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Endstation Basel

Aktualisiert: 5. Mai

Die Fraueneqipe des FC St. Gallen 1879 verliert das Rückspiel des Playoff Viertelfinals deutlich mit 3:0. Die Baslerinnen sind spielerisch und körperlich überlegen. Anstatt Halbfinal heisst es deshalb nun Platzierungsspiele für die Ostschweizerinnen.



Aufreger: Alles oder nichts heisst es heute in Basel im Playoff Viertelfinal. Unentschieden gibt es nicht. Nur der Sieg zählt. Beide Teams tasten sich zu Beginn langsam ran. Niemand will früh einen grossen Fehler machen. Entsprechend wenig Spektakel gibt es in den ersten Minuten. Die ersten Chancen gehören dann den Baslerinnen. Die Ostschweizerinnen verteidigen aber solide und können alle Angriffe klären. Für die St. Gallerinnen kommt Noah Schärz in Minute 11 zur ersten Chance. Ihr Schuss ist aber zu wenig scharf und deshalb kein Problem für die Torhüterin. Kurz darauf kommt Jasmin Colombo in den Strafraum, wird aber abgedrängt. Doch Basel ist effizienter und bucht den ersten Treffer. Bereits in der 36. Minute muss Marisa Wunderlin einen ersten Wechsel vornehmen. Fiona Batliner wird nach einem Zweikampf verletzt vom Feld getragen. Und so geht’s mit einem 1:0 Rückstand in die Pause. Nach der Pause geht’s beinahe unverändert weiter. Die St. Gallerinnen sind weiterhin das passivere Team und die Frauen vom Rheinknie werden der Favoritinnenrolle gerecht. In der 51. Minute verwandeln sie einen Handspiel zum 2:0. 20 Minuten vor Schluss muss Nadine Böhi dann noch ein drittes Mal den Ball aus dem Netz holen.

 

Makel: Die St. Gallerinnen gehen als Aussenseiterinnen ins Spiel. Aber sie machen heute dennoch zu wenig fürs Spiel und die Pässe sind zu ungenau. So kommt grün-weiss zu fast keinen Torchancen und eine klare Niederlage ist die logische Konsequenz.

 

Schiedsrichter: Zwei drei brenzlige Situationen gibt es heute zu beurteilen. Die Karten lässt er mehrheitlich stecken. Ein vermeintliches Handspiel von Naja Glanzmann pfeift er nicht ab. Korrekt. Der Arm ist komplett am Körper angelegt. Auch den Penalty gegen die St. Gallerinnen kann man geben.

 


Abseits: Die Fanlager der beiden Teams sorgen für eine super Playoff Stimmung. Mit Fangesängen, Fahnen, Megafonen und vor allem den eigenen Stimmen werden die beiden Teams lautstark unterstützt. Chapeau an alle Fans. Es ist primär dem Resultat geschuldet, dass je länger das Spiel dauert, die Fans aus der Ostschweiz etwas leiser werden.

 

Skuril: Nach einer guten halben Stunde bleibt Fiona Batliner nach einem Zweikampf im Strafraum liegen. Ihre Mitspielerinnen rufen sofort die Betreuerinnen herbei. Es geht nicht mehr weiter. Leider kann Fiona Batliner auch nicht selbst vom Spielfeld laufen. Es steht jedoch keine Trage zur Verfügung, sondern sie wird von Mitspielerinnen vom Feld getragen. Nach einem kurzen Check bekommt Fiona Batliner ein paar Krücken und muss damit begleitet von Mitspielerinnen einmal rund ums Feld gehen. Szenen die bei einem Herrenmatch undenkbar sind. Und ein weiteres Beispiel die zeigen, dass es bei der Professionalität im Frauenfussball noch grosses Potenzial hat.

 

FCB 1893 – FCSG 1879  3:0 (1:0)Sportanlagen St. Jakob, Basel, 2’143 Zuschauer


Tore: 21. Rudelic (1:0), 51. Vojtekova (2:0), 71. Rudelic (3:0)


St. Gallen: Böhi, Batliner (36. Wyser), Glanzmann, Brunner, Baumann, Bernet, Colombo, Schärz (76. De Freitas), Bachmann, Aeberhard (76. Risch), Gaus (55. Ess)


Basel: Klink, Szenk, Adigo, Vojtekovà, Baass, Sow, Köster (83. Markou), Rudelic, Krasniqi (70. Ugochukwu), Seghir (92. Hirata), Csillag


Verwarnungen: 67. Vojtekova, 86. Glanzmann


Bemerkungen: St. Gallen ohne Weber, Schefer, Hafizovic, Brecht, Bollmann und Bischof.

 


Einzelkritik


Böhi: Mehrere gute Abwehrsituationen aber kann das deutliche Resultat auch nicht verhindern.


Batliner: Muss verletzt Raus. Hoffentlich nichts Schlimmeres. Gute Besserung!


Glanzmann: Hat einen schweren Stand gegen grosse kämpferische Stürmerinnen.


Brunner Gutes Stellungsspiel und bemüht, Angriffe zu unterbinden.


Baumann: Beim Gegentor steht sie leider hinter der Gegnerin, ansonsten eine solide Verteidigungsleistung.


Bernet: Geht als Leaderin voran und versucht, das Spiel anzutreiben.


Colombo: Zuerst kämpferisch in der Offensive, wird sie später nach hinten gezogen.


Schärz: Versucht, aus ihrer Position das Spiel anzutreiben. Verzeichnet eine Torchance.


Bachmann: Versucht, offensive Aktionen zu kreieren.


Aeberhard: Erneut geht sie weite Wege und drängt nach vorne.


Gaus: Hat gegen die starken Baslerinnen einen schweren Stand.


Wyser: Bemüht, aber kann offensiv heute nicht wie gewohnt auffallen.


Ess: Teileinsatz, kommt leider nicht so richtig ins Spiel.


De Freitas und Risch: Kommen in den 15 Minuten zu einem Teileinsatz.



Stimme zum Spiel



Bilder zum Spiel


Bild: Yasmine Bollmann

Ton: Pascal Baumann

Text: Kevin Friedauer

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