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Dominiert, begeistert, getroffen, gewonnen!


Aufreger: Es gibt viele an diesem grossartigen Samstagabend im Kybunpark: Nach ein bisschen mehr als einer Minute das 1:0 durch Emanuel Latte Lath, der sich im Anschluss an einen Eckball auf engstem Raum um die eigene Achse dreht und den Ball in die Maschen hämmert. Dann Basil Stillharts Kopfball an den Pfosten, Lukas Görtlers Schlenzer mit links an die Latte. Der Start in die zweite Halbzeit. Patrick Sutters beherzter Rush in den Strafraum der zum Eigentor durch Simani führt. Wieder Lukas Görtler, wieder mit seinem linken und vermeintlich schwächeren Fuss, aber nicht mehr ans Gebälk sondern zum 3:0 ins Tor. Latte Laths Abschluss an den Pfosten und zum Schluss Akolo, der nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung erstmals trifft im Espendress und das Score auf 4:1 stellt. Aber auch die Stimmung im Stadion und der Glaube, dass von diesem Team viel erwartet werden darf. Ganz zum Schluss der Blick auf die Tabelle, die den FCSG 1879 zumindest für eine Nacht ganz oben zeigt.

Makel: Man könnte die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit erwähnen oder die Tatsache, dass Luzern mit nur einem Abschluss aufs St.Galler Tor einen Treffer erzielt. Das wäre aber Jammern auf zu hohem Niveau.


Schiedsrichter: Urs Schnyder hat die Partie jederzeit im Griff. Obwohl er sehr viel laufen lässt und die Zweikämpfe intensiv geführt werden, kommt er mit einer einzigen Verwarnung durch den Abend. Starke Leistung.

skurril: Samuele Campo wird nach zehn Minuten von Luzern Trainer Frick für den verletzten Beloko aufs Feld geschickt und nach nicht einmal einer Stunde wieder ausgewechselt. Zu viel für Campo. Er zeigt seinen Ärger deutlich und tritt mehrfach gegen Wasserflaschen, was Torhütertrainer Lorenzo Bucchi auf die Palme bringt. Die beiden gehen aufeinander los und müssen vom Rest der Bank auseinandergehalten werden. Man darf gespannt sein, wie Mario Frick auf dieses Intermezzo reagieren wird.


abseits: Die Viertelstunde nach Schlusspfiff wird zur grossen Party in der Festhütte Kybunpark. Die Spieler begeben sich auf die Ehrenrunde und vom Espenblock wird beinahe jeder Spieler (sogar der gesperrte Zigi) nach vorne gerufen und bejubelt. Fantastische Bilder!



FC St.Gallen 1879 – FC Luzern 4:1 (1:0)


kybunpark – 16'609 Fans – SR Schnyder.


Tore: 2. Latte Lath (Quintillà) 1:0, 51. Simani (Eigentor) 2:0, 56. Görtler 3:0, 60. Chader (Abubakar) 3:1, 69. Akolo (Guillemenot) 4:1.


St.Gallen: Watkowiak; Sutter, Stergiou, Stillhart, Guindo; Görtler (Cap.), Quintillà (54. Maglica), Witzig (54. Schneider); Schubert (67. Akolo); von Moos, Latte Lath (66. Guillemenot).

Luzern: Müller; Dräger, Jaquez, Simani, Frydek; Dorn, Jashari (Cap.), Kadak (83. Gentner), Beloko (10. Campo, 58. Chader); Sorgić (58. Tasar), Ardaiz (58. Abubakar).


Verwarnungen: 82. Kadak (Foul).


Bemerkungen: St.Gallen mit Dumrath, Maglica, Guillemenot, Vallci, Karlen, Schneider, Besio, Jaćović, Akolo (Ersatzbank) und ohne Zigi, Schmidt (gesperrt), Kempter, Guidotti (beide verletzt), Münst, Kräuchi (beide nicht im Aufgebot). Luzern mit Vasić, Gentner, Campo, Schürpf, Abubakar, Tasar, Emini, Meyer, Chader (Ersatzbank) und ohne Toggenburger, Loretz (beide verletzt), N'Diaye, Burch, Alabi, Monney, Rupp, Radtke, Ottiger (alle nicht im Aufgebot). – 9. Pfostenschuss von Stillhart. – 15. Lattenschuss von Görtler. – 49. Pfostenschuss von Latte Lath.



Der Beste:


Einzelkritik


Watkowiak: Ach ja, wer war eigentlich im Tor heute Abend? Ein Schuss kam aufs Gehäuse, der war zwar drin, ob haltbar, können wir aber nicht beurteilen. Was Ausstrahlung und die ganze Administrationsarbeit im Tor betrifft – kein Problem.

Guindo: Der junge Mann zeigt viel Biss und eine beeindruckende Ballbehandlung. Wir sind gespannt, wie Schmidt sich die Position zurückerkämpft.

Stergiou: War endlich wieder von Anfang an dabei und das tadellos. Wach. Konzentriert. Der Alte. Biss alles ab. Wird so immer spielen. Hoffentlich bleibt er auch tatsächlich..

Stillhart: Man hätte eher Maglica erwartet. Rechtfertigt seine Einsätze mit viel Robustheit, Fokussierung und tadellosem Aufbauspiel. Als Sechser nach Quintillas Ausfall dann auch überzeugend.

Sutter: Beeindruckend, wie er es immer wieder schafft, seine Leistung auf den Platz zu bringen. Er ist gekommen, um zu bleiben. Das zweite Tor gehört zu grossen Teilen ihm. Und wie viele Flügelläufe waren es heute?

Quintillà: Starke erste Halbzeit. War stets anspielbar und machte praktisch keine Fehler. Musste in der zweiten Hälfte dann ersetzt werden. Soll was Muskuläres sein. Hoffentlich nichts Gravierendes. St.Gallen braucht diesen Mann!

Witzig: In die Startelf reinkommen ist das eine. Bleiben und sich bestätigen das andere. Siehe Sutter. Da hat er heute einen kleinen Knick gehabt. Ihm gelang wenig. Athletisch jedoch in der Lage mitzuhalten.

Görtler: Der Beste!

Schubert: Hatte immer wieder seine Fussspitze oder seinen Scheitel drin. Obwohl er nicht traf: Ist gut drauf.

Latte Lath: Was haben wir denn da für ein Juwel?! Wie schnell der seine Beine bewegt?! Wie flink der abschliesst?! Lucky Luke wäre neidisch. Man freut sich immer, wenn er an den Ball kommt.


von Moos: Traf heute nicht und hatte nicht die grossen Aktionen. Durfte aber nicht umsonst 90 Minuten ran. Rackert eben immer auch fürs Team und ist für die Gegner eine unglaubliche Nervensäge.


Maglica: Etwas überraschend nicht in der Startelf. Kam in der 54. Minute für Quintillà und köpfte fortan alles weg, was in die St.Galler Hälfte geflogen kam.


Schneider: Ersetzte nach 54 Minuten Witzig. War nahe dran am ersten Treffer.


Guillemenot: Kam in der 66. Minute für Latte Lath und sorgte nochmals ordentlich für Betrieb.


Akolo: Wie er das 4:1 schoss?! Mit der Innenseite aus 17 Metern in die untere Ecke geschlenzt. Da hat einer Klasse. Schön, wenn er in die Gänge kommt.


Stimmen zum Spiel






Medienkonferenz nach dem Spiel



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