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Grandios gekämpft

Der FCSG 1879 besiegt den FC Lugano mit 1:0. Es ist ein herausragender Auswärtssieg dank dem Tor von Christian Witzig und vor allem dank einer sehr solidarischen Defensivleistung.



Aufreger: Bereits nach drei Minuten muss Isaac Schmidt gegen Zan Celar in extremis verteidigen. Lugano legt druckvoll los und bringt die Espen immer wieder in brenzlige Situationen. Nach rund 20 Minuten fangen sich die St.Galler und zeigen sich ab und an auch vor dem Lugano Tor. Teilweise sogar hervorragend spielend. Nach einer halben Stunde trifft Akolo. Der Treffer zählt nicht, weil Geubbels zuvor im Abseits stand. Kurz vor der Pause, erzielt Christian Witzig nach einer ähnlichen Aktion das Game-Winning-Goal. Zanotti und Akolo verdienen sich mit ihrer Vorarbeit ebenfalls Bestnoten. Die Führung zur Pause ist zwar glücklich aber keineswegs zufällig. Nach dem Seitenwechsel vergibt Chadrak Akolo drei Topchancen und verpasst es, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Zum Schluss geraten die Espen zwar nochmals unter Druck, aber die Art und Weise wie sie mannschaftlich geschlossen verteidigen, ist grandios.



Makel: Heute gibts kaum etwas zu kritisieren. Noch nie in dieser Saison hatten die Espen weniger Ballbesitz und nur selten mussten sie sich während so langen Phasen ausschliesslich in der Defensive beschäftigen. Dank der überaus solidarischen Leistung ist das allerdings kein Makel.


Schiedsrichter: Feday San hat die Partie jederzeit im Griff und zeigt eine nächste tadellose Leistung. Chapeau!


skurril: In Lugano wird ein neues Stadion gebaut. Als Journalist ist man froh darum und hofft, dass dort die Abläufe klarer geregelt werden. Die Wege vom Parkplatz zum Stadion oder von der Medientribüne zur Mixed Zone, wo die Interviews geführt werden können, sind im Cornaredo jedes mal anders und kommen einem Irrgarten gleich.



FC Lugano – FCSG 1879 0:1 (0:1)

Stadio die Cornaredo – 4463 Zuschauer – SR Fedayi San (VAR Lukas Fähndrich).


Tore: 44. Witzig (Akolo) 0:1.


Lugano: Saipi; Doumbia, Mai, Hajdari; Bislimi (61. Valenzuela), Grgic (77. Espinoza), Mahmoud (, Cimignani (61. Vladi); Steffen, Bottani (Cap., 61. Aliseda); Celar.


St.Gallen: Zigi; Zanotti, Stanic, Vallci, Schmidt; Görtler (Cap.), Quintillà, Witzig (81. Okoroji); Ruiz (46. Stevanovic); Geubbels (71. von Moos), Akolo (71. Milosevic).


Verwarnungen: 45.+1 Grgic (Foul), 58. Quintillà (Foul), 66. Valenzuela (Foul), 85. Stanic (Zeitspiel), 89. von Moos (Foul).


Bemerkungen: Lugano ohne Osigwe, Hajrizi, Mahou, Nkama, Babic, Reynolds, Przybylko, Mina (alle verletzt oder abwesend). St.Gallen mit Watkowiak, Sutter, Schubert, von Moos, Diaby, Toma, Okoroji, Stevanovic, Milosevic (Ersatzbank) und ohne Nuhu, Karlen, Möller, Fazliji, van der Venne (alle verletzt), Dumrath, Janitzek, Mambimbi, Krasniqi, Lymann, Konietzke (alle nicht im Aufgebot). – 30. Tor von Akolo wegen Abseits aberkannt. – 68. Kopfball von Hajdari an die Latte.




Einzelkritik


Zigi: Im ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung bis 2027 mit einer starken Leistung. Ist sehr präsent und hält alles, was auf seinen Kasten kommt.


Zanotti: Fantastisch wie er vor dem Tor den Ball noch zur Mitte bringen kann und damit einen erfolgreichen Offensivakzent setzt. Defensiv wie immer bärenstark. Verliert kaum einen Zweikampf, lässt kaum eine Flanke zu und strahlt viel Sicherheit aus.


Stanic: Der Beste


Vallci: Zusammen mit Stanic bildet er das Zentrum des St.Galler Abwehrbollwerks, das bis zum Schluss dicht hält. Gewinnt viele Zweikämpfe und gefällt mit gutem Stellungsspiel.



Schmidt: Er komplettiert mit seiner bärenstarken Leistung die grandiose Verteidigung des FC St.Gallen. Bleibt über 90 Minuten praktisch fehlerlos.


Quintillà: Fleissig, zweikampfstark, mit viel Übersicht und technisch stark. Auch unter Druck findet er immer wieder gute Lösungen.


Görtler: Auch der Captain fügt sich stark ins Kollektiv ein und hat immer wieder wichtige Momente, in denen er die richtigen Entscheidungen fällt. An der Medienkonferenz vor dem Spiel hat er gesagt, dass er sich auf Spiele gegen Lugano freue. Das ist auf dem Platz spürbar.



Witzig: Bis zu seinem Tor kurz vor der Pause tut er sich schwer. Etliche Ballverluste und Fehlpässe. Dann trifft er und in der zweiten Halbzeit fällt er mit brillanten Dribblings und guten Vorstössen auf.


Ruiz: Ein, zwei gute Balleroberungen. Ansonsten findet er nicht richtig ins Spiel und macht zur Pause Platz für Stevanovic.


Geubbels: Bildet zusammen mit Chadrac Akolo ein richtig gutes Sturmduo. Er spielt heute enorm mannschaftsdienlich. Gräbt Bälle im eigenen Strafraum aus, sprintet nach vorne, bindet immer mindestens zwei Abwehrabspieler und ist so wertvoll für das Team.


Akolo: Schiesst das wegen Abseits annulierte Tor, gibt den Assist zum einzigen Treffer des Abends und hat nach der Pause drei Grosschancen. Stark!


Stevanovic: Mit ihm erhält das Mittelfeld nach der Pause mehr physische Stabilität und Sicherheit.


Milosevic, von Moos: Kommen in der 71. Minute aufs Feld und tragen ihren Teil zum wichtigen Auswärtssieg bei.



Stimmen zum Spiel





Bilder zum Spiel


Bild: Cyriac Schnyder

Ton: James Wehrli, Marc Baumeler

Text: Marc Baumeler



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