Der FCSG ist bereit
- gruenweiss.sg
- vor 3 Tagen
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Morgen um 14 Uhr wird im Berner Wankdorfstadion der Schweizer Cup-Final angepfiffen. Der FC St. Gallen trifft auf Stade Lausanne-Ouchy — und die Ausgangslage ist so klar wie gefährlich: Grün-Weiss geht als grosser Favorit in dieses Endspiel.

Doch genau das macht die Sache nicht einfacher. Für den FCSG ist es bereits das dritte Cupfinal-Spiel innert fünf Jahren. Die ersten beiden gingen verloren. Diese Erinnerungen sitzen tief, sie kratzen am Nervenkostüm und sorgen dafür, dass die Vorfreude von einer ordentlichen Portion Anspannung begleitet wird.
Und trotzdem wirkt diesmal vieles anders: Der FC St. Gallen macht vor diesem Final einen ruhigeren Eindruck. Gelassener. Klarer. Konzentrierter. Fokussierter als vor den letzten beiden Cupfinal-Auftritten. Die Medienkonferenz, die Aussagen von Spielern, Trainerteam und Präsident zeigen deutlich: Man geht diese Aufgabe mit sehr viel Überzeugung an, aber auch mit sehr viel Realismus. Keine grossen Sprüche, kein Überspielen der Nervosität, sondern Fokus auf das, was morgen wirklich zählt.
Das stimmt positiv: Sehr sogar. In der Ostschweiz steigt das Fieber derweil von Stunde zu Stunde. Die Euphorie ist riesig, rund 20'000 Fans werden morgen in Bern erwartet. Und sollte der FC St. Gallen tatsächlich den Pokal holen, dürfte die Feier danach in der Heimat erst richtig losgehen — mit nochmals wesentlich mehr Menschen, die diesen lang ersehnten Titel in den Gassen der St.Galler Altstadt feiern wollen.

Wucht trotz Hitze: Sportlich wird spannend sein, wie Stade Lausanne-Ouchy aus der Challenge League der Wucht des FC St. Gallen standhalten kann. Wie lange gelingt es den Waadtländern, Widerstand zu leisten? Wie gut können sie die Räume schliessen, Zweikämpfe führen, Nadelstiche setzen? Und wie sehr wird der FCSG seiner Favoritenrolle auch auf dem Platz Nachdruck verleihen können? Gleichzeitig stellt sich auch die andere Frage: Wie gross wird diese St. Galler Wucht überhaupt sein? Bei den morgen erwarteten heissen Temperaturen, auf dem Kunstrasen im Wankdorf, wird es nicht nur um Emotionen gehen, sondern je nach Spielverlauf möglicherweise auch um Geduld, Energieeinteilung und einen kühlen Kopf. Ein Final gewinnt man selten nur mit Euphorie. Man muss ihn aushalten. Man muss ihn kontrollieren. Und im richtigen Moment zuschlagen.
Beim FCSG versucht man, alles so normal wie möglich anzugehen. Routinen, Fokus, Ruhe bewahren. Klingt logisch. Fühlt sich aber natürlich ganz anders an.
Denn sind wir ehrlich: Wir sind ziemlich nervös.
Noch einmal schlafen. Dann gehts los.
Stimmen vor dem Spiel


Bilder vor dem Spiel
Bild, Ton, Text: Marc Baumeler
























