Niederlage im Letzigrund

Aufreger: GC sichert sich mit dem knappen 3:2 Sieg den Klassenerhalt. Rechnerisch zwar noch nicht ganz definitiv. Aber eigentlich sind sie durch und feiern das auch entsprechend. Aufregend ist auch die Startelf der Espen. Peter Zeidler wechselt bis auf Jordi Quintillà die gesamte Cupfinalmannschaft. 

 

Makel:  Die Gegentore! Sie fallen alle nach groben Fehlern in der Defensive.

 

Schiedsrichter: Luca Piccolo lässt viel laufen, was in diesem Spiel eher den St.Gallern hilft. Da sind ein paar kernige Fouls, die er nicht sieht. Selbst Guillemenot, der richtig gehend bettelt, erhält keine Verwarnung. Bei der von Moos Penaltyszene lässt sich Piccolo vom VAR umstimmen. 

 

skurril: Guillemenots Fouls. 

 

abseits: Die beiden Fankurven duellieren sich mit teils richtig witzigen Spruchbändern. Der Espenblock erklärt den GC Fans, dass ihr Club seine Seele nach China verkauft habe, worauf diese mit "Wir sind Rekordcupsieger. Und ihr so?" antworten. So geht es einige Male hin und her. Das macht Spass und ist wesentlich kreativer, als sich nur "Huso" hin und her zu schreien. 

 

 

Grasshopper Club Zürich - FC St.Gallen 1879 3:2 (2:0)

 

Letzigrund - 5'234 Fans - SR. Piccolo.

 

Tore: 18. Loosli 1:0, 45. Morandi 2:0, 60. Quintillà (Foulpenalty) 2:1, 81. Momoh 3:1, 87. Duah 3:2.

 

Grasshoppers: Moreira; Arigoni, Loosli, Seko; Schmid (80. Li), Kawabe, Abrashi (87. Margreitter), Lenjani; Morandi (80. Momoh), Bonatini (80. Jordão); Riascos (68. Sène).

 

St.Gallen: Zigi; Cabral, Fazliji, Stillhart, Kempter (64. Duah); Quintillà; Toma, Jankewitz (64. Schmidt); Besio (46. von Moos), Schubert (64. Guillemenot), Lungoyi (64. Ruiz).

 

Verwarnungen: 10. Besio (Foul), 42. Stillhart (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 59. Moreira (Foul), 86. Abrashi (Foul), 95. Sène (Foul).

 

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Stergiou, Guillemenot, Ruiz, Duah, von Moos, Sutter, Jaćović, Schmidt (Ersatz) sowie ohne Görtler, Maglica (gesperrt), Münst (verletzt), Nuhu, Abaz, Kräuchi, Babić, Witzig, Clément, Lüchinger, Diarrassouba (nicht im Aufgebot). Grasshoppers mit Matić, Li, da Silva, Santos, Sène, Jordão, Jeong, Margreitter, Momoh (Ersatz) sowie ohne Herc, Bolla (gesperrt), Ribeiro, Hoxha (verletzt), Pusić, Nadjack, Stroscio, Rastoder, Uka, Carvalho, Kacuri und Ntumba (nicht im Aufgebot). - 50. Tor von Moos' wegen Abseits aberkannt. - 51. Lattenschuss Lungoyi.

einzelkritik

Zigi: Schwach vor allem in der ersten Halbzeit. Was macht er beim ersten Gegentreffer?

 

CabralFehleranfällig, schläfrig beim 0:2. Ein schwaches Spiel.

Stillhart: Nach längerer Verletzungspause noch nicht im Rhythmus. 

 

Fazliji: Sein grösster Bock nutzt Riascos nicht zum vorentscheidenden 1:3. Wirkt unsicher und langsam.

 

Kempter: Da ein überraschender Laufwegen, dort ein gewonnenes Dribbling aber auch mit einigen Wacklern – was nach dieser langen Pause nicht verwundert.

 

Toma: Wo sind nur sein Verve, sein Witz, seine Gabe zur Überraschung geblieben? 

 

Quintillà: Trifft per Penalty zum 1:2. Zwei gefährliche Distanzversuche. Begleitet Momoh beim 1:3 aber zu liebevoll.

 

Jankewitz: Herrliches Zuspiel auf von Moos zum Penalty. Ansonsten ringt er weiterhin mit sich selbst. In dieser Form dürfte ihn YB nicht zurückholen wollen.

 

Besio: Ihm gelingt wirklich nichts. Kopf lüften und danach neu starten.

 

Schubert: Hat zwei Chancen, die zweite müsste er nutzen. Leider schlechte Ballmitnahme.

 

LungoyiWirkt motiviert und willig. Pech bei einem herrlichen Schlenzer an die Latte (51’).

 

von Moos: Ersetzt nach der Pause Besio und sorgt umgehend für Wirbel. Erst ein Abseitstor, dann wird er penaltyreif gefoult. Auch den zweiten Treffer erzwingt er mit einem satten Schuss, den Moreira nicht halten kann. Der Beste.

 

Ruiz: Ersetzt nach 64 Minuten Jankewitz. Keine Auffälligkeiten.

 

Schmidt: Ersetzt nach 64 Minuten Kempter. Den einen oder anderen Lauf zieht er an. Bleibt ertragslos. 

 

Guillemenot: Ersetzt nach 64 Minuten Lungoyi. Seltsamer Auftritt: Foult gefühlt in jeder Szene.

 

Duah: Ersetzt nach 64 Minuten Schubert. Reagiert beim 2:3 am schnellsten und haut den Ball ins Tor. Ansonsten unsichtbar.

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Bilder: Manuel Nagel