Läufts auch auf der Schützi?
- gruenweiss.sg
- 15. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Jan.
Der FC St.Gallen trifft am Samstag um 18 Uhr auswärts auf Winterthur. Vieles spricht dafür, dass man die Siegesserie weiterführen kann. Auch wenn es einige Fragezeichen gibt und wir auch nicht vergessen wollen: die Schützenwiese ist kein Ponyhof.

Ausgangslage: Die Winterthurer bestritten bereits am Mittwoch ihren ersten Wettkampf. Dabei setzte es im Wallis eine Niederlage ab. Diese war höchst unglücklich, wurde ihnen beispielsweise der Führungstreffer durch den VAR (zu Unrecht) eingezogen. Winterthur kämpft gegen den Abstieg und wird im eigenen Stadion ein sehr unangenehmer Gegner sein. Die St.Galler steigen mit dem Selbstvertrauen von zuletzt drei Siegen in Serie (Thun, Sion, GC) in das Spiel und wollen ihre Ambitionen selbstredend nicht bereits im ersten Versuch schmälern.
Der Gegner: Wir sagen es nochmals: Wir mögen die Winterthurer ganz gern. Wir sehen sie gerne in der Super League, mögen ihr Stadion mit der angenehmen Atmosphäre - insbesondere nach dem Spiel an der Bar. Wir mögen die Heimspiele gegen sie, weil sie den Fansektor füllen und den kurzen Anfahrtsweg zum Auswärtsspiel. Beim Blick auf die Tabelle verfinstert sich unser Blick: 7 Punkte Rückstand auf GC. Das ist zwar wettzumachen, aber grösser sollte der Abstand nicht werden. Die Mannschaft ist erneut krankheits- und verletzungsgeplagt. Im Wallis fielen zahlreiche Spieler aus. Am Samstag wird Jankewitz gesperrt fehlen.
Die Espen: Wer das Testspiel gegen die starken Belgier von Anderlecht gesehen hat, stellte mit Genugtuung fest: da ist alles im selben Flow wie im Dezember. Sowohl Team A von der ersten Hälfte als auch Team B, das während der zweiten 45 Minuten auf dem Feld stand, überzeugte mit Entschlossenheit, Wucht und Laufbereitschaft. Und Zusammenhalt. Irgendwann beschlich einen als Betrachter sogar das warme Gefühl, dass die grünweissen nicht zu bezwingen sein würden. Dasselbe war schon in den drei Siegen zuvor zu spüren. Das unsichtbare Band, es ist da. In Gesprächen mit Verantwortlichen ist herauszuhören, dass das Trainingslager perfekt war. Enno Massen hätte gerne noch das letzte Testspiel gehabt. Das interne Spiel sei aber sehr intensiv und hart geführt worden, versicherte Roger Stilz. Auch lobte er die Jungen. Nino Weibel fiel gegen Anderlecht mit seiner Spielintelligenz auf – er kann auf der Schiene zum Thema werden. Diego Besio soll sich im Training in Zweikämpfe mit Stanic und Ambrosius werfen, dass es nur so knalle.

Mögliche Aufstellung: Fragezeichen gibt’s im Sturm. Baldé soll diese Woche wieder im Training sein nach seiner (leichten) Malaria - Erkrankung. Bei Alessandro Vogt ist die Prognose bezüglich Samstagseinsatz noch etwas schwieriger. Seine Muskelverletzung am Oberschenkel liess ihn auch zu Beginn der Woche noch nicht aufs Feld zurückkommen. Bei beiden ist nicht auszuschliessen, dass sie auf der Schützenwiese dem Team helfen können. Gespannt darf man sein, ob Neuzugang Kleine-Bekel anstelle Mays eingesetzt wird.
Prognose: Die Espen ziehen weiter und gewinnen mit 3:1.

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