Niederlage gegen GC
- gruenweiss.sg
- vor 5 Tagen
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Bei eisigen Temperaturen und im Schneegestöber verliert die Frauenequipe das Nachtragsspiel gegen GC mit 1:2. Insbesondere in der zweiten Halbzeit wäre mehr möglich gewesen.

Aufreger: Die drei Punkte sollen in St. Gallen bleiben um in der Tabelle zu GC aufschliessen zu können. Doch schon früh fällt der erste Gegentreffer. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld resultiert ein Konter mit Überzahl für die Gästinnen, welche mit dem ersten Schuss aufs Tor direkt in Führung gehen. Die St. Gallerinnen kommen dann immer besser ins Spiel und können eigene Chancen kreieren. Die grösste Chance hat Yael Aeberhard auf dem Fuss. Sie bringt den Ball aber mit zu wenig Druck aufs Tor. Weil auch die Gästinnen weiterhin zu Chancen kommen und diese auch konsequent nützen, treffen sie nach knapp 30 Minuten zum zweiten Mal. Die restlichen Minuten der ersten Halbzeit ist das Heimteam primär mit Verteidigen und Abwehren beschäftigt. Kurz vor dem Pausenpfiff können die St. Gallerinnen den Druck nochmals etwas erhöhen. Sina Cavelti versucht es mit einem Distanzschuss ins lange Eck, welcher nur ganz knapp über das Tor geht.
Die zweite Hälfte ist rasch erzählt. GC muss nicht mehr. St. Gallen will aber noch und bemüht sich, Torchancen zu kreieren. Mehrfach gelingt das auch. Doch keine Chance wird so richtig gefährlich. Gespielt wird fast nur in der Spielfeldhälfte von GC. Das ist heute auf einen Blick erkennbar. Wenn man schaut, auf welcher Seite es mehr Spuren im Schnee hat, sind die Unterschiede deutlich. Und durch diese Leistungssteigerung verdient sich die Frauenequipe einen Anschlusstreffer. Torschützin ist die eingewechselte Alina Friedli. Leider zu spät um noch einen Punkt zu holen.
Makel: Durch den Schnee ist es rutschig und der Platz nicht ganz einfach zu bespielen. Die St. Gallerinnen machen sich jedoch das Leben, insbesondere in der ersten Halbzeit, noch zusätzlich schwer. Sie lassen sich den Ball oft zu einfach wegnehmen, spielen zu viele Fehlpässe und führen Dribblings in der eigenen Hälfte aus, die mit Ballverlust enden. Dadurch kommen die Zürcherinnen zu mehr Ballbesitz und mehr Torchancen.
Wetter: Es ist ein Nachtragsspiel heute. Dies, weil am 14. März das Spiel wegen starkem Schneefall nicht angepfiffen werden konnte. Und so manche Besuchenden dürften heute ein Déjà-vu gehabt haben. Just etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn begann es wiederum zu schneien. Glücklicherweise nicht so stark, so dass das Spiel starten konnte – sicherheitshalber mit gelben Bällen. Und es konnte zu Ende gespielt werden. Zum Glück dauert ein Fussballspiel nur 90 Minuten. Sonst wäre es heute vermutlich wegen zu viel Schnee auf dem Platz kritisch geworden.

Schiedsrichter: Solide Leistung. Trifft meistens korrekte Entscheide und lässt in der ersten Halbzeit viel laufen. Die Zürcherinnen beginnen früh den Spielfluss zu stören und lassen sich bei Einwürfen und Abstössen sehr viel Zeit. Dagegen hätte er früher ein Zeichen setzen dürfen.
Abseits: Abseits des Fussballplatzes fanden sich heute nur wenige Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Das dürfte hauptsächlich an drei Punkten liegen. Erstens, das Spiel fand in Wil und nicht im Espenmoos statt. Das lockt leider immer etwas weniger Publikum an. Zweitens, die Anspielzeit um 20 Uhr. Für Familien keine attraktive Uhrzeit für den Besuch eines Fussballmatchs. Und drittens, wegen dem winterlichen und kalten Wetter.

FCSG 1879 – GCZ 1:2 (0:2)
Sportpark Bergholz, Wil SG – 129 Fans
Tore: 7. Pfister (0:1), 24.Looser (0:2), 93. Friedli (1:2)
SG: Klug, Wyser, Gaus, Brunner, Risch (66. Ibishaj), Seliner (80. Nilsson), Ammann, Eisenring, Aeberhard, Bachmann, Cavelti (66. Friedli)
SR Sandro Hofmann
Stimmen zum Spiel
Bild, Ton, Text: Kevin Friedauer

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