Das spiel

Was für ein Befreiungsschlag! Der FCSG 1879 schlägt den Meister vor fast ausverkauftem Haus verdient mit 3:1 und holt damit drei nicht budgetierte Punkte. 

 

Bereits in der vierten Minuten gehen die Espen durch einen sehnswerten Schuss von Youan mit 1:0 in Führung. Die St.Galler drücken aufs Tempo und suchen sofort das zweite Tor. Sie sind präsent in den Zweikämpfen, finden kreative Lösungen im Spiel nach vorne und sind in der ersten halben Stunde des Spiels die bessere Mannschaft. Vor der Pause erwacht YB und kommt durch Fassnacht zu drei guten Chancen, die der Natispieler allerdings alle auslässt. Und so gelingt es dem FCSG die knappe Führung in die Pause zu retten. 

 

Zeidler stellt für die zweite Halbzeit etwas um. Nimmt den gefälligen Diarrassouba vom Feld und bringt mit Ousmane Diakité einen zweiten defensiven Mittelfeldspieler. Zuerst geht es aber nach vorne. In der 47. Minute sprintet Duah rechts bis zur Grundlinie, passt scharf zur Mitte, wo Camara den Ball via Knie von Torhüter Faivre ins eigene Netz abfälscht. Danach steht St.Gallen sicher, lässt wenig zu und entscheidet die Partie durch Diakité mit dem 3:0 eine Viertelstunde vor Schluss. Den Schlusspunkt setzt Stillhart in der 82. Minute, als er einen Schuss von Fabian Rieder unglücklich an Zigi vorbei ins Tor lenkt. Egal! Der FCSG 1879 gewinnt in einem begeisternden Spiel drei enorm wichtige Punkte. 

 

 

FC St.Gallen 1879 – BSC Young Boys 3:1 (1:0)

 

kybunpark – 17'901 Zuschauerinnen und Zuschauer. SR. San.

 

Tore: 4. Youan 1:0, 47. Faivre 2:0 (Eigentor), 75. Diakité 3:0, 82. Stillhart 3:1 (Eigentor).

 

St.Gallen: Zigi; Cabral, Nuhu, Stillhart, Traorè; Görtler, Fazliji (83. Sutter), Diarrassouba (46. Diakité), Schmidt (57. Ruiz); Duah (73. Besio), Youan (73. Guillemenot).

 

Young Boys: Faivre; Hefti (86. Mambimbi), Camara (48. Bürgy), Lauper, Garcia; Fassnacht, Aebischer (67. Jankewitz), Martins (46. Rieder), Ngamaleu (67. Lefort); Elia, Siebatcheu.

 

Verwarnungen: 37. Görtler (Foul), 87. Besio (Foul) 94. Elia (Foul).

 

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Schubert, Diakité, Guillemenot, Ruiz, Münst, Sutter, Besio und Babić (Ersatz) sowie ohne Stergiou, Kempter, Staubli, Kräuchi Lüchinger (verletzt/krank), Abaz, Jaćović, Witzig und Clément (nicht im Aufgebot/U21). YB mit Laidani, Sierro, Sulejmani, Jankewitz, Bürgy, Mambimbi, Maceiras, Lefort und Rieder (Ersatz) sowie ohne von Ballmoos, Zesiger, Petignat, Kanga, Nsame, Lustenberger, Monteiro (verletzt/krank), Zbinden, Spielmann, Maier und Toure (nicht im Aufgebot/U21)

der beste

einzelkritik

Zigi: Tolle Ausstrahlung. Gegen Hefti mit bester Parade, einmal in Neuer - Manier gegen Elia. Fassnacht wagte gar nicht erst, den Ball aufs Tor zu bringen.

 

Cabral: Wacklig zu Beginn und mit einem Bock vor der Pause, als er einen Ball ohne Not wegschlagen will und damit dem Gegner eine Grosschance gibt. Steigerte sich aber eindrücklich. Er agierte von Minute zu Minute sicherer.

 

Stillhart: Zweikampfstark und vor allem in der Luft eine Bank. Beim Gegentreffer unglücklicher Ablenker, aber ohne Schuld.

 

Nuhu: Eine weitgehend fehlerfreie Partie. Eine Wucht in der Luft. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn Stergiou wieder fit ist.

 

TraorèAuffällig präsent bei Standards, mutig in der Startphase. Hatte seine Seite gut im Griff. Traoré gefiel.

 

Fazliji: Der Beste!

 

Görtler: Es war, als wäre der alte Görtler zurück. Dort, wo das Spiel war, dort war er. Vor allem seine Defensivleistung gilt es zu würdigen: das versteht man unter «Arbeiten fürs Team».

 

Schmidt:  Initiator, schnell im Kopf, schnell zu Fuss, clever im Zweikampf. So dürfte sich seine Einsatzzeit rasch vergrössern.

 

Diarrassouba: Genau in diese Richtung solls doch gehen! Deutlich besser als gegen Servette. Schnelle Bewegungen mit Ball und überraschende Pässe aus dem Fussgelenk. Geschieht das noch öfter in Nähe des gegnerischen Strafraums, wird er zur Attraktion.

 

Duah: Hat sich mit Beharrlichkeit in eine Topform hochgearbeitet. Und plötzlich gehen auch noch krumme Dinger wie beim 2:0 rein. Blieb bis zur Auswechslung agil und gefährlich.

 

Youan: Was für ein Treffer! Er hob ihn auf ein anderes Level. Ein Stimmungsspieler. Mit seinem Tempo zusammen mit Duah gegen das Spitzenteam YB die ideale Wahl in der Offensive. Oder wurde gar das neue Duo erster Wahl gefunden?

 

DiakitéKam nach der Pause für Diarrassouba. Stärkte das Zentrum spürbar und schoss im Stil eines abgebrühten Stürmers das 3:0. Kurz vor Schluss lag er aus ungeklärten Gründen plötzlich am Boden. Hoffentlich ist gesundheitlich alles ok!

 

Ruiz: Kam für einmal von der Bank (57’ für Schmidt). Und es tat der Mannschaft gut, dass sie in der komplizierten Schlussphase auf den routinierten, bissigen Spanier zählen konnte.

 

Besio, Guillemenot, Sutter: Halfen zum Schluss beherzt mit, den Sieg über die Zeit zu bringen.

Stimmen zum Spiel


Bilder: Manuel Nagel