Der FCSG darf keine Beute werden
- gruenweiss.sg
- vor 5 Stunden
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Der FC St.Gallen hat vor zwei Tagen den grössten Erfolg seit 26 Jahren gefeiert. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ist Grünweiss Cupsieger. Und ausgerechnet jetzt, in den Tagen des Triumphs, eskaliert hinter den Kulissen ein Machtkampf, der den Club in seinen Grundfesten erschüttert. Laut Tagblatt sollen vier Verwaltungsräte ausserordentlich zurücktreten, neue Leute in den Verwaltungsrat einziehen und Stefan Kölliker später Matthias Hüppi als Präsident ablösen. Der Cupsieg sollte ein Moment der Freude sein. Jetzt wird er auch zu einem Moment der Entscheidung: Wem gehört dieser Club? Jenen, die ihn in den vergangenen Jahren aufgebaut, stabilisiert und emotional wieder mit einer ganzen Region verbunden haben? Oder jenen, die nun im grössten Scheinwerferlicht ihren Zugriff organisieren wollen?

Der Machtkampf: Es ist schwer, nach einem Cupsieg wütend zu sein. Eigentlich will man feiern. Man will sich diese Bilder noch einmal anschauen: Gaal, Görtler, Witzig. Das Wankdorf in Grünweiss. Tausende in Bern, Zehntausende in St.Gallen. Eine Region, die endlich wieder einmal einen «Kübel» in den Himmel stemmen darf. Der FC St.Gallen gewann den Cupfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy 3:0 und damit den ersten grossen Titel seit der Meisterschaft im Jahr 2000.
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Und trotzdem ist Wut angebracht. Denn während die Mannschaft Geschichte schrieb, wurde im Hintergrund an der Zukunft des Clubs gerüttelt. Das Tagblatt berichtet von einem massiven Bruch im FC St.Gallen: Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer und Benedikt Würth sollen per 30. Juni ausserordentlich aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Neu vorgeschlagen seien Marwin Hitz, Urs Baumer, Martina Wüthrich und Stefan Kölliker. Kölliker soll gemäss Tagblatt später Matthias Hüppi als Präsident beerben. Das ist kein normaler Wechsel. Das ist keine ruhige Erneuerung. Das ist ein Machtwechsel im Moment maximaler Attraktivität — und eben auch maximaler Verletzlichkeit.
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Denn genau jetzt ist der FC St.Gallen sexy. Genau jetzt ist er sichtbar. Genau jetzt ist er wirtschaftlich, sportlich und emotional so stark wie lange nicht mehr. Wer am Sonntag sah, was in Bern und in St.Gallen los war, begreift: Dieser Club ist mehr als eine Aktiengesellschaft, mehr als ein Fussballbetrieb, mehr als ein Stadionprodukt. Er ist eine Bewegung. Und Bewegungen ziehen Menschen an. Die, die tragen. Aber eben auch jene, die im Licht stehen wollen, wenn es am hellsten brennt. Ein Teil des Aktionariats wird mit einer angeblichen «Vorwärtsstrategie» zitiert, mit der der FC St.Gallen an der Spitze der Super League etabliert werden soll, wenn nötig mit finanziellen Zuschüssen. Das klingt auf den ersten Blick verführerisch. Vorwärts ist immer gut. Mehr Geld klingt immer gut. Mehr Ambition sowieso. Aber genau hier beginnt die gefährliche Nebelmaschine.
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Vorwärts wohin? Mit wem? Zu welchem Preis? Und weshalb jetzt?
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Der FC St.Gallen ist nicht in einer Krise. Er ist nicht orientierungslos. Er ist nicht führungslos. Er ist nicht abgehängt. Im Gegenteil: Er hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der spannendsten, stabilsten und glaubwürdigsten Clubs der Schweiz entwickelt. Sportlich nicht immer perfekt, klar. Aber strukturell, menschlich, kommunikativ und regional verankert auf einem Niveau, das viele andere Clubs nur auf PowerPoint-Folien behaupten. Wer jetzt diesen Verwaltungsrat sprengt, muss verdammt gute Gründe haben. Wir sehen sie nicht.
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Der Zeitpunkt ist dabei kein Zufall, sondern Teil des Problems. Ausgerechnet jetzt, da der FCSG den grössten sportlichen Triumph seit 26 Jahren feiert, ist der Club so attraktiv wie nie. Der Pokal glänzt, die Bilder aus Bern gingen durchs Land, die Stadt feierte, die Region bebte. Wer jetzt Zugriff nimmt, nimmt nicht auf einen kriselnden Verein Zugriff, sondern auf einen erfolgreichen. Auf einen Club, dessen Wert gerade steigt — sportlich, wirtschaftlich, emotional und symbolisch.

Die Hauptverantwortlichen: Im Zentrum stehen Patrick Thoma und Roland Gutjahr. Beide halten je 15,03 Prozent an der FC St.Gallen Event AG. Zusammen sind das gut 30 Prozent. Viel Einfluss also, aber keine Mehrheit. Und genau das ist wichtig: Der FC St.Gallen gehört ihnen nicht. Sie können Ideen haben. Sie können Kritik äussern. Sie können als Aktionäre Verantwortung einfordern. Alles legitim. Aber sie können nicht so tun, als sei dieser Club ein Objekt, das man nach Belieben neu möbliert, sobald der Pokal im Schrank steht. Nach vertraulichen Informationen wollten Roland Gutjahr und Patrick Thoma den FC St.Gallen bereits mindestens einmal verkaufen. Genau das ist der zentrale Widerspruch in ihrer Argumentation. Wer behauptet, es gehe um eine «Vorwärtsstrategie» und um das Wohl des Clubs, muss erklären, weshalb ein Verkauf dieses Clubs überhaupt je eine Option war. Denn ein Verkauf wäre nicht einfach eine strategische Korrektur. Er wäre der Versuch, die Kontrolle über etwas weiterzugeben, das in den vergangenen Jahren mit viel Arbeit, Vertrauen und regionaler Verwurzelung aufgebaut wurde. Daraus folgt nicht automatisch, dass aktuell ein konkreter Verkauf bevorsteht. Aber es zeigt, wie berechtigt die Frage ist, welche Interessen hier tatsächlich verfolgt werden.
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Dass es Interessenten für einen Club wie den FC St.Gallen gibt, ist keine steile These. Wenn Vereine wie GC und Yverdon-Sport Investoren finden, dann liegt auf der Hand, dass ein wirtschaftlich gesunder, infrastrukturell gut aufgestellter und emotional derart stark verankerter Verein wie der FCSG erst recht Begehrlichkeiten weckt. GC wurde 2024 mehrheitlich vom Los Angeles FC übernommen; bei Yverdon übernahmen 2023 US-Investoren 90 Prozent der Anteile.
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Wer eine «Vorwärtsstrategie» fordert, muss erklären, weshalb die aktuelle Entwicklung nicht vorwärts genug sein soll. Wer behauptet, die Lohnsumme sei zu hoch oder das Stadion werde zu wenig gut vermarktet, muss erklären, weshalb gerade der FC St.Gallen in den vergangenen Jahren eine derart starke, innovative und emotional wirksame Vermarktung aufgebaut hat. Dieser Club hat am Pfingstsonntag nicht zufällig 20’000 Menschen nach Bern bewegt und noch einmal Zehntausende in der Ostschweiz mobilisiert. Das ist kein Zufallsprodukt. Das ist Arbeit. Das ist Haltung. Das ist Vertrauen. Und Vertrauen ist die härteste Währung überhaupt.
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Matthias Hüppi, der bisherige Verwaltungsrat, die Geschäftsstelle, die Marketingabteilung, der Sport, die Mannschaft, die Fans: Sie alle haben gemeinsam etwas geschaffen, das man nicht einfach übernehmen kann wie einen Verwaltungsratssitz. Man muss es verdienen.
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Bei den vorgeschlagenen neuen Figuren bleiben grosse Fragezeichen. Marwin Hitz hat eine beeindruckende Karriere als Fussballer hingelegt. Das ist unbestritten. Aber eine grosse Spielerkarriere ist noch kein Leistungsausweis für strategische Verantwortung im Verwaltungsrat eines Clubs wie des FC St.Gallen. Hitz hat sich früh aus St.Gallen verabschiedet, seine grosse Karriere anderswo gemacht und war zuletzt Torhüter in Basel. Was ihn für diese Aufgabe qualifiziert, muss erst noch überzeugend dargelegt werden.
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Stefan Kölliker wiederum war 16 Jahre lang St.Galler SVP-Regierungsrat und soll gemäss Tagblatt als künftiger Präsident vorgesehen sein. Auch das ist für sich allein kein Ausschlussgrund. Ein Fussballclub muss zwar politisch neutral bleiben. Aber ein Club ist nie wertneutral. Der FC St.Gallen der letzten Jahre stand für Menschlichkeit, Nachhaltigkeit, Integration, regionale Nähe und einen anständigen Umgang miteinander. Wer diesen Club führen will, muss glaubhaft machen, dass er diese Werte nicht nur toleriert, sondern trägt.
Auffällig ist zudem, wie stark sich im vorgeschlagenen neuen Machtgefüge gewisse Netzwerke verdichten. Da ist die Nähe zur Immobilienbranche, die bei mehreren Exponenten im Umfeld dieses Umbruchs sichtbar wird. Da ist mit Kölliker der frühere SVP-Regierungsrat, der als künftiger Präsident aufgebaut werden soll. Da ist ein Lager, in dem wirtschaftliche, immobiliennahe und politische Verbindungen offensichtlich eine wichtige Rolle spielen. Das alles muss nicht automatisch disqualifizieren. Aber es ist auch nicht neutral. Und gerade deshalb muss man fragen dürfen, ob hier wirklich die grünweisse Bewegung repräsentiert wird — oder ein bestimmtes Netzwerk, das nun Zugriff auf den Club nimmt. Das ist der Punkt.
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Es geht nicht darum, ob jemand SVP, Mitte, FDP, SP oder parteilos ist. Es geht darum, ob jemand versteht, was der FC St.Gallen geworden ist. Und ob er bereit ist, diesem Wesen Sorge zu tragen — oder ob er es als Plattform für eigene Vorstellungen, Netzwerke und Ambitionen benutzt. Der Unterschied zwischen Kölliker und Hüppi besteht darin, dass Letzterer es schon bewiesen hat. Thoma und Gutjahr sind den Beweis bisher schuldig geblieben, dass sie den FCSG so weiterentwickeln wollen, wie ihn die grünweisse Familie versteht: menschlich, nachhaltig, regional, verbindend, ambitioniert — aber nicht um jeden Preis.

Das realistische Schreckensszenario: Man muss fair bleiben: Niemand kann heute mit Sicherheit sagen, wie sich der FC St.Gallen unter den Kräften um Thoma und Gutjahr entwickeln würde. Vielleicht käme mehr Geld. Vielleicht käme mehr Tempo. Vielleicht gäbe es neue Ideen. Aber realistisch ist auch: Die Baumeister des aktuellen Erfolgs wären weg. Der Verwaltungsrat soll gemäss Tagblatt bereits auseinanderbrechen. Matthias Hüppi könnte theoretisch noch bleiben, aber wer Hüppi in den vergangenen Jahren erlebt hat, weiss: Er versteht sich nicht als Einzelkämpfer. Er war nie der Sonnenkönig des FC St.Gallen. Er war Teil eines Teams. Wenn dieses Team ausgetauscht wird, ist schwer vorstellbar, dass Hüppi einfach weitermacht, als sei nichts geschehen. Und dann?
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Dann wird es auch für Roger Stilz unattraktiv. Gerade er wurde nach unseren Eindrücken und Gesprächen im vergangenen Sommer von Teilen des Aktionariats mehr als einmal angezählt. Wenn eine neue Führung tatsächlich eine andere sportliche Strategie fahren will, wird Stilz kaum lange geschützt sein. Und wenn Stilz fällt, dann wackelt auch Enrico Maassen. Maassen ist kein Trainer, der auf ewig dankbar sein muss, in St.Gallen arbeiten zu dürfen. Er ist ein ehemaliger Bundesliga-Trainer und nun Schweizer Cupsiegertrainer. Er wird Angebote haben. Er ist schlau genug zu wissen, wann ein Umfeld trägt — und wann ein Club wieder in jene Muster zurückfällt, die in der Super League viel zu oft zu sehen sind: ein paar Leute mit Geld, überschaubarem Fussballsachverstand, grossem Sendungsbewusstsein und noch grösserem Bedürfnis nach Sichtbarkeit.
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Das wäre das Schreckensszenario: Nicht der sofortige Absturz. Nicht der eine grosse Knall. Sondern die Erosion. In der aktuellen Beschleunigungsphase wohl aber eine sehr schnelle. Erst geht der Verwaltungsrat. Dann Hüppi. Dann Stilz. Dann Maassen. Dann die Glaubwürdigkeit. Dann das Vertrauen. Dann die Bewegung. Und am Ende steht vielleicht noch immer ein Fussballclub in Grünweiss auf dem Rasen. Aber nicht mehr derselbe FC St.Gallen. Das ist die Gefahr.
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Nicht, dass der Club morgen verschwindet. Sondern dass er seine Seele verliert, während von denen, die jetzt die Macht an sich reissen wollen, behauptet wird, man wolle ihn professioneller machen.

Die Vision: Wir vom Espenblog verstehen uns als Fanblog. Wir sind unabhängig. Das ist uns wichtig, und das bleibt so. Ja, wir kommentieren auf fcsg.fm. Ja, dafür erhalten Wehrli & Baumeler Geld. Das ist transparent. Aber genauso klar ist: Diese Arbeit legen wir sofort nieder, wenn sich der Machtkampf im Club in eine Richtung entwickelt, die wir nicht mehr mittragen können.
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Auf gruenweiss.sg werden wir weiterhin für unsere Vision des FC St.Gallen einstehen.
Wir wollen einen FCSG, der allen fussballbegeisterten Menschen in der Ostschweiz eine identitätsstiftende Verortung ermöglicht. Einen Club, der menschlich ist. Integrierend. Nachhaltig. Emotional bindend. Und natürlich so erfolgreich wie möglich. Aber nicht, indem er die ersten vier Eigenschaften verrät.
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Der FC St.Gallen darf ambitioniert sein. Er soll sogar ambitioniert sein. Niemand will einen selbstzufriedenen Folkloreverein, der sich für den achten Platz entschuldigt und aus Bodenständigkeit eine Ausrede macht. Aber Ambition allein reicht nicht. Wenn sie Werte, Vertrauen und Nachhaltigkeit verdrängt, wird aus Aufbruch schnell ein Risiko für alles, was diesen Club stark gemacht hat. Uns schweben Clubs wie der SC Freiburg oder der FC St.Pauli als Orientierung vor. Nicht als Kopie. St.Gallen muss St.Gallen bleiben. Aber die Richtung stimmt: klare Haltung, starke regionale Verankerung, sportliche Kompetenz, wirtschaftliche Vernunft, Nähe zu den Menschen und ein Verständnis dafür, dass ein Fussballclub mehr ist als eine Bilanz oder ein Transferfenster.
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Genau in diese Richtung hat sich der FCSG in den vergangenen acht Jahren entwickelt. Matthias Hüppi und der bisherige Verwaltungsrat haben diesen Weg nicht allein gebaut. Aber sie haben ihn möglich gemacht. Sie haben Stabilität geschaffen. Sie haben Vertrauen geschaffen. Sie haben zugelassen, dass rund um diesen Club wieder etwas wächst, das grösser ist als der nächste Sieg. Die Fans haben das längst verstanden. Im Wankdorf bedankten sie sich mit einem Spruchband ausdrücklich bei Beni Würth, Patrick Gründler, Christoph Hammer, Peter Germann und Matthias Hüppi. Und sie machten klar, dass sie Entwicklungen bekämpfen werden, die dem Club nicht Sorge tragen. Auch in der aufgeschalteten Botschaft der Fans auf www.einefueralli.ch wird betont, dass Stabilität, Governance-Strukturen, Charakter und Unabhängigkeit des Clubs nicht durch Machtverschiebungen, persönliche oder politische Interessen gefährdet werden dürfen.
Darum ist jetzt nicht der Moment, still zu sein.
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Die grünweisse Familie muss sich wehren. Nicht blind. Nicht persönlich und zerstörerisch. Nicht mit Schaum vor dem Mund. Aber klar, laut, hartnäckig und unmissverständlich.
Macht Stimmung gegen dieses Vorgehen. Fragt nach. Fordert Antworten. Sprecht mit Aktionärinnen und Aktionären. Schreibt, diskutiert, organisiert euch. Zeigt, dass der FC St.Gallen nicht einfach eine Verfügungsmasse für Menschen ist, die gerade den perfekten Moment wittern, um ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. Patrick Thoma und Roland Gutjahr besitzen zusammen rund 30 Prozent. Das ist viel. Aber es ist keine Mehrheit. Und wenn sie diesen Weg wirklich gehen wollen, dann sollen sie erklären, weshalb ihr Weg besser sein soll als jener, der diesen Club gerade zum Cupsieger gemacht hat.
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Bis dahin gilt für uns:
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Der FC St.Gallen gehört nicht ins Schaufenster.
Er gehört nicht den Eitelkeiten.
Er gehört nicht dem schnellen Geld.
Er gehört nicht jenen, die erst dann kommen, wenn der Pokal glänzt.
Der FC St.Gallen gehört seiner Geschichte, seiner Region, seinen Menschen und einer Zukunft, die mehr sein muss als eine sogenannte Vorwärtsstrategie.
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Grünweiss hat gerade einen Titel gewonnen.
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Jetzt muss Grünweiss seinen Club verteidigen.

Bild: Patrick Magalhaes und Marc Baumeler
Text: Marc Baumeler
