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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Aktualisiert: 26. Mai

Auch gegen GC reicht es den Espen nicht zum Sieg. Kurz vor Schluss sieht es sogar nach einer Niederlage aus. Dank Lukas Görtler der nach einem abgewehrten Penalty am schnellsten reagiert und doch noch zum 2:2 ausgleichen kann, nimmt der FC St.Gallen immerhin einen Punkt mit aus dem Letzigrund. Damit bleibt am Pfingstmontag eine kleine Chance auf Platz fünf.

Aufreger: Es ist ein miserabler Start in die Partie. Weil Stillhart, Stergiou und Zigi sich uneinig sind, wer einen hohen Ball klären soll, bietet sich Demhasaj in der dritten Minute plötzlich die Chance aus rund 18 Metern abzuziehen. Er nutzt sie und trifft ins hohe Eck. GC führt. Drei Grosschancen erarbeiten sich die Espen danach bis zur Pause. Jedesmal steht Latte Lath alleine vor GC-Goalie Moreira. Leider reüssiert er nur einmal. In der zweiten Halbzeit passiert bis zur Schlusphase wenig. Nach 81 Minuten bringen die St.Galler im Anschluss an eine Ecke den Ball nicht aus dem Strafraum. Ndenge schliesst aus 12 Metern ab und bringt die Hoppers wieder mit 2:1 in Führung. Die Luft scheint draussen. Aber in der Nachspielzeit erhält Latte Lath die vierte grosse Möglichkeit. Er darf sich vom Penaltypunkt versuchen. Wieder scheitert er an Moreira, der den Ball zur Seite prallen lässt. Görtler reagiert am schnellsten und verwertet zum 2:2 Endstand.


Makel: Aus den zwei letzten Auswärtspartien der Saison gibts zwei statt der erhofften und auch möglichen sechs Punkte. Damit ist die Chance auf Platz fünf nur noch klein. Immerhin ist sie noch da und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


Schiedsrichter: Luca Piccolo zeigt eine fahrige Partie. Er ist zwar nicht spielentscheidend, aber lässt viele taktische Fouls ohne gelbe Karten stehen und hemmt damit den Spielfluss zu oft. In der Schlussphase lässt er es zu, dass GC die Ausführung des Elfmeters beinahe drei Minuten lang verzögern kann. Das ist keine Glanzleistung.



skurril: GC Heimspiele sind immer ein bisschen seltsam. Heute ist es phasenweise gar skurril. Der Gästeblock ist geschlossen. Die Heimkurve streikt fünfzehn Minuten. Die Stimmung ist entsprechend. Passend dazu ist auch die offizielle Verabschiedung jener GC-Spieler die den Club im Sommer verlassen werden. Etwas verloren stehen sie rund dreiviertel Stunden vor Anpfiff vor der Trainerbank und erhalten beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen Blumenstrauss überreicht.


skurril II: Eine Runde bleibt noch zu spielen. Vieles ist entschieden. Um Platz fünf und damit um den letzten Platz der noch ins Europäische Geschäft führen könnte, kämpfen aber immer noch vier Teams. Basel, GC und der FCZ belegen mit 44 Punkten die Ränge fünf bis sieben. St.Gallen lauert mit 42 direkt dahinter.


Grasshopper Club Zürich – FC St.Gallen 1879 2:2 (1:1)

Letzigrund – 4048 Zuschauer – SR Luca Piccolo (VAR Sascha Kever)


Tore: 3. Demhasaj (Dadashov) 1:0, 26. Latte Lath (Witzig) 1:1, 81. Ndenge (Abrashi) 2:1, 90.+2 Görtler (Latte Lath) 2:2.


Grasshoppers: Moreira; Bolla, Loosli, Ribeiro, Schmid; Herc (46. Ndenge), Abrashi (Cap.), Kawabe (46. Seko); Dadashov (90.+3 Kacuri), Shabani (90.+3 Blasucci), Demhasaj (70. Schettine).

St.Gallen: Zigi; Sutter (83. Ndombasi), Stillhart, Stergiou, Kempter (46. Schmidt); Görtler (Cap.), Quintillà, Witzig (63. Karlen); von Moos (72. Geubbels), Latte Lath, Guillemenot (63. Akolo).


Verwarnungen: 8. Loosli (Foul), 17. Sutter (Foul), 30. Dadashov (?), 55. von Moos (Foul), 74. Stergiou (Foul), 86. Bolla (Spielverzögerung), 90. Moreira (Unsportlichkeit), 90.+1 Görtler (Unsportlichkeit), 90.+7 Abrashi (Unsportlichkeit), 90.+7 Ribeiro (Foul).


Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Schubert, Akolo, Vallci, Karlen, Alves, Schmidt, Geubbels, Ndombasi (Ersatzbank) und ohne Maglica (gesperrt), Münst, Schneider, Guidotti (alle verletzt), Dumrath, Nuhu, Kräuchi, Besio, Dajaku (alle nicht im Aufgebot). – 33. Tor von Dadashov nach VAR-Intervention wegen Fouls aberkannt. – 65. Tor von Kareln wegen Abseits aberkannt. – 82. Tor von Shabani wegen Abseits aberkannt.



Einzelkritik


Zigi: Hat kaum etwas zu tun und muss trotzdem zweimal hinter sich greifen, weil es bei den beiden Gegentoren nichts zu halten gibt.


Sutter: Zeigt ein ordentliches Spiel, in dem es über seine Seite nicht gefährlich wird. Defensiv ist er solide. Offensiv gelingt ihm nicht viel.


Stergiou: Liefert eine stabile und konzentrierte Partie ab. Ist allerdings vor dem 0:1 auch in das Missverständnis involviert, das Demhasaj die Schusschance ermöglicht.


Stillhart: Wirkt immer wieder unsicher, was zuweilen zu brenzligen Situationen führt.


Kempter: Über die linke Seite läuft in der ersten Halbzeit wenig. Das hat auch damit zu tun, dass ihm im Spiel nach vorne nicht viel gelingt. Macht zur Pause Platz für Isaac Schmidt.


Görtler: Es gibt Phasen im Spiel, in denen sich auch er schwer tut. Er holt aber erstens den Penalty raus und reagiert zweitens vorausschauend, stark und gedankenschnell, als Moreira den Elfmeter von Latte Lath parieren kann. Der Captain kann kurz vor Schluss ausgleichen und hält seine Mannschaft damit im Kampf um den letzten Europacup-Platz im Rennen.

Quintillà: Er ist gut in der Partie, Spielt seine Stärken aus und zeigt insgesamt eine gute Leistung. Leider vergibt er die letzte Chance des Spiels aus aussichtsreicher Position.


Witzig: Spielt in der 26. Minute Latte Lath frei, der dann zum 1:1 trifft. Das ist allerdings die einzige Aktion, mit der er heute restlos zufrieden sein kann. Ansonsten vermag er nicht zu überzeugen.


von Moos: Läuft viel, ist oft am Ball und erledigt seine Sache ordentlich. Die ganz grossen Aufreger fehlen. Ein Tor gelingt ihm nicht.


Latte Lath: Erzielt in der ersten Halbzeit den Ausgleich, lässt aber inklusive des Elfmeters drei weitere absolute Topchancen liegen. Schade.


Guillemenot: Findet wie schon am Samstag gegen Luzern nicht ins Spiel und bleibt bis zur Auswechslung in der 63. Minute äusserst blass.


Schmidt: Ersetzt in der zweiten Halbzeit Kempter auf der linken Aussenverteidigerposition. Dabei bringt er etwas Schwung auf diese Seite, was aber letztlich kaum zu Chancen oder gefährlichen Situationen vor dem GC-Tor führt.


Akolo: Er ist der beste Einwechselspieler, glänzt mit hervorragenden An- und Mitnahmen des Balles und ist ein Aktivposten im St.Galler Offensiv-Spiel. Hat Pech, dass das Schiedsrichter-Trio auf Abseits entscheidet, als er Karlen wunderbar bedient, der den Ball über die Linie drücken kann. Das Tor wird annulliert, ohne dass die Fernsehbilder eine Offside-Position zweifellos beweisen können.


Karlen: Mit Licht und Schatten. Ist recht aktiv und zeigt starke Balleroberungen. Vor dem 2:1 durch Ndenge verliert er das entscheidende Kopfballduell im eigenen Strafraum.


Ndombasi, Geubbels: Werden im Verlauf der zweiten Halbzeit ebenfalls noch aufs Feld geschickt, ohne dass sie entscheidend eingreifen können.



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