Ein Sieg für entspannte ferien

Aufreger: Nur eine Woche nach dem verlorenen Cupfinal kommen wieder über 17'000 Zuschauer:innen in den Kybunpark, um den FCSG 1879 in einem – was die Tabelle anbelangt – bedeutungslosen Spiel gegen Lausanne Sport zu sehen. Das ist wirklich bemerkenswert. Weitere Aufreger waren dann die vier schönen Tore: zweimal trifft Duah, einmal Lukas Görtler und Patrick Sutter erzielt sein zweites Super League Tor. Es ist der gewünschte, versöhnliche Saisonabschluss nach der grossen Enttäuschung vor Wochenfrist. Und zum Schluss noch dies: Der FC St.Gallen holt in der Rückrunde 34 Punkte. Soviel wie noch nie. Chapeau!

 

Makel:  Die Sommerpause beginnt und wir müssen acht Wochen auf Super League Fussball verzichten. 

 

Schiedsrichter: Stefan Horisberger hat alles im Griff und als er vor dem vermeintlichen Lausanner Ausgleichstreffer ein Foul übersieht, hilft ihm der VAR. Starke Leistung.

 

skurril: Der Fanprotest gegen die Playoff Entscheidung. Wir finden den neuen Modus auch nicht nur grossartig und hätten uns in der Zwölferliga bessere Versionen vorstellen können. Deswegen darf selbstverständlich gegen den Modus protestiert werden. Dem FCSG aber Geldgier – quasi an den Interessen der Fans vorbei – vorzuwerfen, finden wir merkwürdig. 

 

abseits: Insgesamt sieben Spieler werden vor dem Spiel würdig verabschiedet. Es sind dies Torhüter Armin Abaz, Verteidiger Euclides Cabral und Offensivspieler Logan Clément sowie die vier Leihspieler Salifou Diarrassouba, Alexandre Jankewitz, Bastien Toma und Christopher Lungoyi.

 

 

FC St.Gallen 1879 – FC Lausanne-Sport 4:0 (1:0)

 

kybunpark – 17'121 Zuschauerinnen und Zuschauer – SR Stefan Horisberger.

 

Tore: 23. Duah 1:0, 61. Duah 2:0, 65. Görtler 3:0, 78. Sutter 4:0.

 

St.Gallen: Zigi; Sutter, Stergiou, Fazliji, Schmidt (46. Maglica); Görtler, Quintillà, Ruiz (80. Kempter); von Moos (80. Lungoyi), Duah (69. Jankewitz), Guillemenot (69. Schubert).

 

Lausanne: Castella; Zohouri, Grippo, Husić; Carraco; Chafik, Sanches, Kukuruzović, Coyle; Koyalipou, Amdouni.

 

Verwarnungen: 31. Duah (Foul), 52. Coyle (Foul), 59. Alakouch (Foul), 65. Castella (Reklamieren).

 

Bemerkungen: St. Gallen mit Watkowiak, Schubert, Maglica, Cabral, Kempter, Lungoyi, Besio, Jankewitz und Toma (Ersatz) sowie ohne Stillhart (gesperrt), Münst (verletzt), Abaz, Nuhu, Kräuchi, Jaćović, Babić, Witzig, Clément, Lüchinger, Diarrassouba (alle nicht im Aufgebot/U21). Lausanne mit Mastil, Mahou, N’Guessan, Chafik, Suzuki, Poundjé, Spielmann, Sow und Pollero (Ersatz) sowie ohne Diaw, Turkes (verletzt), Monteiro (krank), Brown, Geissmann, Ouattara, Zoukit, Kapo, Koné, Trébel und Trazié (nicht im Aufgebot/U21).

Der beste

einzelkritik

Zigi: Ist da, wenn es ihn braucht. Einmal auch mit einem Big Safe. Starke Leistung zum Schluss. 

 

Schmidt: Auch ihm gelingt zum Schluss nochmals eine ansprechende Leistung. Muss leider zur Pause angeschlagen raus. 

Stergiou: Ist der Chef in der Abwehr und hat alles im Griff. Schnell, wach, zweikampfstark. Gute Leistung.

 

Fazliji: Spielt in der ersten Halbzeit in der Innenverteidigung und nach der Pause auf der linken Seite. Besonders die zweite Hälfte gefällt.

 

Sutter: Ihm gelingt sein zweiter Super League Treffer. Ein schönes Tor. Auch sonst kann man ihm zum Spiel gratulieren. 

 

Quintillà: Nach zuletzt nicht ganz so starken Auftritten zeigt er heute eine ordentliche Partie. Verteilt die Bälle sicher und ist bissig in den Zweikämpfen. 
 

Görtler: Der Captain zeigt zum Schluss der Saison nochmals ein gutes Spiel, das er mit seinem fünften Saisontor krönt. 

 

Ruiz: Mit Ball teils fehlerhaft. Beim Stande von 0:0 vergibt er eine hundertprozentige Chance, als er alleine auf den Lausanner Torhüter Castella losziehen kann. Gegen den Ball ist er aber der Beste. Beeindruckend, wie viele Ballgewinne der FC St.Gallen ihm zu verdanken hat.

 

von Moos: Knüpft dort an, wo er gegen GC aufghört hat. Veredelt seine starke Leistung mit zwei Torvorlagen. 

 

Duah: Der Beste.

 

Guillemenot: Ist aktiv, quirlig, oft anspielbar und wichtig im Pressing. Ansprechend. 

 

Maglica: Kommt nach der Pause für Isaac Schmidt aufs Feld und zeigt eine starke zweite Hälfte. Wird als einer der wenigen Leihspieler nicht verabschiedet. Die Zeichen deuten auf einen Verbleib in der Ostschweiz. Wir freuen uns.

 

Jankewitz, Kempter, Schubert, Lungoyi: Greifen im Verlauf der zweiten Halbzeit ebenfalls noch ein und helfen mit, den Saisonabschluss positiv zu gestalten. 

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Bilder: Manuel Nagel