• gruenweiss.sg

Souveräner Sieg im Tessin

Der FCSG gewinnt das Cupspiel gegen Arbedo-Castione nach einer konzentrierten und letztlich souveränen Leistung mit 5:0. Damit verdienen sich die Espen das Viertelfinale im Schweizer Cup. Der Gegner wird morgen Abend ausgelost.

Aufreger: In der ersten Halbzeit sind sie rar. St.Gallen trifft zweimal Aluminium und zweimal das Tor. Arbedo macht, was von einem Unterklassigen erwartet werden kann. Das allerdings sehr gut. Sie stehen mit zehn Mann hinten rein, laufen viel und scheuen keine Zweikämpfe. In der zweiten Hälfte geht es ähnlich weiter. Der FCSG erspielt sich Chancen, hat den Gegner im Griff und erzielt drei weitere Tore. Besonders herauszustreichen, gilt es das 4:0. Seit längerer Zeit gelingt wieder ein Treffer nach einem Eckball. Vallci köpft die Quintillà-Flanke ein.


Makel: Zu bemängeln gibt es wenig. Wenn man unbedingt möchte, könnte man die Chacenauswertung kritisieren. Mit 5:0 fällt der Sieg knapper aus als möglich.


Schiedsrichter: Nico Gianforte lässt zwar nicht so viel laufen, wie sich das die Espen aus der Super League gewöhnt sind, hat aber die Lage stets im Griff.


skurril: Das erste Tor, das als Flaschenöffner dient: Guidotti wird aus kürzester Distanz im Strafraum angeschossen und von seinem Hinterkopf fliegt der Ball ins Tor. Weil der Tessiner Torhüter den Ball knapp hinter der Linie noch aus dem Goal bugsieren kann, sind sich zunächst nicht alle sicher, ob der Treffer auch wirklich zählt.


abseits: Nach dem Spiel denken im stadio comunale alle Grünweissen schon an den kommenden Samstag. Wegen der Winter-WM in Qatar steht bereits Mitte November das letzte Super League Spiel des Jahres an. Die Espen treffen im Tourbillon auf den FC (Balotelli-Constantin) Sion. Die Vorfreude ist gross und gross soll auch das Spiel werden, erklärt Peter Zeidler im Interview mit Ralph Weibel.



AC Arbedo-Castione – FC St.Gallen 1879 0:5 (0:2)

Comunale, Bellinzona – SR Gianforte.


Tore: 38. Guidotti 0:1, 42. Latte Lath 0:2, 64. Latte Lath 0:3, 80. Vallci 0:4, 88. Cavegn 0:5.


Arbedo-Castione: Jakimov (69. Pesenti); Minorini, Roguljić, Maffi, Berera; Vargiu, Anselmi (81. Anselmi), Colatrella, Zivko (70. Christen); Decristophoris (81. Namani); Ambrosetti (60. Bozzini).


St.Gallen: Watkowiak; Vallci, Stergiou, Maglica, Kempter; Stillhart (46. Witzig), Quintillà, Guidotti (46. Schmidt); Alves (28. Schneider); Latte Lath (65. Karlen), Akolo (65. Cavegn).


Verwarnungen: 13. Alves (Foul), 45. Ambrosetti (Foul), 83. Schneider (Foul).


Bemerkungen: Arbedo-Castione mit Pesenti, Idrizi, Citrini, Namani, Ricupero, Christen, Pocas Ribeiro, Gazzoli, Bozzini (Ersatz). St.Gallen mit Zigi, Guillemenot, Guindo, Karlen, Schneider, Sutter, Schmidt, Witzig, Cavegn (Ersatz) sowie ohne Görtler (gesperrt), Schubert, von Moos, Münst, Besio (verletzt/krank), Kräuchi, Jaćović, Dumrath und Ndombasi (nicht im Aufgebot). - 19. Lattenschuss von Alves. - 30. Lattenschuss von Akolo.



Einzelkritik


Watkowiak: Ist auch dabei.


Vallci: Tor zum 4:0 nach Ecke Quintilla, Assist zum 3:0. Gefällt mit seiner aktiven Art, strahlt Unternehmergeist und Leadership aus. Schade fehlt er wegen Sperre gegen Sion.


Stergiou: Verteidigt noch etwas offensiver als gewohnt. Tut dies fehlerfrei.


Maglica: Wie Stergiou erwartungsgemäss selten gefordert. Hauptsächlich mit dem Spielaufbau beschäftigt. Und der beginnt meistens schon 40 Meter vor dem gegnerischen Tor.


Kempter: Endlich wieder mal auf der Matte. Seit seiner Knöchelverletzung bei Austria Lustenau ein paar Spiele für die U21 gemacht, das eine oder andere Aufgebot ohne Einsatz bei der Ersten. Noch ohne herausragende Szene.


Stillhart: Kopfballchance 10. Minute frei aus 7m – kann man auch mal machen. Nach der ersten Halbzeit Feierabend.


Quintillà: Nebst der gewohnten strategischen Rolle kommt er hie und da auch mal zu einer Weitschussgelegenheit – was in der Super League selten zu erhalten ist.


Guidotti: Trifft schmerzhaft zum 1:0. Wird dabei von einem Tessiner angeschossen. Muss deshalb bereits zur Pause raus. Verdacht auf eine leichte Hirnerschütterung.


Alves: Verwarnung in der 13., Lattenschuss in den 20., Auswechslung in der 28. Alves hat sich beim Gelbfoul selbst den Kopf (zu fest) angeschlagen. Verdacht auf leichte Hirnerschütterung.


Akolo: Lattentreffer in der 30. Die eine oder andere stupende Ballverarbeitung dort. Der eine oder andere feine Pass aus dem Fussgelenk da. Zählbares war heute nicht dabei.


Latte Lath: Doppeltorschütze! Trifft mit einer herzhaften Einzelleistung herrlich zum 2:0. Mit gutem Laufweg und präzisem Abschluss beim 3:0. Tankt so Selbstvertrauen.


Schneider: Kommt nach 28’ für Alves. Kann zu Beginn der zweiten Halbzeit die eine oder andere Offensivszene zeigen. Verpasst Grosschance in der 50. Schade. Braucht mehr Selbstvertrauen.


Witzig: Ersetzt nach der Pause Stillhart. Sucht den speziellen Moment, die ausserordentliche Szene. Findet den Trüffel aber nicht – hat kein Schwein. Muss sich wieder reinkämpfen ins Team.


Schmidt: Kommt nach der Pause für Guidotti. Nichts Zählbares, aber doch einigermassen wirblig, dynamisch und aktiv.


Karlen: Ab der 65. Minute für Akolo. Mit dem einen oder anderen Abschluss.


Cavegn: Ab der 65. Für Latte Lath. Trifft nach einem Abpraller zum 5:0. Erstes Profitor!



Stimmen zum Spiel