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Zuhause zum Siegen zurückfinden

Am Sonntagnachmittag empfangen die Espen den FC Lugano zum Heimspiel. Nach drei Niederlagen in Folge geht es für die St.Galler darum, die in Basel und Bern gezeigten Leistungen mindestens zu wiederholen – sich aber mit Punkten dafür zu belohnen.

So gut wie noch selten hätten sie im Wankdorf gespielt, liess sich Peter Zeidler einen Tag nach der 1:2 Niederlage gegen YB im Tagblatt zitieren. Die grünweisse Gefühlslage war am Tag nach Bern etwa so wie eine Woche zuvor, am Tag nach Basel. Auch dort hatte der FCSG nach einer an sich starken Leistung eine Niederlage erlitten, die mit den Adjektiven bitter, ärgerlich, unnötig und spät umschrieben werden musste. In den beiden Auswärtsspielen gegen die zwei nominell stärksten Teams der Liga sah St.Gallen gut aus, konnte die Gegner über weite Strecken dominieren, beeindruckte mit der Wucht im Offensivspiel und zog ein Pressing auf, das sowohl dem FC Basel wie auch den Young Boys in deren Spielaufbau grosse Mühe bereitete. Beide Partien gingen aber verloren und jedes Mal kassierte man späte und unverständliche Gegentore, die sich in Entstehung und Abschluss ähnlich waren: Auf der linken Abwehrseite gelang es nicht, ein Flanke vors Tor zu verhindern und in der Mitte traf ein Innenverteidiger die falsche Entscheidung.


Nun steht nach über einem Monat endlich wieder ein Heimspiel an. Mit Lugano ist ein Gegner im Kybunpark zu Gast, den die St.Galler in dieser Saison schon mal besiegen konnten. Ende August sorgten Tore von Guillemenot, Witzig und Görtler für einen 3:2 Auswärtssieg. Im Cornaredo zu siegen, war eine gute Sache. Vor allem in Anbetracht der zahlreichen schwierigen Begegnungen im Tessin und des im Mai verlorenen Cupfinals. Das Team von Trainer Mattia Croci-Torti hatte im Sommer Startschwierigkeiten und musste sich erst finden. Drei der ersten vier Spiele gingen verloren. Unterdessen haben sich die Luganesi aber gefangen und genauso viele Punkte gewonnen wie der FCSG. Auch sie ohne ein einziges Unentschieden.


Für St.Gallen geht es also darum, nicht nur gut zu spielen, sondern auch wieder Punkte zu sammeln. Zu befolgen, was Patrick Sutter direkt im Anschluss an die Begegnung mit den Young Boys in unser Mikrofon sagte, würde dabei helfen: «Wir müssen lernen, bis zum Schluss konzentriert zu bleiben.»