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Watkowiak hält drei Punkte fest

Der FC St.Gallen holt im Tessin den ersten Auswärtssieg der Saison. Vor allem dank Torhüter Watkowiak und auch dank teils wunderbaren Toren durch Guillemenot, Witzig und Görtler.

Aufreger: Den ersten gibts gleich nach vier Minuten. Haile-Selassie trifft zum vermeintlichen 1:0. Der Treffer zählt aber nicht, weil Celar im Abseits steht. Man atmet auf – doch dann meldet sich Volketswil. Hands von Sutter im Strafraum. Celar lässt Watkowiak keine Chance und verwandelt zur frühen Führung. Ein Start ins Spiel, der an so viele unselige Begegnungen im Cornaredo erinnert. St.Gallen reagiert diesmal aber so stark wie noch nie auf eine Lugano-Führung. Guillemenot erzielt mittels Traumtor den Ausgleich. Grossartig lanciert von Akolo, schliesst der Genfer sensationell ab. Witzigs Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ist ebenfalls sehenswert. St.Gallen dreht die Partie noch vor der Pause. Das ist richtig stark. Aufregend wirds dann nach einer knappen Stunde wieder. Lukas Görtler verwandelt vom Elfmeterpunkt sicher und bringt die Espen beruhigend in Führung. Dann aber kommt Boris Babic ins Spiel. Mit seiner ersten Ballberührung gelingt ihm der Anschlusstreffer. Damit bringt er die Hoffnung auf Punkte für Lugano nochmals zurück. Was folgt, ist die halbe Stunde von Lukas Watkowiak. Er hält mit fast unmenschlichen Paraden den Sieg fest. Danke Lukas!


Makel: Die letzte halbe Stunde ist nicht gut. St.Gallen verliert den Zugriff aufs Spiel komplett und wird zunehmend hinten rein gedrängt. So wird aus einer beeindruckenden Leistung im Tessin zum Schluss ein Sieg, der als glücklich eingestuft werden muss. Dass sowohl Guillemenot als auch Stergiou verletzt vom Platz müssen, ist ebenfalls ein Wermutstropfen an diesem ansonsten schönen Sonntagnachmittag.


Schiedsrichter: Stefan Horisberger hat die Partie jederzeit im Griff und zeigt eine starke Leistung. Dass Handspiele wie jenes von Sutter in der fünften Minute (aus kurzer Distanz angeschossen und den Arm doch ziemlich nah am Körper) zu einem Strafstoss führen, ist mittlerweile regeltechnisch wohl richtig, aber natürlich trotzdem ein Witz! Egal ob für oder gegen St.Gallen.

skurril: Knapp 600 grünweisse Fans bevölkern den Gästesektor. Rund 200 stehen vis à vis in der Kurve.


abseits: Der Espresso und die Luganighette schmecken so gut wie sonst kaum wo.



FC Lugano : FC St.Gallen 1879 2:3 (1:1)


Stadio di Cornaredo – 3937 Zuschauer – SR Stefan Horisberger.


Tore: 6. Celar (Pen.) 1:0, 29. Guillemenot (Akolo) 1:1, 45.+2 Witzig (Görtler) 1:2, 59. Görtler (Pen.) 1:3, 65. Babic 2:3.


Lugano: Saipi; Arigoni (75. Mai), Daprela, Ziegler, Valenzuela; Doumbia (63. Babic); Mahou (63. Amoura), Mahmoud (46. Bislimi), Sabbatini (Cap.), Haile-Selassie (75. Macek); Celar.

St.Gallen: Watkowiak; Sutter (70. Vallci), Stergiou, Stillhart, Guindo; Görtler (Cap.), Quintillà, Witzig (70. Karlen); Schubert (63. Schneider); Akolo (63. Schmidt), Guillemenot (59. Latte Lath).


Verwarnungen: 5. Sutter (Handspiel), 33. Mahmoud (Foul), 57. Ziegler (Reklamieren), 79. Guindo (Foul).


Bemerkungen: Lugano mit Osigwe, Mina, Hajdari, Mai, Bislimi, Babic, Casciato, Amoura, Macek (Ersatzbank). St.Gallen mit Dumrath, Maglica, von Moos, Vallci, Latte Lath, Karlen, Schneider, Alves, Schmidt (Ersatzbank) und ohne Zigi (gesperrt), Kempter (verletzt), Münst, Kräuci, Besio, Jaćović, Guidotti (alle nicht im Aufgebot).



Der Beste:



Einzelkritik


Watkowiak: Der Beste.

Guindo: Mit Ball sehr konzentriert. Stets mit Ideen, sich aus kniffligen Situationen zu lösen. Böse in den Zweikämpfen. Tut dem Team gerade damit sehr gut.

Stergiou: Gutes, weil fehlerfreies Spiel. Leidet zum Schluss unter Krämpfen und muss raus. Weil Peter Zeidler schon fünfmal gewechselt hat, kann er nicht ersetzt werden.


Stillhart: Findet mit Ball immer wieder gute Lösungen, das Spiel auszulösen. Defensiv ohne Tadel. In Topform!

Sutter: Ein sehr schriller Elfmeterpfiff. Wo kann ein Spieler seinen Arm noch besser verstecken, wenn nicht angelegt am Körper?! Sutter reagiert, in dem er seine Offensivaktivität erhöht und nicht Ruhe gibt, bis die Scharte ausgewetzt ist.

Quintillà: Er ist da, hilft dem Team in vielen kleinen Szenen – die grosse Bühne meidet er. Könnte offensiv noch mehr erwirken.

Witzig: Welch Klasse, welch Coolness beim Führungstreffer! Insgesamt ein gutes Spiel des Youngsters.

Görtler: Gutes Spiel des Captains! Sehr präsent. Mit und ohne Ball wirkungsvoll. Versenkt den Penalty stilsicher.

Schubert: Zieht immer wieder Bälle auf sich. Hat ein, zwei vielversprechende Abschlüsse. So bleibt er in der Startelf.

Akolo: Besticht mit seiner Ruhe am Ball, hat den Kopf stets oben, wirkt nie gestresst. Immer gefährlich, wenn er am Ball ein bisschen mehr Zeit hat.


Guillemenot: Ein Traumtor erzielt: schwierige, aber optimale Ballmitnahme mit dem Oberschenkel, dann gefühlvoll draufgehämmert, Ball im Winkel! Einen Penalty herausgeholt: stürzt sich gekonnt an die Stelle, wo kurz danach der Fuss des Lugano – Verteidigers hinkommt.


Schneider: Der kreative Mittelfeldspieler ersetzt nach dem 3:1 von Görtler Fabian Schubert. Er ist dann vor allem mit defensiven Aufgaben beschäftigt.


Latte Lath: Kommt zur selben Zeit für Guillemenot. Man hofft auf die Siegsicherung durch ihn. Das gelingt nicht, weil Lugano fortan zu druckvoll agiert.


Schmidt: Kommt nach 63’ für Akolo. Ist ausschliesslich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Insgesamt unauffällig.


Karlen, Vallci: Ersetzen nach 70’ Witzig und Sutter. Karlen fällt mal noch mit einem Ballverlust auf, der den Luganesi beinahe den Ausgleich ermöglicht.


Stimmen zum Spiel




Bilder zum Spiel

Bilder: Manuel Nagel








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