Das Spiel

Nach einem schwierigen Beginn und einem 0:2 Pausenrückstand erkämpft sich der FCSG 1879 im Letzigrund noch einen Punkt. Görtler und Adamu treffen und gleichen  für die Espen verdientermassen zum 2:2 aus. 

 

Die ersten zwanzig Minuten nehme er auf seine Kappe, sagt Trainer Peter Zeidler zur Pause seiner Mannschaft. Taktisch schickt er seine Elf in einem 4-4-2 System auf den Rasen des Letzigrunds. Quintillà und Cabral spielen zusammen im zentralen Mittelfeld. Das funktioniert nicht wie gewünscht. St.Gallen wirkt nervös und ist fehlerhaft zu Beginn dieses Abstiegskampfs. Vieles läuft gegen die Espen. Miro Muheim muss nach einer Oberschenkelzerrung bereits nach 14 Minuten  vom Feld. Für ihn kommt Traorè ins Spiel und zehn Minuten später bringt Tosin nach einer Verkettung von Fehlern und unglücklichen Abprallern die Zürcher mit 1:0 in Führung. Zeidler stellt um. Cabral übernimmt die linke Position in der Verteidigung und die Espen reagieren auf den Rückstand. Nicht mit Toren, aber mit Chancen. Das lässt zumindest hoffen. Sekunden vor der Pause und direkt im Anschluss an einen Eckball laufen die St.Galler in einen Konter, den Rohner zum 2:0 abschliessen kann. "Fehler, Fehler, Fehler und dann machts Bumm", wird Nicolas Lüchinger nach dem Spiel ins Mikrofon von gruenweiss.sg diese Szene kommentieren. Für den FC St.Gallen spricht zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel. 

 

In der zweiten Halbzeit lehnen sich die Espen gegen die Niederlage auf, drücken den FCZ hinten rein und kommen durch Görtler und Adamu zum verdienten Ausgleich. Das ist ein starkes Lebenszeichen der Ostschweizer! Der Abstiegskampf ist noch nicht vorbei. Geschenkt wird den St.Gallern gar nichts. Der Glaube an den Klassenerhalt aber lebt und es ist immer noch möglich, diese komplizierte Spielzeit zu einer grossartigen zu machen.

 

Auf gehts Espen! Kämpfen und siegen!

 

FC Zürich - FCSG 1879 2:2 (2:0)

 

Letzigrund, 100 Fans. SR: Lukas Fähndrich

 

Tore: 24. Tosin (Dzemaili) 1:0. 45. Rohner (Schönbächler) 2:0. 70. Görtler (Youan) 2:1. Adamu (Quintilla) 2:2.

 

Zürich: Brecher; Rohner, Kamberi Nathan, Aliti; Doumbia, Dzemaili; Tosin, Marchesano, Kololli; Kramer.

 

St.Gallen: Zigi; Lüchinger, Stergiou, Stillhart, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz; Cabral; Babic, Guillemenot.

 

Auswechslungen:

Zürich: Schönbächler (30. Tosin), Domgjoni (72. Dzemaili), Winter (72. Kololli). St. Gallen: Traore (16. Muheim), Adamu (62. Guillemenot), Youan (62. Cabral), Duah (62. Babic), Staubli (89. Ruiz).

 

Verwarnungen: 56. Ruiz (Foul). 78. Domgjoni (Foul).

 

Bemerkungen: Zürich ohne Khelifi, Koide, Sobiech (alle verletzt) und Omeragic (krank). 

St. Gallen ohne Abaz, Kräuchi, Letard (alle verletzt) und Fazliji (gesperrt).

 

 

der beste

einzelkritik

Zigi: Riesenreflex in Minute 13. Beim ersten Tor in der 24. Minute sieht er unglücklich aus. Riesenreflex  in Minute 41 und eine souveräne zweite Halbzeit. Alles in allem wiederum eine starke Leistung. 

 

Lüchinger: Fightet, zeigt mentale Stärke und stemmt sich gegen die Niederlage. Hoffentlich hält sein Knie. Er kann in der Schlussphase dieser Meisterschaft noch ganz wichtig sein. 

 

Stergiou: Wirkt zu Beginn wie alle anderen nervös und unsicher. Steigert sich im Verlauf der Partie und ist zum Schluss eine Stütze der Mannschaft. 

 

Stillhart: Auch er ist ein Schlüsselspieler, weil er Stärke und Zuversicht ausstrahlt. 

 

Muheim:  Verletzt sich nach 14 Minuten und muss raus. Ein herber Verlust. Er wird durch Boubacar Traorè ersetzt. 

 

Görtler: Der Chef und der Beste. 

 

Quintillà: Zu Beginn mit Abstimmungsproblemen im zentralen Mittelfeld des 4-4-2 Systems. Im Vergleich zum Sion Match aber wieder unternehmungslustiger und mit verbesserter Körpersprache. Assist zum Ausgleich. 

 

Cabral: Auf der ungewohnten Position im zentralen Mittelfeld wirkt er überfordert. Steht am Ursprung beider Gegentore. Es ist nicht sein Abend. 

 

Ruiz: Ein Aktivposten im Mittelfeld. Spielt gute Standards und verrichtet viel Laufarbeit. Wertvolle Leistung. 

 

Babic: Er ist in der Zürcher Hintermannschaft gut aufgehoben und wird von dieser aus dem Spiel genommen. 

 

Guillemenot: Viel unterwegs und aktiv, ohne zwingend zu werden. 

 

Traorè:  Er spielt eine ordentlich Partie nach seiner Einwechslung. Sorgt mit einigen guten Dribblings für Gefahr. Auch er könnte noch wichtig werden in den kommenden eineinhalb Wochen. 

 

Duah: Kommt in der 61. Minute für Babic aufs Feld und bleibt blass. 

 

Adamu: Kommt ebenfalls in der 61. Minute, ersetzt Guillemenot, hat mehrere Chancen und trifft zum 2:2. Stark. 

 

Youan: Wird beim Dreifachwechsel in der 61. Minute für Cabral ins Spiel geschickt und überzeugt mit viel Elan und grossartiger Vorarbeit zum Anschlusstreffer. 

 

StaubliKommt für die Schlussphase und hilft mit, den einen Punkte aus dem Letzigrund zu entführen. 

Stimmen zum Spiel


Bilder: Manuel Nagel