heute wieder und steht in der Torjägerliste der Super League auf Platz zwei. Nur einen Zähler hinter Zan Celar vom FC Lugano. Was will man mehr von einem Goalgetter. Stark!



Geubbels: Hat Pech, dass er knapp im Abseits steht, als er das Tor trifft und dass er regulär stehend aus bester Position übers Tor schiesst. Seine passive Körpersprache gibt auf der Tribüne immer wieder Anlass zu Diskussionen.


Milosevic: Kommt in der 69. Minute auf den Platz und wieder gelingt ihm bei seinem Teileinsatz Entscheidendes: schöner Assist zum 4:1.


von Moos: Wird zur selben Zeit eingewechselt und fällt weder auf noch ab.


Toma: Peter Zeidler schickt ihn in der 79. Minute für den überragenden Ruiz aufs Feld. Sieben Zeigerumdrehungen später dankt er es mit einem schönen Schlenzer ins weite Eck.


Okoroji, Diaby: Dürfen ebenfalls noch für einige Minuten die fantastische Atmosphäre im kybunpark aufsaugen. Sie werden wegen der vielen Gelbsperren in Zürich gefordert sein.



Stimmen zum Spiel





Bilder zum Spiel


Bild: Franz Schefer, Manuel Nagel

Ton: Ralph Weibel, Marc Baumeler

Text: Marc Baumeler

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