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Die Breite des Kaders genutzt

Aktualisiert: 29. Okt. 2023

Der sechste Heimsieg im sechsten Saisonspiel ist Tatsache. Der FC St.Gallen besiegt GC mit 3:1 im ausverkauften kybunpark. Dem Team fehlen fünf Stammspieler. Während der neunzig Minuten verletzen sich mit Okoroji und Akolo nochmal zwei Espen und trotzdem ist der Erfolg niemals ernsthaft gefährdet.

Aufreger: Das geht ja grossartig los! Vor Ablauf der ersten Minute spielen sich Karlen und Zanotti auf der rechten Seite durch. In der Mitte verwandelt Chadrac Akolo sehenswert zur frühen St.Galler Führung. GC kann reagieren und gleicht durch Ndenge im Anschluss an einen Eckball aus. Es bleibt die einzige gefährliche Aktion der Zürcher an diesem Abend. Das Spiel ist rund eine halbe Stunde ausgeglichen und teils zerfahren. In der 35. Minute folgt der zweite Streich von Zanotti. Wieder bereitet er grossartig vor. Und Geubbels, der sein bestes Spiel im grünweissen Dress abliefert, vollendet zum 2:1 Bei den ersten beiden Treffern ist Mattia Zanotti Assistgeber. Das dritte Tor erzielt er kurz vor der Pause gleich selber. Ebenfalls sehenswert. Einziger Wermutstropfen in der ersten Halbzeit ist die Verletzung von Akolo der nach 26 Minuten raus muss. Ersetzt wird er durch Krasniqi, dem ein beachtliches Début im kybunpark gelingt. Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Die Espen verteidigen hervorragend und nehmen GC damit die Hoffnung auf Auswärtspunkte. Es ist beeindruckend, wie St.Gallen in dieser Saison zuhause auftritt. Auch heute gelingt es Peter Zeidlers Team den Abend zu dominieren, das Stadion sofort hinter sich zu bringen und kaum Zweifel aufkommen zu lassen. Noch beeindruckender, weil mit Görtler, Fazliji, Diaby, Vallci und von Moos die halbe Stammelf fehlt. Chapeau!


Makel: Die Verletztenliste wird nochmals länger. Nach Akolo in der ersten Halbzeit, muss rund zehn Minuten vor Schluss auch Okoroji unter Schmerzen vom Platz.

Schiedsrichter: Sandro Schärer hat alles im Griff und leitet die Partie sowohl unaufgeregt als auch souverän. Starke Leistung.


Party: Gemeinsam – in feinsten Zwirn gekleidet – geht es für die gesamte Equipe nach dem Heimsieg gegen GC in die Olma Halle, wo die 11. Austragung der «Nacht des Ostschweizer Fussballs» auf dem Programm steht.


GV: Übermorgen steht im kybunpark die Generalversammlung an. Über 4'000 Aktionärinnen und Aktionäre werden erwartet. Auch das ist einzigartig für den Schweizer Fussball. Es sind grandiose Tage für den FC St.Gallen 1879. Sollte am kommenden Sonntag noch der lang ersehnte erste Auswärtssieg gelingen: Die Euphorie in der Ostschweiz dürfte einen neuen Höhepunkt erreichen.



FCSG 1879 – GCZ 3:1 (3:1)

kybunpark – 19'200 Zuschauer (ausverkauft) – SR Sandro Schärer (VAR Johannes von Mandach).


Tore: 1. Akolo (Zanotti) 1:0, 11. Ndenge (Morandi) 1:1, 35. Geubbels (Zanotti) 2:1, 40. Zanotti (Karlen) 3:1.


St.Gallen: Zigi; Zanotti, Stanic, Okoroji (83. Janitzek), Schmidt; Toma, Quintillà (Cap.), Karlen (72. Stevanovic), Witzig (83. van der Venne); Geubbels (72. Schubert), Akolo (26. Krasniqi).

Grasshoppers: Kuttin; Paskotsi (46. Lonwijk), Tobers, Seko, Ndicka; Abrashi (Cap., 71. Kacuri), Ndenge; Schürpf, Morandi (46. Corbeanu), Mabil (63. Fink, 82. de Carvalho); Babunski.


Verwarnungen: 22. van der Venne (Reklamieren), 84. Schubert (Foul), 93. Quintillà (Zeitspiel).


Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Janitzek, Sutter, Schubert, Mambimbi, Möller, van der Venne, Krasniqi, Stevanovic (Ersatzbank) und ohne von Moos, Vallci (beide gesperrt), Diaby, Görtler, Fazliji, Guidotti (alle verletzt), Dumrath, Nuhu, Lüchinger (alle nicht im Aufgebot). Grasshoppers ohne Hammel, Abels, Laws, Shabani, Kempter, Meyer (alle verletzt/krank), Blasucci, Momoh, Kalem, Bollati, Nigg (alle nicht im Aufgebot).





Einzelkritik


Zigi: Hat nur wenige Aufgaben. Die löst er allesamt souverän.

Zanotti: Der Beste!


Stanic: Organisiert die St.Galler Abwehr, als wäre er schon seit Jahren deren Chef. Richtig starke Leistung. Gewinnt Zweikämpfe, glänzt mit gutem Stellungsspiel und bleibt über 95 Minuten fehlerfrei. Chapeau!


Okoroji: Auch er verdient sich Komplimente mit seinem abgeklärten Auftritt. Bleibt zu hoffen, dass er sich nicht schwerer verletzt hat. Gute Besserung!


Schmidt: Grandios, was er mit dem Ball anzustellen weiss. Technisch hervorragend, offensiv gefährlich und defensiv stabil. In der Mixed Zone stellt sich ein Journalisten-Kollege die Frage, ob Murat Yakin demnächst an ihn denken wird.

Karlen: Zweiter Startelfeinsatz in Folge. Zurecht. Er zeigt Übersicht, spielt etliche kluge Pässe und arbeitet gut gegen den Ball.


Quintillà: Braucht ein wenig Zeit, um der Partie den Stempel aufzudrücken. Danach mit der gewohnt sicheren und organisierenden Leistung.


Toma: Fleissig! Ist viel unterwegs und damit wertvoll – auch wenn ihm heute nicht alles gelingt. Dennoch gilt zu konstatieren, dass er bereits kurze Zeit nach seiner Rückkehr nach St.Gallen zu einer festen Grösse geworden ist. Immerhin ersetzt er seit einigen Wochen den verletzten Captain im rechten Mittelfeld.


Witzig: Muss heute einiges einstecken. Fügt sich trotzdem gut ins starke und erfolgreiche Kollektiv ein.

Geubbels: Wie er das zweite Tor erzielt, ist grossartig. Mit Übersicht, mit Durchsetzungskraft, mit technischer Finesse ins weite Eck! Spielt er so weiter, kann man die Diskussion über die fehlende Stürmer-Hierarchie bald einstellen.


Akolo: Seine Ballbehandlung beim ersten St.Galler Treffer nach 50 Sekunden ist extraklasse! Schade, muss er so früh runter.


Krasniqi: Hatte bis dato lediglich eine einzige Super League Minute in den Beinen. Sein erster Ernstkampf im kybunpark macht Lust auf mehr. Ersetzt Akolo tadellos.


Stevanovic, Schubert: Kommen nach 72 Minuten aufs Feld und helfen dem Team, das 3:1 sicher über die Runden zu bringen.


Janitzek: Wird von Peter Zeidler für den bedauernswerten Okoroji eingewechselt. Die Innenverteidigung ist auch mit ihm nicht aus der Ruhe zu bringen.


van der Venne: Auch er bestreitet noch rund zehn Minuten und ist sofort wieder überall dort, wo es brennt. Bringt nochmals Energie auf den Platz.



Stimmen zum Spiel









Bilder zum Spiel

Text und Ton: Marc Baumeler

Bild: Franz Schefer


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