Das Spiel

Mit einer Startaufstellung ohne Stammspieler konnte man rechnen. Damit, dass diese Servette 2:1 besiegt aber nicht. Der zweiten Elf des FC St.Gallen gelingt eine überzeugende Mannschaftsleistung zum Abschluss der Super League Saison 20/21. 

 

Jung, unerfahren, mit wenig Spielpraxis in der Super League. So kann die Manschaft des FCSG 1879 beschrieben werden, die im stade de genève ein Ausrufezeichen setzt. Salifou Diarrassouba bringt die Espen in der 12. Minute nach einem schönen Angriff mit 1:0 in Führung. Danach macht Servette das Spiel und phasenweise auch Druck. Meist stehen die Ostschweizer aber solide und gestehen den Genfern nur wenige Torchancen zu. Herausragend über neunzig Minuten ist die Laufbereitschaft, die Konzentration, die Unerschrockenheit und die Spielfreude aller. Kurz vor der Pause kommt St.Gallen zu einem Freistoss von der Seite. Staubli bringt den Ball zur Mitte. Dort sorgt der grosse Nuhu zwar für Unruhe, kommt aber nicht an den Ball. Dahinter steht Alessio Besio und drischt in seinem ersten Super-League Spiel den Ball zum ersten Mal in ein Super-League-Netz. 
Die zweite Halbzeit verläuft ähnlich. Servette dominiert und kann durch Fofana in der 56. Minute im Anschluss an eine Ecke den Anschlusstreffer erzielen. Wirklich zittern müssen die St.Galler danach aber nicht. Sie schaukeln den Sieg nachhause, sichern Platz sieben und verdienen sich Glückwünsche der daheimgebliebenen Stammspieler im Gruppenchat. 


Servette FC - FC St.Gallen 1879  1:2 (0:2)

 

Stade de Genève - 100 Zuschauer (Coronarichtlinien) - SR. Adrien Jaccottet.

 

Tore: 12. Diarrassouba 0:1, 45. Besio 0:2, 56. Fofana 1:2.

 

Servette: Kiassumbua; Diallo, Rouiller (45. Vouilloz), Severin, Clichy; Cespedes (45. Fofana); Cognat, Valls; Stevanović (59. Alves), Kyei, Schalk.

 

St.Gallen: Watkowiak; Sutter, Nuhu, Letard (72. Ajeti), Traorè (57. Heule); Jacović; Staubli, Simon; Diarrassouba; Campos (67. Gonzalez), Besio (67. Mayer).

 

Verwarnungen: 50. Clichy (Foul), 76. Staubli (Foul), 84. Diallo (Foul).

 

Bemerkungen: Servette mit Frick, Martial, Alves, Sasso, Holcbecher, Vouilloz und Fofana (Ersatzbank) sowie ohne Sauthier, Imeri, Kone (gesperrt), Antunes, Henchoz (verletzt), Mendy, Guerin, Ondoua und Omeragić (nicht im Aufgebot). St.Gallen mit Strübi, Gonzalez, Ajeti, Mayer, Wiedermann, Beeli und Heule (Ersatzbank) sowie ohne Cabral, Muheim, Kräuchi, Solimando (verletzt), Zigi, Stergiou, Stillhart, Adamu, Quintillà, Guillemenot, Ruiz, Görtler, Youan, Fazliji, Duah, Babić, Lüchinger und Abaz (nicht im Aufgebot).

14. Tor von Stevanović wegen Handspiels aberkannt.

Debüts von Lukas Watkowiak, Lorenzo Gonzalez, Adonis Ajeti, David Jacović, Alessio Besio, Michael Heule und Oliver Mayer in der 1. Mannschaft. 

Der beste

einzelkritik

Watkowiak: Starke Leistung. Hält beinahe alles, was auf seinen Kasten kommt. Beim Gegentor ist er machtlos, weil ihm die Sicht komplett versperrt ist. 

 

Traorè: Hat den starken Stevanovic jederzeit im Griff und wagt sich häufig gefährlich nach vorne. Muss in der zweiten Halbzeit mit einer Rippenprellung raus, nachdem er unglücklich in den Torpfosten rutscht. 

 

Letard: Solide und abgeklärte Leistung des Innenverteidigers. Es war eventuell sein letzter Auftritt im Espendress.

 

Nuhu: In der Luft grossartig, am Boden manchmal zwar etwas wacklig, aber stets hellwach und zweikampfstark. 

 

Sutter: Zeigt eine ganz starke Partie, hat defensiv seine Seite zusammen mit Staubli im Griff. Auch in Halbzeit zwei als er gegen Fofana alles auspacken muss. Chapeau.

 

Jacovic: Mit einem Steigerungslauf über neunzig Minuten. Kämpft sich in die Partie rein und ist am Schluss mit vielen Ballkontakten die wichtige Nummer sechs, die der Mannschaft entscheidend hilft, den Vorsprung über die Runden zu bringen. 

 

Simon: Unauffällig, fleissig und mannschaftsdienlich. Spielerische Glanzlichter kann er keine setzen. 

 

Diarrassouba: Der Beste

 

Campos: Lauffreudig, aktiv aber ohne entscheidenden Einfluss. 

 

Besio: Erstes Spiel, erstes Tor. Starkes Spiel. Chapeau.

 

Heule: Ersetzt Traorè ab der 57. Minute und fügt sich nahtlos in die Mannschaft ein.  

 

Gonzalez, Meyer: Kommen in der 68. Minute für Besio und Campos und fallen weder auf noch ab.

 

Ajeti: Spielt aber der 72. Minute für Letard und macht seine Sache gut. Gewinnt einige entscheidende Zweikämpfe gegen drückende Genfer.

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