Das Spiel

Der FC St.Gallern besiegt im Letzigrund den Grasshoppers Club Zürich hochverdient mit 2:1 und steht nach sechs Jahren wieder einmal im Halbfinal des Schweizer Cups. Dort treffen die Espen auswärts auf Servette Genf. 

 

St.Gallen gelingt ein perfekter Start in die Partie. Lukas Görtler schiesst bereits in der 5. Minute mit einer sehenswerten Direktabnahme das erste Tor des Abends. Während der gesamten ersten Halbzeit ist klar zu erkennen, wer in der Super- und wer in der Challengeleague spielt. Die Espen sind in allen Belangen klar überlegen und gehen in der 18. Minute durch Victor Ruiz ähnlich sehenswert mit 2:0 in Führung. GC kommt in Halbzeit eins zu zwei Abschlüssen. Den ersten pariert Zigi stark. Der zweite landet kurz vor der Pause im Aussennetz. 

 

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt: St.Gallen verwaltet das 2:0, leistet sich die eine oder andere Unkonzentriertheit aber die Zürcher können daraus keinen Profit schlagen.  GC erarbeitet sich trotz hohem Ballbesitzanteil kaum Torchancen und trifft erst Sekunden vor Ende des Spiels noch zum 1:2. So endet das Duell mit einem St.Galler Sieg, der die Espen ins Halbfinale bringt. Dort wartet im Sade de Genève dann Servette. Das Spiel wird am 4. oder 5. Mai ausgetragen. Den zweiten Halbfinal bestreiten auf dem Brügglifeld Aarau und Luzern. 

 

Grasshopper Club Zürich - FCSG 1879 1:2 (0:2)

 

Letzigrund - 0 Zuschauer (Coronarichtlinien) -

SR Fedayi San.

 

Tore: 5. Görtler 0:1, 18. Ruiz 0:2, 93. Bonatini 1:2.

 

Grasshoppers: Matić; Fehr, Nóbrega, Cvetković (46. Gomes), Arigoni; Da Silva, Santos (64. Bonatini), Schmid, Acheffay (69. Pusić); Ponde (69. Ronan); Ribeiro (64. Demhasaj).

 

St.Gallen: Zigi; Cabral, Stergiou, Fazliji, Muheim; Görtler, Quintillà, Stillhart; Ruiz (82. Staubli); Adamu (82. Youan), Guillemenot (69. Duah).

 

Verwarnungen: 51. Acheffay (Foul), 56. Quintillà (Foul), 60. Fazliji (Foul), 65. Cabral (Foul), 79. Arigoni (Unsportlichkeit).

 

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Nuhu, Youan, Duah, Staubli, Babić und Lüchinger (Ersatz) und ohne Kräuchi, Campos, Abaz, Letard (verletzt), Gonzalez, Ajeti, Traorè, Solimando, Strübi, Jacović, Diarrassouba, Witzig, Sutter und Simon (nicht im Aufgebot). GC ohne Buur, Nadjack, Morandi, Mesonero, Kalem, Lenjani (verletzt), Salvi, Gjorgjev und Keller (abwesend). 46. Tor von Guillemenot wegen Abseits aberkannt.

Der beste

einzelkritik

Zigi: Wenn es ihn braucht, ist er zur Stelle. Zeigt pro Halbzeit je einen "big safe" und strahlt Ruhe und Sicherheit aus.  

 

Cabral: Ihm gelingt in der ersten Halbzeit ein starker Auftritt. Ist sehr engagiert und treibt zusammen mit Görtler das Spiel über die rechte Seite an. Nach der Pause steht er hinten sicher, bringt nach vorne aber nichts mehr. 

 

Stergiou: Souveräne, abgeklärte und sichere Leistung in der Innenverteidigung. 

 

Fazliji: Hat nach der Pause einige Wackler und Unkonzentriertheiten, die sich in ungewohnten Ballverlusten und Fehlpässen manifestieren. Gegen Ende der Partie findet er den Tritt dann wieder. 

 

Muheim: Zeigt eine starke Partie. Sowohl offensiv als auch defensiv. 

 

Quintillà: Ordnet in der ersten Halbzeit wie gewohnt das St.Galler Aufbauspiel. Nach der Pause unterlaufen auch ihm einige Fehler. Auch er wirkt phasenweise unkonzentriert.  

 

Görler: der Beste

 

Ruiz: Ist engagiert und lauffreudig, teilweise aber zu verspielt. Sein Tor zum 2:0 ist schön und wichtig. 

 

Stillhart: Macht seine Sache auf der ungewohnten linken Aussenbahn (wobei welche Position ist für Basil Stillhart schon ungewohnt) sehr ordentlich. Gewinnt viele Zweikämpfe, ist stark in der Luft und bringt viel Power ins St.Galler Spiel.

 

Guillemenot: Ihm gelingt heute keine gute Leistung. Erzeugt kaum Torgefahr, verheddert sich oft und kämpft alles in allem glücklos. 

 

Adamu: Nicht so quick wie zuletzt, trotz grossem Einsatz und starkem Willen.  

 

Duah: Kommt in der 69. Minute für Guillemenot ins Spiel und bringt nochmals frischen Wind. Auch wenn ihm einige Aktionen misslingen und er den Ball nicht aufs Tor bringt. 

 

Youan: Ersetzt für die Schlussphase Adamu und macht vieles richtig. Er fällt trotz kurzer Einsatzzeit positiv auf. 

 

Staubli: Kommt in der 82. Minute für Ruiz und hilft mit den Sieg über die Runden zu bringen. 

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Bilder: Manuel Nagel