Das Spiel

Der FCSG 1879 verliert zuhause gegen das Tabellenschlusslicht mit 0:1. Das ist ein Rückschritt, der schmerzt nach den beiden Siegen gegen YB und Basel.

 

Die erste Halbzeit war fahrig und unkonzentriert. Es gelingt den Espen nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Immer wieder kommen sie einen Schritt zu spät, was etliche Verwarnungen zur Folge hat. Lausanne Sport ist nur darauf bedacht, das St.Galler Spiel zu unterbinden und das machen die Westschweizer äusserst erfolgreich. Während der gesamten ersten Hälfte sehen die fast 16'000 im kybunpark keine einzige Torchance. Trotzdem geht Lausanne in der 12. Minute in Führung. Musa Nuhu drischt einen Querpass durch den eigenen Strafraum für Zigi unhaltbar in die Maschen. Dass der einzige Treffer des Nachmittags ein Eigentor ist, passt zum Auftritt des FC St.Gallen. 

 

Einzig in den zwanzig Minuten nach der Pause bekommt man das Gefühl, dass da doch noch etwas gehen könnte für die Grünweissen. Aber erstens sind sie zu wenig effizient und zweitens steht bei Lausanne ein starker Mory Diaw zwischen den Pfosten. Gegen Ende der Partie sind die Lausanner dem zweiten Tor dann wieder näher als die Espen dem Ausgleich. Zwanzig gute Minute reichen auch gegen das Tabellenschlusslicht nicht. Und so hallt eine Aussage von vor dem Spiel nach. "Der Sieg gegen Basel ist nur dann wirklich viel wert, wenn heute Punkte geholt werden." Sie stammt von Präsident Hüppi.

 

 

FC St.Gallen 1879 - FC Lausanne-Sport 0:1 (0:1)

 

kybunpark - 15'965 Fans - Sr. Fähndrich.

 

Tor: 12. Eigentor Nuhu 0:1.

 

St.Gallen: Zigi; Cabral (83. Sutter), Nuhu (72. Besio), Stillhart, Traorè; Görtler, Fazliji, Schmidt (46. Guillemenot); Diarrassouba (46. Ruiz); Duah (65. Schubert), Youan.

 

Lausanne: Diaw; Chafik, Koné, Monteiro, Husić (71. Suzuki); Kukuruzović (78. Barès); Sanches (57. Mahou), Trazié, Puertas, Coyle; Amdouni (78. Ouattara).

 

Verwarnungen: 17. Schmidt (Foul), 29. Nuhu (Foul), 29. Chafik (Reklamieren), 32. Görtler (Foul), 36. Trazié (Foul), 82. Schubert (Foul).

 

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Schubert, Guillemenot, Ruiz, Münst, Staubli, Sutter, Besio, Babić (Ersatz) sowie ohne Stergiou, Diakité, Kempter, Kräuchi, Witzig, Lüchinger (verletzt/krank), Abaz, Jaćović und Clément (nicht im Aufgebot). Lausanne ohne Grippo, Geissmann, Kapo, Turkes (verletzt),George, Koyalipou, Tsoungui, Nanziayamo, Mastil (nicht im Aufgebot).

 

82. Puertas schiesst Foulpenlaty an die Querlatte. - 89. Pfostenschuss Mahou

 

Der beste

einzelkritik

Zigi: Ein Missverständnis mit Fazliji, das beinahe das 0:2 zur Folge gehabt hätte, ansonsten kann man ihm nichts vorwerfen. 

 

Cabral: Defensiv ok. Nach vorne gelingt ihm praktisch nichts. 

 

Stillhart: Gewinnt zwar, wie immer, zahlreiche Kopfballduelle und Zweikämpfe, in der Spieleröffnung ist er aber zu fehlerhaft.  

 

Nuhu: Trifft in der 12. Minute unbedrängt ins eigene Tor. Pech, das es der einzige Treffer des Nachmittags bleibt. Ansonsten ist er defensiv solide. Im Aufbau aber auch er mit etlichen Fehlpässen. 

 

Traorè: Ist für einmal in der Defensive gefordert, bringt nach vorne mehr als Cabral auf rechts. Entscheidendes gelingt aber auch ihm nicht. 

 

Fazliji: Durchzogene Leistung im defensive Mittelfeld. Ist zwar zweikampfstark, findet aber oft keine Lösungen in der Offensive. 

 

Görtler:  Der Beste 

 

Schmidt: Holt sich früh die gelbe Karte ab und schnuppert danach bei zwei Aktionen an der zweiten gelben. Das ist das Auffälligste vom linken Mittelfeldspieler im Spiel gegen Lausanne. Bleibt zur Pause in der Kabine. 

 

Diarrassouba: Kann sich mit seinem Spielwitz und seiner Technik nur selten gegen seine robusten Gegenspieler durchsetzen. Auch er muss für die zweite Halbzeit einem Kollegen Platz machen. 

 

Youan: Der deutlich aktivere und gefährlichere Stürmer in der ersten Halbzeit. Nach der Pause spielt er im linken Mittelfeld und ist an den gefährlichen St.Galler Aktionen  beteiligt. Mit zunehmender Spieldauer wird er aber eigensinniger und verpasst oft den Moment des Abspiels. 

 

Duah: Bleibt bis zu seiner Auswechslung in der 65. Minute wirkungslos. 

 

Guillemenot: Kommt zur zweiten Halbzeit für Schmidt und bringt anfangs einiges an Frische ins St.Galler Spiel. Leider taucht auch er gegen Schluss ab. 

 

Ruiz: Ersetzt nach der Pause Diarrassouba. Läuferisch zeigt er eine gute Leistung. Die meisten Angriffe laufen über ihn. An der Niederlage und am zweifelhaften Gesamteindruck kann aber auch er nichts ändern. 

 

Schubert: Spielt ab der 65. Minute für Duah. Vergibt einmal aus aussichtsreicher Position und verursacht in der Schlussphase den Elfmeter. Das ist zu wenig. 

 

Besio, Sutter: Kommen in der 72. und der 83. für Nuhu und Cabral ins Spiel. 

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Bilder: Manuel Nagel