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Mit einem Sieg in die Playoffs

Die Frauenequipe des FC St. Gallen 1879 dreht ein 2 Tore Rückstand und gewinnt schliesslich verdient mit 3:2 gegen die FC Aarau Frauen. Damit beenden die Ostschweizerinnen die «Regular Season» mit einem Sieg und stehen in den Playoffs der AXA Womens Super League.



Aufreger: Die St. Gallerinnen machen direkt von der ersten Minute an deutlich, wer im Espenmoos die Frauen im Haus sind. Sie spielen aktiv und zeigen klar, dass sie als Siegerinnen vom Platz gehen wollen. Nach einer guten Viertelstunde kommt Naja Glanzmann zu einem sehenswerten Kopfball, der jedoch nicht im Tor landet. Auch wenn Grünweiss mehr fürs Spiel macht, dürfen die Aargauerinnen zuerst jubeln. Von diesem Gegentreffer lässt sich das Heimteam aber nicht aus dem Konzept bringen. Das Team von Marisa Wunderlin lanciert einen lehrbuchreichen Angriff und Franziska Gaus kommt zum Abschluss. Doch auch sie darf nicht jubeln. Immer und immer wieder probieren die Ostschweizerinnen vors gegnerische Tor zu kommen. Und oft gelingt es auch. Mit einem Tor können sie sich aber noch nicht belohnen. Und so jubeln kurz vor der Pause wieder die Spielerinnen in den roten Trikots. Kurz vor dem Pausenpfiff trifft Géraldine Ess noch den Pfosten. Auch in Halbzeit zwei geben die Ostschweizerinnen den Ton an und machen bedeutend mehr fürs Spiel. Die Körpersprache zeigt klar: wir geben uns noch nicht geschlagen. So ist der mehr als verdiente Anschlusstreffer von Eva Bachmann die logische Konsequenz. Und man spürt: Hier liegt mehr drin als nur ein Ehrentreffer. Sieben Minuten später nimmt Jana Brunner einen Eckball an, schiesst und versenkt den Ball im Tor. Ausgleich. Die St. Gallerinnen geben nochmals alles und wollen die drei Punkte hierbehalten. Wieder dauert es sieben Minuten, bis im Espenmoos zum dritten Mal Jubel ausbricht. Fabienne Dörig läuft sich frei, wird angespielt und trifft zum 3:2 Schlussresultat. Spiel gedreht, verdienter Sieg und 3 weitere Punkte.



Makel: Am heutigen Spiel gibt es keinen Makel. Der Sieg ist verdient und St. Gallen über das ganze Spiel gesehen überlegen. Damit beendet die Frauenequipe des FC St. Gallen die «Regular Season» auf dem sechsen Platz. Punktegleich mit den Frauen des Grasshopper Club Zürich, die jedoch ein besseres Torverhältnis aufweisen. Der Makel ist vielmehr, dass nur ein Punkt mehr aus den 18 Spielen für Platz fünf gereicht hätte.

 

Schiedsrichter: Nichts auszusetzen gibt es an der Leistung der drei Unparteiischen. Der Schiedsrichter pfeift, was er pfeifen muss. Nur einmal muss er in die Brusttasche greifen und eine gelbe Karte hervorholen. Viel lässt er laufen. Das fördert den Spielfluss, aber teilweise auch den Unmut der Fans.

 

skurril: Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die FC Aarau Frauen ein Heimspiel haben. Hinter dem Tor werden vier riesengrosse Banner und Zaunfahnen angebracht. Ob damit das eigene Team motiviert oder die St. Gallerinnen eingeschüchtert werden sollen? Wir wissen es nicht. Funktioniert hat beides nicht. Aber speziell ist es schon, wenn mehr gegnerische Zaunfahnen als Fans anwesend sind. Doch spätestens nach Spielbeginn hört man akustisch klar, welches Team und welche Fans im Espenmoos das Sagen haben.

 


Playoffs: Mit acht Siegen, fünf Unentschieden, fünf Niederlagen und somit 29 Punkten beendet die Frauenequipe die «Regular Season». Sie qualifiziert sich damit klar für die Playoffs. Im Viertelfinal – bestehend aus einem Hin- und Rückspiel - warten nun die Frauen des FC Basel 1893, welche die «Regular Season» auf dem dritten Platz beenden.

 


FCSG 1879 – FC Aarau 3:2 (0:2)

Stadion Espenmoos, St. Gallen – 371 Zuschauer


Tore: 24. Scheriff (0:1), 42. Toersloev (0:2), 57. Bachmann (1:2), 64. Brunner (2:2), 71. Dörig (3:2)


St. Gallen: Böhi, Batliner, Glanzmann, Brunner, Baumann, Bernet, Schärz (62. De Freitas), Gaus (62. Dörig), Bachmann, Aeberhard, Ess (46. Risch)


Aarau: Barth, Tauriello, Buzas, Stierli, Tiller (62. Mujela), Almeida, Nilsson (91. Truninger), Enz (62. Hofer), Steck (67. Petkova), Toersloev, Scheriff


Verwarnungen: 93. Bernet (Grobes Spiel)


Bemerkungen: St. Gallen ohne Brecht, Hafizovic, Schefer, Weber, Oertle, Wyser




 

Einzelkritik


Böhi: Ist bei beiden Gegentoren machtlos, sonst solide im 50. Spiel für den FCSG.


Batliner: Unauffällige, aber gute Defensivarbeit.


Glanzmann: Gute Übersicht im Spielaufbau.


Brunner: Abgeklärtes Stellungsspiel in der Abwehr.


Baumann: Ist bei vielen Aktionen in der Offensive involviert.


Bernet: Immer anspielbar, schafft Räume.


Schärz: Ist sich für keinen Zweikampf zu schade.


Bachmann: Belohnt ihren starken Auftritt mit einem Tor.


Gaus: Kämpferisch und erobert viele Bälle in die gefährliche Zone.


Aeberhard: Sehr laufstark und engagiert.


Ess: Ist stets bemüht Akzente zu setzen. Pfostentreffer kurz vor der Pause.


Risch: Aktivposten in der Offensive.


De Freitas: Guter Auftritt im zentralen Mittelfeld.


Dörig: Sticht als Joker.



Stimmen zum Spiel





Bilder zum Spiel


Bild: Cyriac Schnyder

Ton: Pascal Baumann, Patrick Erismann

Text: Kevin Friedauer, Patrick Erismann

Redaktion: Marc Baumeler

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