Der FCSG verliert erneut gegen den FCZ
- gruenweiss.sg
- 6. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Viel Kampf, hohe Intensität, viel Spannung – aber wenig Präzision. Auch im zweiten Saisonduell mit dem FC Zürich gehen die St.Galler als Verlierer vom Platz. Heute mit 1:2.

Spielverlauf: Im intensiven Duell gehen die Zürcher früh in Führung. Neziri bleibt dabei im Rasen hängen und lässt die Flanke zu, die Phaëton verwerten kann. Witzig trifft danach erst die Latte und wenig später mit einem schönen, leicht abgefälschten Schlenzer ins weite Eck zum Ausgleich. Kurz darauf verpasst Görtler nach starker Vorarbeit von Vogt die mögliche Führung knapp. Noch vor der Pause kommt Okoroji gegen Keny zu spät – Zürich geht mit 2:1 in die Kabine. Auch in der zweiten Halbzeit bleibt das Spiel intensiv und vom Kampf geprägt, ohne dass weitere Tore fallen.
Makel: Defensiv lässt man in der ersten Halbzeit zu viel zu. Das ermöglicht den Zürchern zwei Tore. Und auch in dieser Partie unterlaufen den Espen zu viele Fehler mit dem Ball am Fuss. Es ist bereits die viere Heimniederlage in dieser Saison. Das sind mehr als in der gesamten letzten Spielzeit. Schiedsrichter: Sven Wolfensberger lässt viel laufen, behält dabei aber auf beiden Seiten dieselbe Linie. Eine insgesamt solide Leistung des Unparteiischen. Weshalb VAR Sandro Schärer in der 74. Minute nach dem Handspiel von Vujevic keinen Penalty für St.Gallen gibt, bleibt sein Geheimnis – mehr noch: es ist absolut unverständlich und offensichtlich falsch. Das nervt!
Fairness: In einer harten und umkämpften, letztlich aber fairen Partie steht eine Szene aus der 50. Minute sinnbildlich: Phaëton schaut Stanic tief in die Augen und bestätigt ihm, dass die Kontaktlinse korrekt sitzt.
Gegner: Interimstrainer Hediger erklärt an der Medienkonferenz vor dem Spiel, dass er von seinem Team Intensität und Energie fordert. Beides bringen die Zürcher leidentschaftlich und beeindruckend auf den Platz. Sie feiern jeden gewonnenen Zweikampf, jeden geklärten Ball und auch sonst beinahe jede gelungene Szene – als wärs ein Cupfinal.

FCSG – FCZ 1:2 (1:2).
Kybunpark, 18’854 Zuschauer.
Tore: 6.Phaëton 0:1, 33.Witzig 1:1, 42.Keny 1:2.
SG: Zigi; Gaal, Stanic, May (90. Efekele); Neziri; Witzig, Görtler, Daschner (62. Vladi), Okoroji (82. Vandermersch); Vogt (62. Balde), Boukhalfa.
Z: Brecher; Kamberi, Vujevic, Sauter, Ligue (69. Volken); Zuber, M. Reichmuth (89. Tchamda), Tsawa (46. Bangoura); Keny, Emmanuel (46. Reverson), Phaëton (74. Odera).
Ref: Wolfensberger; dos Santos, Tuberosa.
Einzelkritik
Zigi: Ohne groben Fehler, aber mit etlichen kleinen Unsicherheiten.
Gaal: Defensiv solide, ausser vor dem 1:2. Im Spiel nach vorne fehlerhaft.
Stanic: Bringt hohe Intensität mit viel Stabilität auf den Platz. Die nächste starke Leistung.
May: Auch er macht ein ordentliches Spiel. Wenige Fehler gegen eine starke Zürcher Offensive.
Neziri: Hat Pech vor dem ersten Gegentor, als er im Rasen hängen bleibt und die Flanke ins Zentrum nicht verhindern kann. Ansonsten stark.
Witzig: Verliert vor dem ersten Zürcher Treffer den Torschützen aus den Augen. Danach auffällig – besonders offensiv. Trifft zum Ausgleich und davor die Latte.
Görtler: Ist viel unterwegs und versucht, bis zum Schluss das Spiel auf die grünweisse Seite zu ziehen. Einsatz und Engagement wie stets vorbildlich. Bezüglich Präzision hat auch er Luft nach oben.
Boukhalfa: Unauffälliger als auch schon. Spielentscheidendes gelingt ihm nicht.
Okoroji: Verliert kurz vor der Pause das Duell gegen Keny und ermöglicht damit das zweite Gegentor. Die Szene ist spielentscheidend.
Daschner: Ist in der Zürcher Defensive gut aufgehoben. In Erinnerung bleibt wenig.
Vogt: Engagiert wie immer. Legt beim Stande von 1:1 herausragend für Görtler auf. Der Captain scheitert leider knapp.
Balde, Vladi, Vandermersch: Von der Bank kommt heute keine Wende. Die drei Joker erhalten jedoch auch wenig Unterstützung von jenen, die durchspielen.
Stimmen zum Spiel
Bild: Archiv
Ton: Ralph Weibel
Text: Marc Baumeler






Kommentare