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Von Widnau bis aufs Äuserste gefordert

Der FCSG qualifiziert sich für die zweite Runde des Schweizer Cups. Die Espen schlagen den FC Widnau knapp mit 2:1. Die Amateure aus dem Rheintal sorgen an einem hochsommerlichen August-Nachmittag für ein Fussballfest. So geht Schweizer Cup! Chapeau!

Aufreger: Welch ein Traumtor des Widnauers Faleschini in der 19. Minute. Er nimmt eine Flanke volley ab und düpiert die gesamte St.Galler Abwehr inklusive Torhüter Watkowiak im weiten Eck. Wenige Minuten später haben die Rheintaler gar die Möglichkeit zum zweiten Treffer. Zur Pause liegen die Espen im Hintertreffen. Der Spielstand ist überraschend, aber folgerichtig. Der FC Widnau verdient sich die Führung mit einer beherzten und konzentrierten Leistung. In der zweiten Halbzeit erzielen Diaby und Akolo die beiden nötigen grünweissen Tore. St.Gallen kämpft sich in die zweite Runde im Schweizer Cup ohne zu brillieren. Es ist lange her, seit die Espen sich gegen Unterklassige im Cup so schwer getan haben. In früheren Zeiten wurden solche Spiele auch mal verloren.


Makel: Die mangelnde Effizienz. Die oft fehlende Präzision. Phasenweise das fehlende Tempo im Offensivspiel.


Schiedsrichter: Nico Gianforte hat die Partie im Griff. Natürlich passieren auch ihm einige Fehler: Zum Beispiel als er Schubert in der ersten Halbzeit den Vorteil nicht gewährt. Aber über den Schiedsrichter wurde schon auf dem Platz zu viel diskutiert. Er dient nicht als Erklärung für das knappe Resultat.

Wetter: Es ist vermutlich das letzte Hochsommer-Wochenende des Jahres und das heizt beiden Teams richtig ein. Über 33° im Schatten. An der Sonne einem Rückstand hinterher zu laufen? Man kann sich schönere Beschäftigungen vorstellen.


Vorahnung: Es war kurz vor 23:00 Uhr nach dem 1:1 gegen Servette im Bauch des Stade de Genève, als Peter Zeidler uns auf einen solchen Nachmittag vorbereitete: «Widnau spielt wie Rorschach-Goldach in der zweiten Liga Interregional. Ansonsten haben sie keine Gemeinsamkeiten. Widnau ist viel stärker. Das wird eine schwierigere Aufgabe als letztes Jahr. Natürlich müssen wir dieses Spiel gewinnen. Aber es braucht eine hochkonzentrierte Leistung.» Alles richtig vorausgesagt!



FC Widnau – FCSG 1879 1:2 (1:0)

Aegeten – 6350 Zuschauer – SR Nico Gianforte.


Tore: 19. Faleschini 1:0, 53. Diaby 1:1, 71. Akolo 1:2.


Widnau: Hetzel; Ivic, Andrade, D’Amico, Thönig, Lässer, Faleschini, Liechti, Giovetti, Egbon, Tüccar.

St.Gallen: Watkowiak; Sutter, Vallci, Diaby, Schmidt (54. Okoroji); Görtler (Cap.), Fazliji, van der Venne (74. Witzig); Geubbels (46. von Moos), Schubert (74. Stevanovic), Akolo (74. Möller).


Verwarnungen: 90. Cabezas (Foul).


Bemerkungen: St.Gallen mit Zigi, Janitzek, von Moos, Möller, Okoroji, Witzig, Zanotti, Krasniqi, Stevanovic (Ersatzbank) und ohne Quintillà, Karlen, Guidotti (alle verletzt/krank), Dumrath, Nuhu, Stergiou, Lüchinger, Ndombasi (alle nicht im Aufgebot).



Der Beste



Einzelkritik


Watkowiak: Beim Gegentor machtlos. Ansonsten zweimal gefordert. Diese Tests besteht er.


Sutter: Rackert und kämpft. Gibt alles.


Vallci: Fehlerlos.


Diaby: Danke! Er erzielt nach einer Flanke von Isaac Schmidt das wichtige 1:1.


Schmidt: Gibt den Assist zum Ausgleich. Tut sich auf dem stumpfen und knochentrockenen Platz schwer. Seine Rushes über die linke Seite funktionieren kaum. Muss in der 54. Minute angeschlagen vom Platz.


Görtler: Läuft viel, ist viel am Ball, strahlt trotz Rückstand Zuversicht aus, bleibt aber sowohl in der Vorbereitung als auch im Abschluss wirkungslos. Starkes Interview dann nach dem Spiel!


Fazliji: Im Pauseninterview mit Viktor Rohner sagt er, man müsse jetzt den Kopf einschalten und im Angriff schneller und gefährlicher agieren. Das gelingt in der zweiten Hälfte. Auch dank seinen Pässen.


van der Venne: Hat in der ersten Halbzeit vor allem mit sich zu kämpfen. Verliert einige Zweikämpfe, was zu unnötigen Ballverlusten führt. Dass er sich dabei immer wieder auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter einlässt, trägt nicht zu einer Verbesserung seines Spiels bei. Nach der Pause ist er besser und erarbeitet sich mehr als eine Torchance. Im Abschluss hat er wenig Glück.


Schubert: Fällt mit grossem Einsatz, Leidenschaft und guter Körpersprache auf. Versucht das Spiel schnell zu machen, was aber nur selten gelingt.


Geubbels: Hat in Halbzeit eins die grösste St.Galler Chance. Verzieht aber komplett und wirkt danach etwas ratlos. Macht zur Pause Platz für Julian von Moos.


Akolo: Ist heute der auffälligste Stürmer und erzielt das wichtige 2:1.


von Moos: Bringt nach der Pause Schwung und Tempo ins St.Galler Angriffsspiel. Ein Tor will ihm leider nicht gelingen. Trotzdem ein ordentlicher Auftritt.

Okoroji: Gibt in einem komplizierten Spiel sein Début und fällt mit gewonnen Zweikämpfen, einigen Flügelläufen und gut getretenen Flanken auf.


Möller, Witzig, Stevanovic: Greifen während der Schlussviertelstunde ebenfalls ins Geschehen ein.



Stimmen zum Spiel:






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